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Florence and the Machine verzaubern Berlin

Voller Vorfreude strömen die Menschen, die eines der begehrten Tickets für das Florence and the Machine-Konzert ergattert haben, in die C-Halle. Da das Konzert seit Monaten ausverkauft ist, hoffen viele noch vor Ort ein Ticket zu ergattern. Wer erfolgreich ist, den erwartet ein großartiger musikalischer Abend.


Das Musikprogramm eröffnen Spector, eine Indie-Newcomerband aus London. Mit langem Mantel und Papierhut gewappnet beginnt Sänger Fred Macpherson mit seiner Interpretation von 'Shake It Out' die Show. Florence dankt es ihm prompt mit einem kurzen Bühnenbesuch. Anschließend präsentiert die Band Songs wie 'Friday Night' oder 'Self-Esteem', die Ende April auf ihrem ersten Studioalbum erscheinen werden. Musikalische Vergleiche mit The Killers lassen sich dabei nur schwer verdrängen. Nach knapp einer halben Stunde ist Schluss und viele fleißige Hände bereiten die Bühne für den Hauptact des Abends vor. Die Pause wird vielfältig genutzt. So warten manche an der Getränke- und andere an der WC-Schlange. Die Schlange am Merchandise-Stand bleibt bei den eher üppigen Preisen überschaubar.

Im Publikum stimmen sich die ersten Mädchenchöre ein, bevor Florence and the Machine um Punkt zehn die Bühne betreten und die ersten Töne von 'Only If For A Night' erklingen. Barfuß und mit einem langen cremefarbenen Kleid umhüllt setzt Florence mit 'What The Water Gave Me' kommentarlos das Programm fort. Anschließend folgt eine erste zurückhaltende Ansage. Das Publikum dankt es ihr lautstark. Immer aufgeweckter tanzen und singen Alt und Jung im Publikum bei Songs wie 'Shake It Out' und 'Dog Days Are Over'. Die zahlreichen Scheinwerfer und das kunstvolle Bühnenbild untermalen die Stimmungen dabei gekonnt. Fast bis in die letzten Reihen wird auch bei 'Breaking Down' oder 'Leave My Body' einzeln oder im Doppelpack geschunkelt und getanzt.

Die gute Stimmung überträgt sich schnell auf die Band. So bewegt sich auch Florence immer ausgelassener auf der Bühne und nimmt sich zwischendurch sogar Zeit für den einen oder anderen Plausch mit ihrer Keyboarderin. Daneben berichtet sie nach einer kleinen Tanzeinlage, wie die Band bei ihrem letzten Besuch plante, ins Berliner Berghain zu gehen, es aber nicht aus dem Hotel geschafft hat. Sie beendet ihre Anekdote wortlos und formt aus ihren Händen ein Herz. Das Publikum macht es ihr nach und 'You've Got The Love' erklingt. Anschließend fordert Florence die Herren auf, ihre Herzdamen auf den Schultern zu tragen. Diese tun sich damit zunächst etwas schwer. Dann tanzt aber ein Dutzend geschulterter Pärchen im Publikum nach dem Motto 'We raise it up' zum Song 'Rabbit Heart'. Kurze Verunsicherung herrscht innerhalb der Band vor dem nächsten Song. Als sich diese gelegt hat, setzen alle schmunzelnd mit 'Specrum' ihr Set fort. Alle geben noch einmal alles und auch Florence wirbelt über die Bühne, die sie anschließend schnell verlässt, sich aber nicht lange um Zugaben bitten lässt. Hierfür hat sie sich 'Never Let Me Go' und 'No Light No Light' ausgesucht, die den perfekten Abschluss eines großartigen Abends bilden.


 

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Diadium
© 03/2012 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Florence and The Machine

Homepage:
- Offizielle Website

Artikel:
- Florence and the Machine verzaubern Berlin

Rezensionen:
- Lungs
- Ceremonials


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