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Dead To Me - 'Punx as fuck'

Dead To Me haben mit ihrem letzten Album 'Moscow Penny Ante' nicht nur den Spagat zwischen Experimentierfreude und Festhalten an eigenen Traditionen geschafft, nein, eigentlich sind sie genau dazwischen hinuntergeplumst. Eine solche unversöhnliche Spaltung des Fanlagers in zwei Seiten war Grund genug, um bei Sänger Chicken einmal nachzufragen, wie er das alles sieht.

Dead To Me ist in vielerlei Hinsicht keine normale Band. Extreme Shows spielen sie sowieso, aber auch ihre Entstehungsgeschichte beinhaltet den ein oder anderen extremeren Ausschlag. Auferstanden aus den Ruinen von One Man Army und Western Addiction haben sie sich durch unzähliges Shows und ein Album ('Cuban Ballerina') hindurch zusammengerauft. Doch nur um in den folgenden Jahren immer wieder von Mitgliederwechseln an den Ausgangspunkt zurückgeschleudert zu werden. So erklärt uns Chicken: 'Klar hatten wir einige Mitgliederwechsel. Keinen davon haben wir so geplant oder freiwilig entschieden. Aber ich bin wirklich begeistert von unserer aktuellen Zusammensetzung. Ich halte das zwar nach den Touren durch Europa und Amerika nicht mehr für neu, wir sind in diesen knapp eineinhalb Jahren als Band zusammengewachsen. Jedesmal wenn du ein neues Mitglied in die Band bringst, ändert das die Dynamik ganz gewaltig. Ich bin wirklich begeistert dass wir es als Band geschafft haben diese ganzen Wechsel zu überstehen, aber dabei den Geist von Dead To Me nicht zu verlieren und das Ganze auch noch einigermaßen frisch zu halten.' Und doch ist trotz der hart erspielten Einheit der Band das aktuelle Album, 'Moscow Penny Ante' der Stein des Anstoßes, der hohe Wellen im Lager der Fans schlägt. Auch wenn er diese Stimmen natürlich kennt, liegt für Sänger Chicken die Sache hingegen klar und er beschreibt das aktuelle Album als 'Punx as fuck', bzw. in ein paar mehr Worten klingt das so: 'Ich glaube gar nicht dass nur eine unserer Platten aus der Reihe fällt. Ich habe die meisten der Songs auf unseren Platten geschrieben, und ich denke das hat viel davon ausgemacht, eine besondere Stimmung oder Energie zu erhalten. Wir versuchen immer jede Platte gänzlich unterschiedlich klingen zu lassen. Wir haben kein Interesse daran Platten zu veröffentlichen die alle ähnlich klingen. Das ist nämlich total einfach. Was wir machen ist viel schwieriger, jedes Mal aufs Neue unseren Sound auszuweiten und die Leute im Unklaren zu lassen was wir wohl als nächstes machen.'

 

Definiert sich Dead To Me selbst also als musikalisch-punkiges Knallbonbon an dem man – je nach dem an welcher Seite man zieht – in die eine oder völlig andere Richtung geschleudert wird ist der in sagenhafte Liveshows gegossene Punkrock die Konstante, die bleibt. Immer. 'Es ist unheimlich schwer die Liveenergie unserer Band im Studio einzufangen. Ich glaube unser Produzent, Matt Allison hat bei unserem letzen Album diesbezüglich einen verdammt guten Job gemacht. Er hat uns einfach immer gesagt 'legt los und spielt', und uns unser Ding machen lassen. Er ist wirklich großartig in dem was er tut.' Die Entscheidung, für 'Moscow Penny Ante' den Produzenten zu wechseln entstand aus dem Drang heraus, sich nicht wiederholen zu wollen. Daher war es an der Zeit Jamie McMann Auf Wiedersehen zu sagen, und Matt Allison ins Boot zu holen. Doch warum gerade ihn wollten wir von Chicken wissen. 'Wir sind große Fans von Matt und fühlten uns total geehrt dass er mit uns arbeiten würde. Er passte perfekt zu Dead To Me, weil er sich immer um den Song kümmert, nicht die Aufnahme, wie das die meisten anderen Produzenten tun.' Das große Ganze fängt bei Dead To Me also beim einzelnen Song an, und endet mit der Inspiration. Es gibt so manche Unterschiede zwischen dem Songwriter Chicken, Mitte 20, jugendlich und dem Songwriter Chicken, von heute. Letzterer last sich nicht nur von spontanen Ideen leiten, sondern geht überlegter an die Sache ran. Und das ist eigentlich nur folgerichtig wie er uns erklärt: 'Ich war 26 als ich die meisten Texte für die Cuban geschrieben habe und bin jetzt 33. Es ist wohl einfach natürlich wenn wir jetzt erwachsener klingen. Außerdem mag ich auch den Gedanken dass ich sowohl als Songwriter, als auch Bassist besser geworden bin. Für die letzte Platte bin ich auch sehr von den Schriften von Malcolm X und seiner Autobiographie beeinflusst worden. Dieser Typ ist die reine Inspiration für mich. Er hat als total verarmtes Kind angefangen und endete als Krimineller in NYC. Er kam ins Gefängnis, veränderte sein Leben von Grund auf und wurde zu einem mächtigen Führer der Schwarzen. Seine Stärke und seine Entschlossenheit waren für mich immer schon Inspiration.'

Dead To Me - 'Punx as fuck' Seiten 1 2

 

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tofuschnitzel
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