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Sweden Rock Festival 2011 - Mama, I'm Coming Home (Tag 4)

Zum 20jährigen Jubiläum haben die Organisatoren des Sweden Rock Festivals wieder die Creme de la Creme des Rock nach Sölvesborg gelockt. Und die Zeit vergeht wie im Flug. Schon ist der vierte Tag angebrochen, der mit der Rückkehr der 'Metalqueen' Lee Aaron, mit Molly Hatchet, Hawkwind und Black Label Society wieder verschiedenste musikalische Leckerbissen parat hält, bevor Ozzy das Festival beendet.


Die Sonne strahlt vom Himmel, als Lee Aaron um 12 Uhr mit 'Powerline' die Bühne betritt. Die 49jährige hat nichts von ihrem jugendlichen Mädchencharme verloren und mit dem Outfit, einer pinken Lederjacke zur knappen Jeans, noch nachgeholfen. Trotz verpasstem Flug und verlorenem Equipment (die Band spielt auf geliehenen Instrumenten) ist sie bestens gelaunt, nur etwas orientierungslos. 'What time is it?', fragt sie insgesamt dreimal ihre Band und vertut sich auch einmal im Song, worüber sie selbst genauso lachen muss wie Band und Fans. Sympatisch! Unter Pfiffen der Fans zieht sie ihre Jacke aus und muss selbst schmunzeln. In den letzten 15 Jahren hatte sie ihren musikalischen Fokus auf Jazz verlagert. Da gab es das sicher nicht. Am Schlagzeug sitzt übrigens ihr Ehemann.

Es ist der erste Auftritt von Lee Aaron in Schweden überhaupt. Auf den Event-Shirts wurde er als die Rückkehr der 'Metal Queen' angekündigt. Doch so richtig scheint die zweifache Mutter nicht zu ihren Wurzeln zurückkehren zu wollen. Die ersten vier Werke werden größtenteils ignoriert, statt dessen liegt der Fokus auf Weichspül-Rock von den Alben 'Bodyrock' und 'Some Girls Do'. Dann performt sie sogar die Jazz-Nummer 'Handcuffed To A Fence In Mississippi'. Man muss zugeben, dass sie das wirklich drauf hat. Klasse! Aber das hier ist immer noch das Sweden ROCK Festival. Und die Fans erwarten natürlich die Klassiker.

Immerhin hat Lee extra den Megakracher 'Barely Holding On' mit ihrer Band geübt, der nur in Europa ein Hit war und von ihr sensationell gesungen wird. Gänsehaut! Leider will auch ihr 'Titelsong' so recht nicht zünden. Warum denn eine abgewandelte Version von 'Metal Queen'? Das Publikum ist trotzdem begeistert und applaudiert auch noch euphorisch, als die Zugabe eine weitere Jazz-Nummer ist. Die Fans der frühen Rockröhre Lee Aaron müssen allerdings enttäuscht nach Hause gehen. Kein 'Champion', kein 'Danger Zone' und auch kein 'Running From The Fire'. Das war ein toller Auftritt, aber ein langweiliges Set. Als Zugabe gibt es aber noch einen Song, den Lee Aaron nach eigenen Angaben 'neulich mal zwischendurch geschrieben hat'. Und die rockt aber mal amtlich! Na sowas.

 

Zunächst erschienen The Hooters als ungewöhnliche Wahl für das Sweden Rock Festival, da sie doch eigentlich eher im Pop-Segment beheimatet sind. Aber wie schon im letzten Jahr Rick Springfield, beweisen auch die Kanadier, dass sie verdammt noch mal rocken können. Es ist schon erstaunlich, dass der Name The Hooters kein großer mehr ist, obwohl die Band eine Dichte an Hits hat, mit denen sich nur wenige messen können. Davon bekommt man in Sölvesborg 'Day By Day', '500 Miles', 'And We Danced', 'Satellite', 'All You Zombies', 'Karla With A K' und 'Johnny B.' zu hören.

Auch mit ihren neueren Songs wie 'Great Big American Car' und 'I'm Alive' gelingt es den Hooters, das Publikum bei glühender Hitze zum Tanzen zu bringen. Und 'Boys Of Summer', das sie für Don Henley schrieben, ist der perfekte Song für diesen Tag. Noch besser passt nur 'It's A Beautiful Day'. Frontmann Eric Bazilian punktet außerdem damit, dass er die schwedische Sprache offenbar sehr gut beherrscht. Jedenfalls hält er lange Ansagen in der Landessprache. The Hooters können sich für einen vollends gelungenen Gig auf die Schulter klopfen. Vor so vielen Menschen spielen sie schließlich nicht (mehr) allzu oft. Hoot ab!

'SPV recording artist' Molly Hatchet sind auch schon alte Hasen beim Sweden Rock Festival. Mit ihrem Goodtime-Rock'n'Roll begeistern sie nicht nur die Fans, die am Vortag Doc Holliday abfeierten, sondern etwa doppelt so viele. Schade nur, dass die Herren aus Jacksonville seit Jahren fast dieselbe Setlist spielen. Natürlich sind 'Whiskey Man', 'Gator Country', 'Fall of the Peacemakers und 'Beatin' The Odds' Dauerbrenner. Dasselbe gilt für 'Dream I'll Never See' und 'Flirtin' With Disaster'. Aber ein paar Raritäten aus den Mittachtzigern wären doch auch mal was. Man muss sich wohl mit den Nummern aus dem neuen Album, z.B. dem hervorragenden 'Been to Heaven, Been to Hell' zufriedengeben. Das ist Meckern auf hohem Niveau.

Styx gehören ebenfalls zu den Wiederkehrern des Sweden Rock Festivals. Seit ihrem letzten Auftritt sind sechs Jahre vergangen. Absolut gar nichts Neues haben die Melodic-Pomp-Rocker aus Chicago seitdem veröffentlicht. Mit Edel-Klassikern wie 'The Grand Illusion', 'Too Much Time On My Hands' (bei dem natürlich alle rhythmisch mitklatschen) und 'Lady' im Katalog ist das wohl nicht nötig. Aber was bitte hat das Beatles-Cover 'I Am The Walrus' noch hier zu suchen, das schon auf eben jenem 2005er Cover-Album 'Big Bang Theory' genervt hat? Ein minimaler Ausrutscher, denn ansonsten liefert die Band mit den gefühlten drei Frontmännern (Tommy Shaw, James Young, Lawrence Gowan) eine Spitzenshow ab, in der ansonsten nur das Drumsolo stört.

 

Tommy Shaw, der seltsame Kontaktlinsen trägt und immer noch aussieht, als wäre er Anfang 20, erzählt in Kurzform die Bandgeschichte und davon, wie Styx einst von den Brüdern Panozzo gegründet wurde. 'John ist nun da oben, aber Chuck ist heute Abend in Schweden! Soll er mal rauskommen?', fragt Shaw suggestiv. Und siehe da, Chuck ergänzt als zweiter Bassist für einige Songs die Band. Skurrilerweise ist genau dasselbe vor sechs Jahren passiert. Warum ist Chuck immer zufällig in Schweden, wenn Styx dort sind? Wen interessiert's, wenn 'Fooling Yourself', 'Come Sail Away' und 'Blue Collar Man' zünden wie eine Silvesterrakete. Nicht zu vergessen der vielleicht beste, weil smarteste und härteste Styx-Song überhaupt, 'Miss America', bei dem die Band total abgeht. 'Renegade' ist das I-Tüpfelchen auf diesem Gig. 'Classic rock my ass' steht auf den Event-Shirts. Wer dabei war, versteht's.

Man nehme etwas Pomp weg, füge Prog hinzu, dann ist man in bzw. bei Kansas, der nächsten Band, die darauf verzichten kann, als Classic Rock bezeichnet zu werden. Auch die fünf Progressive-Folk-Rocker fackeln nicht lange und starten mit 'Point Of Know Return', bevor das traumhafte Gänsehaut-Epos 'Song For America' erklingt. 'Welcome to Kansas', begrüßt Frontmann und Keyboarder Steve Walsh, jetzt mit schickem Vollbart und Bienensonnenbrille, die entzückte Menge. Auch Kansas waren zuletzt vor sechs Jahren hier.

Hier geht's weiter.

Noch mehr Fotos vom vierten Tag:



(Fotos: Philip Dethlefs)

Sweden Rock Festival 2011 - Mama, I'm Coming Home (Tag 4) Seiten 1 2

 

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© 06/2011 whiskey-soda.de
 


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