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'Oftmals ist diese Welt ein ziemlich dunkler, verhängnisvoller Ort', gibt Matt 'Earthkeptwarm' Parker sich rätselhaft, als wir von ihm wissen wollen, weshalb sich der Mensch so oft so sehr zum Düsteren hingezogen fühlt. Was sind denn das für welche? Eigentlich sehen die doch ganz nett aus... oder?
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Wer noch nie zuvor von Nedry gehört hat und auch in der Welt der Filme nicht groß bewandert ist, mag sich beim ersten Anblick des Bandnamens womöglich kurz verlesen haben. Doch das 'r' steht tatsächlich hinter dem 'd', und der Name Nedry ist der eines rein oberflächlich betrachtet eher weniger reizvollen, dicklichen und nachlässigen Charakters aus Jurassic Park - Dennis Nedry. Es mag wunderlich wirken, ein Musikprojekt nach exakt dieser fiktiven Figur zu benennen. Für Matt, Chris und Ayu als Dreigespann allerdings hat der Film mit dem beleibten Computer-Experten, dem ihrer Meinung nach zu wenig Wertschätzung entgegengebracht wird, eine besondere, ideelle Bedeutung: 'Jurassic Park ist ein fantastisches Buch und ein toller Film und stellt den Inbegriff der Kino-Erlebnisse dar, die wir hatten, während wir aufwuchsen.', betont der Musiker. 'Es war unsere gemeinsame, unsere geteilte Liebe und wir wollten einem der fragwürdigsten Charaktere Respekt zollen. Dennis Nedry ist ein Computergenie, das im Verhältnis zu seiner Expertise weit unter Wert bezahlt wird und schließlich gezwungen ist, die Geheimnisse des Parks an die Konkurrenz zu verkaufen - nicht aus Gier, sondern aus Frustration über die unzulängliche finanzielle Würdigung seiner Arbeit.' Auch, wenn Matt es nicht erwähnt: Mit Sicherheit hat bei der Auswahl auch die Technologie-Verbundenheit, die Nedry mit ihrem Namensgeber teilen, eine Rolle gespielt, denn Matt und Chris bestreiten ihre Kompositionen so gut wie ausschließlich vor dem Bildschirm. Die elektronische Musik war es auch, die die Band Schritt für Schritt zusammengebracht hat - zunächst über das Internet. 'Ich habe Chris auf einem Gig in London getroffen - wir standen schon dank eines gemeinsamen Freundes auf MySpace in Kontakt. Auf MySpace habe ich auch Ayus Profil entdeckt, den Kontakt zu ihr aufgenommen und wir haben uns über gemeinsame musikalische Arbeit unterhalten; nicht viel später haben wir drei uns dann getroffen.' Gleichwohl dauerte es eine ganze Weile, bis zwischenmenschlich das Eis gebrochen war und die Musiker als solche zusammengeschweißt waren. 'Es hat sich im Laufe einiger Monate entwickelt, womöglich sogar über mehr als ein Jahr. Wir konnten uns nur sehr langsam aneinander gewöhnen, bis wir dann plötzlich eine Menge Shows zusammen bestritten und ein Album draußen hatten.'
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Gemeint ist das Debüt 'Condors', welches 2010 erschien. Das ist gar nicht mal so lange her, dennoch aber konnte Matt im Vergleich zum nun abgeschlossenen Neuling 'In A Dim Light' einen deutlichen Fortschritt in essentiellen Arbeitsbereichen der Band feststellen. 'Ich denke, wir klingen reifer. Wir hatten etwas gefunden, was wir erforschen wollten, etwas, das zwar auch 'Condors' innewohnte, wir aber nun erweitert haben. Wir wollten uns ein stückweit mehr aufs Songwriting konzentrieren, mehr Zeit der Melodie, der lyrischen Kraft des einzelnen Stückes und der Entwicklung widmen.' Als dementsprechend fordernder und hartnäckiger stellte sich unter diesen Umständen 'In A Dim Light' in seinem Werden heraus. ''In A Dim Light' zu produzieren, hat uns zeitweise auf eine harte Probe gestellt. Ich denke wir sind alle recht anfällig für das Beklemmende, und diese Atmosphäre kann zwischen uns ziemlich aufwallen. Wir verbrachten Stunden damit, an der Musik zu arbeiten, saßen oft vor einem Computer, darauf wartend, dass irgendetwas von dem, was sich aus den Symbolen und Linien auf dem Bildschirm ergab, sich überzeugend anhörte.'
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