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Drei Jahre lang gingen sämtliche bis dato schwelende Songideen immer wieder von vorne bis hinten durch den bandeigenen Fleischwolf, bis die Idee soweit gereift war um als Song auf 'AAA' zu landen. Ein Umstand, welcher der Tatsache zu verdanken ist, dass die Berliner im eigenen Studio ohne jegliche Fremdeinwirkung aufgenommen und produziert haben. Klar dass dabei der Endpunkt äußerst schwer zu finden ist. 'Jedes Detail wird plötzlich wichtig, denn warum sollte man nicht einfach noch mal von vorn den einen oder den anderen Song aufnehmen um ihn zu verbessern. Aber jetzt nach drei Jahren war's dann einfach genug... Wir machen einfach nächstes Jahr wieder ein Album und können ja dann wieder basteln und rumdoktern.' Das Ergebnis klingt daher auch ganz anders als der raubeinige Vorgänger, etwas zahmer und mit mehr Rockelementen. So erzählt uns Bev: 'Die 15 Songs haben gut zusammengepasst, darum ist das auch die Auswahl geworden. Aber wir hatten alle noch ein paar Lieblingssongs, die nicht mit drauf sind, die aber noch weniger an das erste Album erinnern. Wir haben nie über Anknüpfungspunkte nachgedacht, wir wollten alles möglichst anders machen, um uns nicht zu wiederholen.' Umso erstaunlicher, dass die Vier aber ausgerechnet damit bei dem renommierten Metal-Label Steamhammer gelandet sind. 'Ein Bekannter von uns, den wir schon seit einiger Zeit kennen, ist bei Steamhammer/SPV. Er hat für uns Konzerte gebucht und wir müssen ihm wohl sehr gefallen haben. Er hat uns dann ein Angebot gemacht als wir die Platte fertig hatten, dass wir nicht ausschlagen konnten und wollten und nun sind wir bei Steamhammer. Das ist einfach optimal, wenn du die Leute, die für dich arbeiten, persönlich kennst.' Und so grätschte den erklärten Vinyl-Liebhabern labelseitig auch niemand dazwischen als es um die Frage nach der Vinyledition ging. 'Wenn ein Release erscheint, freuen wir uns immer, das Vinyl in die Hände zu bekommen. Die CD ist im Verhältnis dazu nicht so spannend. Aber natürlich verkauft sich ein Album auf CD um einiges mehr als auf Vinyl. Das steht ja in keinem Verhältnis. Wobei wir Glück haben, und es mit Vinyl echt gut bei uns läuft, wenn man das mit den Erzählungen anderer Bands vergleicht.' Ein auf Rille gepresstes Fotoalbum der vergangenen Wochen und Monate des Tourlebens also. Dass hier gar nichts wie vorher klingen kann hält Bev für logisch. 'Wir waren drei Jahre lang unterwegs und zwischendurch immer mit den Aufnahmen beschäftigt. Da haben wir gut 250 Shows gespielt und rund 50 Songs aufgenommen. Da kommt die Entwicklung ganz automatisch.'
Doch bei allen Veränderungen ist eines seit der Entstehung der Band vor knapp zehn Jahren gleich geblieben. Die Absicht für sämtliche Belange der Band Freunde einzubinden. 'Oh ja, oh ja, früher sind wir den Leuten hinterhergerannt, um ein wenig Hilfe zu bekommen. Gerade beim Artwork fehlt uns allen die Beziehung zum Computer und zu Photoshop usw... Mittlerweile bekommen wir unaufgefordert Artworks zugeschickt mit der Bitte, das zu berücksichtigen, wenn mal wieder etwas anliegt ... Wenn deine Poster überall in Europa hängen, ist es natürlich auch für einen Artwork-Künstler attraktiver, so etwas zu entwerfen. Wobei wir hauptsächlich auf Freunde vertrauen, die wir lange kennen, da läuft die Kommunikation einfacher und eingespielter. Unser Merchandiser zum Beispiel entwirft mittlerweile fast alle Artworks allein für die Shirts, Hoodies usw.'
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