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Faun - Das Paradies in uns

Faun sind nicht die typische Mittelalterband von nebenan, die mit viel Schlagwerk und noch mehr Glöckchen in spitzen Schuhen über die mittelalterlichen Dorfmärkte tingelt. Ganz im Gegenteil, Faun machen ernsthafte, musikalisch fundierte und hochinteressante Musik aus all den vergangenen Jahrhunderten und all den Orten, fernen Welten und (Natur-)Religionen, die uns in unseren Träumen beschäftigen. Faun lassen diese Musik greifbar werden. Dass dies kein selbstverständliches Unterfangen ist zeigt die Wartezeit, die seit dem letzten Album vergangen ist und nun mit 'Eden' ein Ende gefunden hat.

4 Jahre sind eine lange Zeit, insbesondere für eine kleine, aber intellektuell hoch ambitionierte Band wie Faun. Da gerät man gerne in Vergessenheit. Doch nicht so Faun, und zwar nicht nur wegen ihrer immensen Livepräsenz. Die Wartezeit wurde nämlich laut Bandchef Oliver s.Tyr gut überbrückt 'Ich finde schon, dass wir gehörig fleißig waren, da wir in 9 Jahren Bandgeschichte nun 5 Studioalben, eine Live CD und eine Akustik CD veröffentlicht haben. Dennoch genießen wir es, unsere eigenen Herren zu sein und nicht von einem außenstehenden Management oder einem Label unter Zeitdruck gesetzt zu werden. Ganz im Gegenteil, die Kreativität und die Reife der Lieder bestimmen bei uns den Zeitplan. Gerade dies war ein wichtiger Aspekt für 'EDEN' glaube ich, der wesentlich zur Qualität beigetragen hat, dass dies Album ganze vier Jahr im Hintergrund reifen durfte. Es war uns einfach wichtig, in aller Ausführlichkeit in eine Thematik einzusteigen und sich eben nicht der Schnelllebigkeit der Zeit unterwerfen zu müssen.' Schnelllebig ist die Musik nämlich überhaupt nicht und passt somit eigentlich nicht in unsere auf immer höhere Geschwindigkeit und immer geringeren Anspruch getrimmte Zeit. Der Anspruch, den Faun haben, hat nichts mit der üblichen U-Musik zu tun, sondern entspricht eher dem Credo der E-Musik, also dem, was Musikwissenschaftler als 'Ernste Musik' gelabelt haben. Selten schaffen Bands eine Gratwanderung zwischen diesen beiden Klassifikationen – die Oliver s.Tyr jedoch so ohnehin nicht gelten lassen will. Ich finde diese von der GEMA ins Leben gerufene Unterteilung eh eine Frechheit. Nur klassische und sehr moderne Musik wird als 'ernste Musik' klassifiziert und bei weitem großzügiger subventioniert, während alles andere zu 'Unterhaltungsmusik' degradiert wird.' Mit diesen Kategorien kann die Band selbst nichts anfangen. Puristen dürften jedoch sicherlich ein Problem damit haben, dass eines der charakteristischen Merkmale von Faun ist, dass sie durch die Jahrhunderte, durch die Religionen, durch die Stile und durch die Kulturen springen und diese vermengen, anstelle eine sagen wir einmal 'authentischere' Herangehensweise an den Tag zu legen.

Viele Bands gerade im mittelalterlichen Bereich konstruieren ihre Musik und selbst ihre Instrumente akribisch genau nach Originalvorgaben….'Ich weiß nicht wo dieses Grundbedürfnis herkommt, immer alles in Schubladen stecken zu müssen. Oftmals werden wir gefragt, in welchem Genre wir einzuordnen sind, manches mal sagen wir dann aus Protest: 'Angstpop' (ein wunderbares Wort welches wir einmal auf einem absurden Gothic Party Flyer aufgeschnappt haben.) Ich glaube Musik wird gerade dadurch lebendig, dass man sie keiner Grenzen unterwirft. Natürlich gibt es einen roten Faden in unserer Musik, der sich logischerweise aus den Instrumenten und deren Klangfarben ergibt, welche wir spielen. Daher sind wir wahrscheinlich am nächsten beim CELTIC oder NORDIC Folk anzusiedeln, oder eben bei mittelalterlicher Musik. Aber wir haben zum Beispiel niemals behauptet dass wir authentische Alte Musik machen.' Oliver grinst bei dem Gedanken...'Wenn sich von daher eben jemand aufregt, was denn Computer und Synthesizer auf der Bühne zu suchen haben, dann sagen wir eben, dass dies beim Angstpop so sein muss...' Neben dem roten Faden der Instrumente und ihrem Klang fällt bei 'Eden' vor allem auf, dass die klassische Lied-Struktur fehlt. Es gibt keine oder kaum typische Refrains mit Ohrwurmcharakter, die sich sofort in die Gehörgänge fressen (und sich genau schnell abnutzen wie sie aufdringlich sind). In vier Jahren hat man eben viel viel Zeit, an den Stücken zu arbeiten...'Das ist glaube ich eine der Folgen, der sehr langen Produktionsdauer von 'EDEN'. Viele Songs sind über sieben Minuten lang, ändern sich, variieren, greifen neue Themen auf, verändern Tempo und Tonart. Es war glaube ich ein bewusster Reiz sich von den üblichen Songstrukturen zu lösen. Das heißt nicht, dass dies bei FAUN immer so bleiben wird, aber gerade für 'EDEN' war dies eine sehr reizvolle Erfahrung. Darüber hinaus gibt es ja genug andere Bands aus dem Bereich der Mittelaltermusik mit Mitsingrefrains über Rittersleut und Burgfräulein.' Und noch eine mehr ist wirklich nicht nötig! Anstelle von einfachen Refrains bekommt der Faun-Fan eher komplexe Texte aus verschiedensten Kulturen und in verschiedenen Sprachen, alles fein säuberlich in dem grandiosen Booklet der CD aufgelistet und akribisch erklärt.

Ohnehin ist 'Eden' als Gesamtkunstwerk aufgemacht, mit extrem schöner künstlerischer Gestaltung und unglaublich vielen Hintergrundinfos.

 

In der bereits kritisierten schnelllebigen Zeit mit ihren Internetdownloads ein Unterfangen, dass hoffentlich viel mehr Leute anspricht als es den Anschein hat. Dennoch hat Oliver keine Bedenken, was das Herunterladen einzelner Songs und das Reißen aus dem Kontext angeht. Das ist für mich gar kein Problem, wir bieten sogar immer wieder unsere Songs als Gratis Downloads an. Wenn jemand nur unsere Klänge im Hintergrund, beim Autofahren oder beim Kochen hören möchte, dann ist das vollkommen ok für uns. Wir glauben aber an die eigene Musik. Wohlmöglich ist 'EDEN' ein Album in das sich der ein oder andere erst einhören muss. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass es durchaus in der Lage ist Spuren beim Hörer zu hinterlassen und tieferes Interesse zu wecken. Für diesen Fall - und dass war in der Vergangenheit oft so bei den Hörern von FAUN - ist auch bei den mp3-Hörern der Wunsch irgendwann da, zu wissen, was die Lieder bedeuten, wo die seltsamen und fremden Texte herkommen und weiter in den tieferen Zusammenhang einzusteigen. Abgesehen davon bekommen wir das schönste Lob von Hörern die eben unserer Sinnsuche in der Musik gefolgt sind und denen diese zum Beispiel in ihrem Leben geholfen hat' Solche Hilfe gibt es ja wirklich und sie zeigt WIE bedeutsam Musik sein kann. Dafür muß man aber den Willen haben, sich darin zu verlieren und sich die Gefühle der Musiker zu eigen machen...

Faun - Das Paradies in uns Seiten 1 2

 

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