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Auf der Bühne steht die dritte Band der Nacht, August Burns Red, und ist laut. Und Gut. Laut und Gut. Aber vor allem laut. Selbst ziemlich weit hinten ist der Sound gut, mal abgesehen von der Lautheit. Wenn der Bass die ganze Halle durchquert und sich bis zu deinem Herzen hochackert, dann weißt du, dass du auf einem Konzert bist, bei dem die Party abgehen soll. Die Männlichkeit ist klar in der Mehrheit, wenn man denn hier schon von Männlichkeit sprechen kann. Der Altersdurchschnitt scheint hier nicht über 19 zu liegen und man steht da in einer riesigen Halle zwischen Bandtshirt-tragenden Bollos und ein paar Bollo-Mädchen. Auffällig hierbei: Von der Anzahl an Shirts gesehen liegt hier der Hauptact A Day To Remember klar hinter den gerade auf der Bühne wütenden August Burns Red. Viele Tshirts sieht man auch von Parkway Drive und Asking Alexandria. Mal ganz ernsthaft: Was macht der Typ mit dem Ill Nino-Tshirt denn hier in der Halle? Und auch der Summerbreeze-Träger und der Metallica-An-Der-Bar-Steher müssen sich hierher verlaufen haben. Gut so, denn dann können sie nochmal erleben, was es heißt eine junge, fantastische Band auf der Bühne zu sehen, die auch noch Spaß an ihren Konzerten hat und dem gegenüber eine feiernde, riesige Masse an jungen Menschen, die sich sowohl in den Armen liegen können als auch mal so richtig im Circle Pit abzugehen. Aber hierzu später mehr.
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Bevor A Day To Remember die Bühne entert, hat man also noch Zeit die jungen Leute zu beobachten und die Halle im ganzen Ausmaß zu betrachten. Auf den ersten Blick eine grandiose Konzertlocation. Auf den zweiten Blick auch. Die Halle ist ein altes Industriegebäude einer Metallfirma. Ein riesiges Gewölbe mit Geschichte versprüht genau das richtige Konzertflair. Man hat von überall eine gute Sicht auf die doch recht große Bühne. Für Getränke ist auch gesorgt. Vorne rechts an der Bühne scheinen die VIPs eine Etage höher Platz nehmen zu dürfen. Aber so mitten in der Halle zwischen den ganzen jungen Menschen voller Energie, will man auch älteren Semesters nicht mit den Leuten auf der Empore tauschen. Der Sound ist überall gut und das Platzen von Luftballons später während des Konzerts ist sogar noch lauter als der laute Sound. Das muss irgendwas mit diesem hohen Deckengewölbe zu tun hat, dass den Schall nochmal um ein tausendfaches verstärkt. Egal, es stört ja nicht, ist eher eine lustige Erfahrung.
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Und damit sind wir auch schon beim Stichpunkt angelangt. Bei Zweien um genau zu sein: lustige Erfahrung. Nicht nur fürs Publikum wie sich später herausstellen wird. Man hat schon die ganze Zeit das Netz mit Dutzenden Luftballons, dass vor der Bühne ausgehangen wurde, im Blick und fragt sich zu welchem Song die Luftballons wohl zum Einsatz kommen würden. Aber als das Konzert startet, muss man sich erstmal auf andere Dinge konzentrieren. Zunächst mal auf die Band, die von der ersten Sekunde an vollen Einsatz gibt. Abgelenkt wird man aber auch erstmal durch eine Konfettikanone mit der das Publikum befeuert wird und ein bunter Konfettiregen den Startschuss für ein grandioses Konzerterlebnis gibt.
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