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Black Milk - Alles andere als kalter Kaffee

Black Milk ist eine aufstrebende New-Comer-Band aus Dortmund und wird von einigen Kritikern, als die Hoffnung für die Zukunft der deutschen Musikbranche gehandelt. Mit ihrem Album „Ultrawide“ gelang den fünf Jungs ein erstaunlich gutes Debütwerk und im Rahmen der Promo-Tour gab es im Mai 2003 gleich zwei Termine von Black Milk in Berlin innerhalb einer Woche.

Der erste Auftritt fand am 21.Mai in kleiner Runde im Bastard Club statt und war leider wegen mangelnder Promotion ein ziemlicher Reinfall. Obwohl man noch lange auf weitere Gäste wartete, kamen gerade mal zwölf Leute zu dem Konzert von Black Milk. Dafür wurde der Auftritt um so persönlicher und familiärer: Platzprobleme gab es keine, die Luft war hervorragend, lange für ein Bier anstehen brauchte man auch nicht und dass Sänger Sascha Mirkovic einem danach mitten im Song von der Bühne aus zuprostete, überraschte eigentlich auch keinen mehr.

Da sah es am 26. Mai im Knaack als Vorband von Within Temptation schon ganz anders aus. Die Hitze in dem kleinen Konzertraum war phänomenal und toppte jede Sauna. Gitarrist Q-Lee riss mal wieder eine Seite, wie schon beim Auftritt im Bastard und auch sonst so oft. Sänger Sascha Mirkovic sagte später dazu nur grinsend: „Der wechselt seine Seiten, wie andere ihre Unterwäsche“. Zum Glück sprang Schlagzeuger Michael Vossmann schnell ein und überbrückte die kurze Pause mit einem einwandfreien Schlagzeugsolo.
Und auch wenn Black Milk stilistisch nicht ganz in das Programm der Holländer passten, so gelang es ihnen mit ihren eingängigen Liedern das Publikum schnell auf ihre Seite zu ziehen und einige Sympathien zu wecken. Vor allem nach der freundlichen Abschlusslaudatio von Sänger Sascha Mirkovic, bei der er sich für die unterschiedliche Musikrichtung entschuldigte, gab es noch mal einen ehrlichen Applaus vom sehr aufgeschlossenen Publikum.

Anschließend setzten Sänger Sascha Mirkovic und ich uns in den wesendlich angenehmeren Innenhof vor dem Knaack-Club um uns bei einer entspannten Atmosphäre über die Band, das Album und die Tour zu unterhalten, während man im Hintergrund leise den Auftritt der Headliner hörte. Unterbrochen wurden wir dabei nur von den restlichen Musikern, die ihre Instrumente abbauten, ihre Handys suchten oder nach Essenswünschen fragten. Inzwischen kannte man sich ja schon etwas, nachdem man sich schon beim ersten Auftritt und am folgenden Tag auch im Sage getroffen und schon unterhalten hatte.

 

Sänger Sascha Mirkovic schwärmt gleich zu Anfang schon von Within Temptation, ihrer Bühnenshow und den Verhältnissen zwischen den beiden Bands:
Wir kommen supergut mit ihnen klar! Ich meine, sie waren zwar nicht bei der WM aber, wir verstehen uns aber trotzdem wunderbar. Die sind total nett und geben uns super viele Tipps. Es ist nicht selbstverständlich, dass eine so große Band auf einen eingeht, da haben wir schon ganz anderes erlebt.
Und auch sein persönliches Highlight ist ganz klar der Auftritt im völlig überfüllten Bochumer Matrix-Club gewesen:
Der Anfang war echt geil. Super Luft zum Atmen! (lacht) Da waren mindestens 900 Leute, auch wenn offiziell nur 700 hineinpassen, die standen bis zur Treppe rauf!

Der Kern der Band Black Milk besteht eigentlich schon seit über zehn Jahren mit Schlagzeuger und Songwriter Michael Vossmann, Gitarrist Florian Kuhlmann (auch Q-Lee genannt) und Keyboarder Christian Mühlhaus (der auf der Bühne schon mal eine ganze Zigarette am Stück durchraucht, wenn er gerade keine Zeit zum Abaschen hat!). Später stieß noch Bassist Stephan Mock dazu und nach langer Suche fand man mit Sascha Mirkovic (Ex-Candy Factory) vor zwei Jahren auch endlich den passenden Sänger:
Ich kannte die Jungs schon vorher, es war eine gesunde Konkurrenz zwischen meiner und der Band. Wir kannten uns, aber wir haben uns nicht unbedingt geliebt.
Ich habe irgendwann mal ein schrottiges Demo von einen von denen zugeschickt bekommen, weil sie wussten, dass ich aus meiner alten Band ausgestiegen bin. Ich war im Urlaub in Kroatien, lag am Strand und hörte diese Demo und dachte mir: „Ach du scheiße, was ist das denn?“ Aber inzwischen hat sich das ja alles entwickelt.

Der Name Black Milk soll dabei die Gegensätze darstellen, was sich auch in der Musik niederschlägt. Die Musik ist sehr melancholisch, und Melancholie ist sowohl was schönes, aber auch was sehr trauriges. , erklärt Sascha den Bandnamen und auch das gelungene Cover bedarf einer weiteren Erklärung:
Auch das Cover zeigt einen Widerspruch. Auf den ersten Blick zeigt es einen Delphin, doch mit einer Haifischflosse. Der Hai ist der größte Feind vom Delphin und umgekehrt. Am Anfang fanden wir das alle ziemlich kitschig. Wir dachten „Hey, ein Delphin, was soll denn der Scheiß? Wie seit ihr denn drauf“, aber inzwischen finde ich das Cover richtig geil!

Die Aufnahmen für das von Fabio Trentini produzierte Album „Ultrawide“ gingen überraschend schnell vorbei:
Wir waren nur vier Wochen im Studio. Ich habe in zehn Tagen die gesamte Platte eingesungen, und es ist für einen Sänger ziemlich hart, wenn man jeden Tag mindestens einen Song einsingt. Das ist eine verdammt kurze Zeit.
Trotz der kurzen Einspielzeit und anstrengenden Phase sind die Musiker glücklich mit ihrem musikalischen Baby:
Wir sind mit jedem Song fine, und wollten genau diese Songs auf der Platte haben und sich auch fast mit allen hochzufrieden. Mehr kann man auch in vier Wochen nicht erwarten. Es ist perfekt!
Eine große Hilfe bei der Produktion ist dabei Fabio Trentini gewesen, der auch schon Bands, wie den Guano Apes, auf die Sprünge geholfen hat:
Fabio ist unser Produzent gewesen, er ist irgendwann auf uns aufmerksam geworden, als er ein Demo von „Small Believer“ hörte. Fabio ist für mich schon ein Ziehpapa geworden. Und er ist auch Selbst Musiker, was wichtig ist. Es gibt viele Produzenten, die einfach ihr Ding durchziehen und einer Band ihren Stempel aufdrücken wollen, anstatt andersrum, auf die Band einzugehen.

Gegen Ende unseres Gesprächs spreche ich Sascha noch mal auf die ständigen Vergleiche mit Bands wie Placebo, HIM und Muse an:
Die Leute brauchen einfach einen Vergleich. Selbst ich vergleiche Bands die ich nicht kenne mit irgendwas um sie irgendwie festzumachen. Früher habe ich ziemlich angepisst auf so was reagiert und habe gesagt, „Hey ne, das sind wir, wir sind eigen“. Heute fühle ich geehrt, wenn jemand sagt, dass ich singe wie Mathew Bellamy von Muse. Hallo, das ist ein Wahnsinnssänger – das ist eine Ehre für mich! Aber ich denke nicht, dass ich so klinge. Ich hoffe zumindest, dass ich doch was eigenes besitze.
HIM kommt auch oft, kann ich aber überhaupt nicht verstehen Geile Band, aber was habe ich mit Ville Vallo am Hut? Und Placebo, auch eine sehr geile Band, welch eine Ehre.

Und zum Abschluss sagt er nur noch:
Die Leute sollen ruhig ihre Meinung bilden, wenn sie uns hören, und Hauptsache sie finden es gut und sie gehen mit einem glücklichen Gefühl vom Konzert.


 

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Beelzebübchen
© 07/2003 whiskey-soda.de
 


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