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Otto Dix - Fin de Siècle en russe

2011 ist wieder ein Otto-Dix-Jahr. Das gilt nicht nur für die Kunsthistoriker, welche am 2. Dezember feierlich den mittlerweile 120. Jahrestag von dessen Geburt begangen haben, sondern auch für die Freunde düsterer Musikdarbietungen. Das russische Dark Wave-Dreigestirn, das respektvoll den Namen des Geraer Malers führt, veröffentlichte dieses Jahr auch in Deutschland sein neues Studioalbum 'Wonderful Days' (in der Heimat 'Чудные дни') und ergänzte damit die fortlaufende Geschichte, die seine Diskographie erzählt, um ein weiteres Kapitel. Im Rahmen der Deutschlandtour nahm sich Frontmann, Vokalist und Texter Michael Draw ein wenig Zeit für uns, stand Rede und Antwort und entschlüsselte einige Facetten im Mysterium Otto Dix.

Welten entstehen, Welten gehen unter. Sowohl die inneren, als auch die äußeren. Bricht ein Vulkan aus, begräbt er alles Leben unter Lava und Asche und löscht auf diese Weise mitunter ganze Landschaftszüge aus. Zugleich jedoch wird der fruchtbare Grundstein gelegt für etwas Neues, Aufstrebendes, Schnelles. Aus dem totgeglaubten grauen, tristen Boden schießt junges, grünes Leben. Solche Kreisläufe ereignen sich im Mikro- und Makrokosmos, mit unterschiedlichen Zykluslängen, und nahezu überall. In der Biologie nennt man derlei Abfolgen Sukzession, das geistig-philosophische Pendant unmittelbar im Menschen selbst wird als Katharsis bezeichnet. Otto Dix lassen am Beispiel der ganzen Menschheit einen solchen Zyklus in Gestalt ihrer Diskographie revue passieren. Während das Vorgängeralbum 'Zone Of Shadows' (Зона Теней) die Stille nach der totalen Katastrophe illustriert, stellt 'Wonderful Days' den Einzug einer neuen geistigen Entwicklungsstufe dar. Grundidee: Maschine werden als endgültiger Weg zur menschlichen Vollkommenheit. Wie man auf so etwas kommt? Für derartig schwarze Visionen hat Michael eine ganz einfache Erklärung. 'Wir sind Russen!', lächelt er, 'Direkt vor unseren Augen spielen sich so viele Dinge und Ereignisse ab, die unsere kalten und dunklen Stücke zu inspirieren in der Lage sind. Aber gut, ehrlich gesagt: Meine Themen entspringen in der Regel meiner eigenen inneren Welt, während Slip (Marie Slip, Keyboarder, Komponist und Programmer; d. Red.) eher die Inspirationen von außen verwertet.'


Parallel zum Verlauf des dixschen Epos, welches sich nun immerhin schon aus fünf Studioalben zusammensetzt, konnte sich auch die musikalisch-komponistische Expertise von Peter Voronov, Marie Slip und Michael Draw mehr und mehr vervollkommnen. 'Definitiv sind unsere Musik und unser Stil eine Ecke reifer und professioneller geworden. Nicht mehr ganz so viele Goths hören uns. Ich glaube, unsere Musik ist dazu in der Lage, ganz verschiedenen Typen von Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensinteressen Antworten zu liefern - und nicht lediglich Gothic-Teenagern.'. Hat man im Hinterkopf behalten, dass Otto Dix vor und während ihrer Tour besonders hierzulande ganz gern als der russische Nummer-1-Gothic-Act angepriesen wurden, mag einen die bei Michael anklingende Geringschätzung, was den Gothic angeht, verwundern. Wie in vielen anderen Fällen aber sieht auch Michael Draw als der Künstler seine Musik nicht als so entschieden klassifizierbar, wie es die Medien gerne hätten. Der androgyne Countertenor mit dem fast hüftlangen Haar hält nicht sehr viel vom Schubladendenken und weist der Arbeit von Otto Dix ein Attribut zu, das genug ausdrückt, ohne dabei allzu wertungsgeladen zu sein. 'Als wir in den Anfängen unserer Karriere steckten, war Dark Wave als Bezeichnung recht populär, und alles, was nicht unter Gothic Rock oder Gothic Metal gefasst werden konnte, nannte sich dann Dark Wave. Wir sind aber im Grunde avant-garde.' Der angesprochene Wandel machte auch vor der Zusammensetzung des Live-Publikums nicht halt. Seit dem zweiten offiziellen Jahr Bandgeschichte mischten sich die Konzertgäste zunehmend. 'Unser Publikum hat sich ein wenig verändert seit 2005. Es sind mehr Männer und Erwachsene dabei. Es ist überall unterschiedlich. Normalerweise werden wir in Russland am enthusiastischsten aufgenommen, was wohl nicht wirklich überrascht. Während dieser Tour aber waren wir besonders auf den großartigen Konzerten in Prag und in Olching sehr angenehm erstaunt.' Weiterhin räumt Michael Draw ein, die Begegnung besonders mit dem deutschen Publikum habe seine Erwartungen deutlich übertroffen - auch wenn sich die doch recht 'frischen' deutschen Konzertbesucher noch nicht so richtig mit den russischen vergleichen lassen.

Otto Dix - Fin de Siècle en russe Seiten 1 2 3

 

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Valentin
© 12/2011 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Otto Dix

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Artikel:
- Otto Dix - Fin de Siècle en russe
- Otto Dix - Kabinettstücke am Abgrund
- Dark Circus Festival 2014 - Goth in der Manege

Rezensionen:
- Starost
- Wonderful Days
- Unreleased 2007 - 2011
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