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Das Jubez hat sich im Kalrsruher Umkreis längst einen Namen gemacht - schließlich sind hier Konzerte alternativer Natur eher rar gesät. Umso überraschender, dass nur wenige Interessierte dem Ruf folgten, so dass sich vermutlich kaum 30 Zuschauer einfanden. Vielleicht hatte ja so mancher eine düstere Vorahnung, denn der Abend sollte sich als ausgesprochen durchwachsen herausstellen.
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Eröffnet wurde von Sankt Otten. Trotz technischer Schwierigkeiten, die dazu führten, dass das gesamte Spieldauer gekürzt werden musste, wusste das Duo in den roten Hemden sehr zu überzeugen und wirkte dabei ausgesprochen sympathisch ("Wäre ich talentiert, würde ich jetzt Witze erzählen"). Die hypnotischen Stücke mit den beatartigen E-Drums funktionieren live nicht minder gut wie von CD. Abgeschlossen wurde der Set mit einem Cover, das vermutlich niemand erwartet hätte: Eine Synth-Version des Kult-Songs 'Reign in Blood' der Metal-Legende Slayer beendete den ersten und zugleich besten Auftritt des Abends.
Leider muss man immer wieder feststellen, dass nicht jede Band Live-Qualitäten beweisen kann - Bersarin Quartett enttäuschten mit einem völlig unpassenden Sound, der die Magie der Alben in keinster Weise einfangen konnte. Laut, fast schon dronig, blieb auf der Bühne nichts übrig von den zerbrechlichen Soundkulissen, die Lieder wie 'Mehr als alles andere' oder 'Im Lichte des Anderen' so einzigartig machen. Vielleicht könnte die Musik des Trios im richtigen Soundgewand bei einem bestuhlten Konzert auch live fesseln, an diesem Abend gelang es auf jeden Fall nicht.
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Den Abschluss machten von Beware Of Safety aus Los Angeles. Zwar konnten sie sich mit ihrem metallastigen Postrock immerhin noch besser schlagen als ihre Vorgänger, waren aber dennoch weit davon entfernt, allzu sehenswert zu sein: 08/15-Postrock vom Fließband mit merkwürdig spannungsarmen Songstrukturen rechtfertigte die Headliner-Position sicherlich nicht. Die Amerikaner mögen taugliche Musiker sein, nur leider mangelt es ihnen an jeglicher Eigenständigkeit - kein Stück aus dem Set besaß ausreichend Wiedererkennungswert, um längere Zeit im Ohr zu bleiben.
Von einem totalen Reinfall zu sprechen wäre nicht fair, lange im Gedächtnis wird dieser völlig unspektakuläre Donnerstag Abend allerdings auch nicht bleiben. Dennoch würde ich im Jubez gerne mehr aus dem Hause Denovali sehen - dann aber bitte mit würdigem Headliner!
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