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Joey Cape - From the Caper to the Lifer

Ganz sicher konnte man sich ja nicht sein, ob es auch wirklich Joey Cape sein würde der im Rahmen der Scorpios-Tour durch die Lande zieht. Wurde er doch im Süden der Republik wechselweise als Joe Cape (oh Hilfe, schon wieder ein Musiker der ernsthaft geworden ist!) oder gar Joey Kelly (seit wann sind denn Ü2h-Konzerte schon Extremsport?) auf Plakaten angekündigt. Aber man konnte beruhigt durchatmen, als auf der Bühne dann doch der wahre Mr. Cape stand. Zwischen Soundcheck und Show hat er uns erzählt warum sein letztes Soloalbum zu harten Zeiten mit Töchterchen Violet führte, was er wählen würde wenn er zwischen akustischer und elektrisch verstärkter Musik wählen müsste, und warum viele andere Musiker faule Säcke sind.

Sein letztes Soloalbum, das im Laufe von 2009 bis 2010 entstanden ist, war in vielerlei Hinsicht so irgendwie anders. Es gab jeden Monat einen Song, und am Ende fügte sich alles zu einem Album zusammen. Wirklich neu ist diese Art der Veröffentlichung ja auch nicht, aber stetig wachsend. 'Meine Solo-Sachen sind einfach weniger populär als die Dinge die ich mit den Bands mache in denen ich spiele, daher musste ich kreativ werden um einen Weg zu finden sie zu verkaufen. Als ich damals noch mein eigenes Label hatte, habe ich alles gemacht: Das Pressen, die Distribution, und plötzlich habe ich verstanden wie es läuft und wie man das Internet für digitale Medien nutzen kann. Eine alte Freundin von mir, Wiebke, übernimmt den größten Teil der Promo. Und sie hat auch viel vom Geschäftlichen gemacht und ich übernehme das andere, Platten machen. Wir sind ein kleines Team und es funktioniert ganz gut. Wir verdienen damit ein wenig Geld, was schon weit mehr ist als ich vorher mit meinen Solosachen verdient habe.' Die Zeiten sind halt nicht zu ändern, und umso respektabler ist es, dennoch die Songs, die man ja soviel leichter einfach bezahlt oder unbezahlter Weise ins Netz stellen könnte, auf schicke limitierte Vinyleditionen zu packen. Und dass es doch zwei bis sieben Menschlein auf diesem Planeten gibt, die genau das lieben zeigt sich an der Zahl der Vorbesteller. 'Letztlich ist es ein Kompromiss den man macht - wie ein Maler. Ein Maler malt auch keine zehn Bilder gleichzeitig sondern konzentriert sich auf dieses eine Kunstwerk. Ich will nicht angeberisch sein und behaupten einer meiner Songs wäre wie Michelangelo. Daher hatte ich die Idee mit diesem einen Song jeden Monat. Aber manchmal war es trotzdem schwer jeden Monat zu Hause zu sein z.B. während einer laufenden Tour um einen Song aufzunehmen. Manchmal habe ich also doch drei oder vier Songs im Voraus aufnehmen müssen. Damit das funktionieren konnte, haben wir das mit diesem Subscription Package gemacht und damit ich mehr Spaß hatte habe ich meine Tochter das Artwork machen lassen. Ich habe das so genossen sie zu beteiligen.' Wenn man einem Zeitalter entwachsen ist, in dem ein ganzes Album allein dadurch ruiniert werden konnte dass die Platzierung der Songs auf A- und B-Seite nicht stimmig war, weiß man auch womit man sich bei der eigenen Platte beschäftigt. 'Ich habe diese Obsession der Reihenfolge. Ich wollte die Songs unbedingt in der Reihenfolge veröffentlicht haben, in der sie auf der Platte sein werden. Das war mir wichtig auch wenn Wiebke zu mir sagte lass doch, das ist egal. Vermutlich hatte sie Recht...'

Um Töchterchen Violet schon früh an die Gepflogenheiten des Musikbusiness heranzuführen wurden nicht einfach schon bestehende Bilder genommen, sondern eigens für die Platte gezeichnet. Damit sie als Artwork-Künstlerin mit denselben Schwierigkeiten zu kämpfen hat wie ihr Daddy. Die Bilder zu den Songs mussten pünktlich fertig sein. Kein leichtes Unterfangen im Hause Cape. 'Das ist jetzt zwei Jahre her und meine Tochter war damals jung genug um ausgehend vom Titel ein Bild zu malen. Manchmal habe ich ihr auch etwas über den Song erzählt oder den Text gezeigt. Am Anfang war das witzig ich habe ihr den Titel 'Going to the Bronze' genannt und sie rannte davon und rief 'Sag nichts weiter, Dad' und malte dieses Bild mit dem Sportler dazu. Aber zum Ende des Projektes hin gab es kein Zurück mehr, und noch vier ausstehende Monate und sie hatte keine Lust mehr. Ihre Muse war gestorben. Ich wollte sie überzeugen, 'Violet, du verstehst das nicht, da sind eine Menge Leute die die Songs abonniert haben. Muss ich ein anderes Kind engagieren für die übrige Zeit? Du bist doch meine Tochter, du musst das fertig machen'. Einige Monate waren echt anstrengend mit ihr. Das ist ein wunderbares Beispiel dafür wenn man Kinder hat. Man kann sie sehr schnell für etwas total begeistern, daher muss man vorsichtig sein. Aber jetzt sieht sie sich die Veröffentlichung an und ist richtig stolz darauf. Es ist schön für uns so etwas zu teilen. Ich versuche sie dazu zu kriegen etwas mit mir aufzunehmen. Das ist mein nächstes Projekt, nicht nur ihre Stimme sondern einen richtigen Song mit ihr zu machen. Wenn ich an etwas arbeite kommt sie schon manchmal mit kleinen Kompositionen, einzelne Noten oder Melodien nur, aber mit Kindern gibt es einfach keine Grenzen.'

Etwas das vortrefflich den Musiker Joey Cape widerspiegelt, ist die Tatsache dass es seine Songs nicht nur in einer Version gibt, sondern fast immer gleich in mehreren. Eine Leidenschaft die er aus seinem eigenen Fan-Sein übertragen hat. 'Ich fand ich es immer total aufregend einen Song als B-Seite, Bonusmaterial oder Demoversion nochmal anders zu hören. Auch jede Form von härterer Musik mit kreischenden Gitarren und dann eine reduzierte akustische Version zu hören und die Verbindung zu fühlen. Dann weißt du dass es ein großartiger Song ist. Ich bin in einem Haus aufgewachsen wo viel Folkmusic, Dylan, gehört wurde, die Beatles... Meine Eltern hörten alles dieser Richtung, aber auch Klassik. Dann wurde ich älter und kam zu Punkrock und Heavy Metal, daher ist es nur natürlich. Ich habe immer alle Arten von Musik geliebt.' In letzter Zeit lässt sich aber eine klare Tendenz hin zur Akustik feststellen wie er einräumt. 'Je älter ich werde, desto mehr ziehe ich die akustische Version vor. Einfach nur sehr direkte Instrumente, ohne Verstärker. Aber Von Zeit zu Zeit juckt es mich und ich muss einfach abrocken.' Doch das liegt nicht alleine an der Musik, sondern auch an den Faktoren daneben. Die Gitarre einzupacken und den Tasche zu nehmen ist bedeutend leichter als einen Rock'n'Roll-Zirkus auf die Füße zu stellen. 'Wer auch immer mich fragt ob ich eine Show spiele, ich kann immer sagen ok, ich bin dabei.' Natürlich gibt es in der Musik klare Unterschiede, wenn auch die Wurzeln dieselben sind. 'Es gibt verschiedene Arten von Dynamik in der Musik. Einerseits die sehr stillen Versionen von Songs wo man die Lautstärkendynamik steuern kann. Man kann die Intensität variieren, es gibt mehr Platz um den Song zu verändern. Außerdem kann man die Tiefe der Melodie besser hören. Andererseits die Dynamik eines elektrisch verstärkten Songs mit Schlagzeug und Gitarrenspuren wo man die Angst, die Stärke und das Adrenalin direkt spürt.' Doch dann unterbricht sich der Sänger selbst und wirft ein, wie sehr ihm das am Herzen liegt (toll, wenn man als ausgefuchster Interviewer EINMAL nicht die Fragen stellt, die alle Welt wissen will, spricht der Herr Musiker von alleine darüber!): 'Es gibt zwei Dinge wenn man bedenkt wie viele Leute mittlerweile Akustik-Touren machen: Songs müssen auf einem Instrument geschrieben werden, und dafür eignet sich nun einmal Klavier oder Gitarre am Besten. Die meisten Leute im Rock'n'Roll spielen jedoch nicht Klavier. Da bleibt nur die Gitarre übrig. Chuck Ragan beispielsweise hat sicher nie einen Hot Water Music Song auf einer E-Gitarre geschrieben. Wir schreiben Songs auf Akustikgitarren weit weg von zu Hause. Es ist also in keinster Weise neu für uns. Es hat sich nur innerhalb der Musikindustrie sehr viel verändert. Der Sprit wurde teurer, das Getoure wurde teurer. Und je mehr Leute man auf Tour dabei hat desto schlimmer wird das. Daher entwickelte sich dieser Trend als viele Leute beschlossen haben nur mit ihrer Gitarre unterwegs zu sein. Von jedem einzelnen Lagwagon-Song den wir geschrieben haben gibt es ein akustisches Demo. Die würde ich zwar nie veröffentlichen weil die nicht gut sind, aber so entstand immer die Idee dazu.'

Joey Cape - From the Caper to the Lifer Seiten 1 2

 

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