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Während die ersten Zeilen von 'Wake The Dogs' noch im Gehörgang nachhallen, weil sie über Internet-, Radio-, und Fernsehkanäle in den abstrusesten Varianten unters Volk geworfen wurden, verfängt man sich aber in der Frage wonach das jetzt eigentlich klingt. Nicht so wavig wie 'Calling', ja, eigentlich erinnert das an Iggy Pop oder The Clash, also back to the roots. Ob die Donots jetzt mit dem neunten Album in der Heldenkiste gekramt haben und sich von den herniederregnenden Referenzen eher geehrt oder genervt fühlen wollten wir von Ingo Donot wissen: 'In jede Schublade gehört ein Kompliment, von daher sagen wir artig Dankeschön und verstauen mal fleißig! Aber im Ernst: Diese Referenzen werden in der Tat derzeit öfter genannt und für uns könnte es eigentlich kaum eine größere Ehre geben. Ich bin seit Ewigkeiten riesiger The Clash Fan und freue mich sehr darüber, dass wir uns zu unserem 18ten Bandgeburtstag mehr denn je auf unsere Alltime-Einflüsse und Lieblingsalben berufen. Bei unserer allerersten Show Mitte der 90er haben wir The Clash gecovert und ich stelle immer öfter fest, dass viele meiner Lieblingssongs eben aus UK kommen. Unser Album 'Wake The Dogs' klingt durchaus gewusst abgespeckter und eher britisch und verbeugt sich ganz tief vor vielen tollen UK-Lieblingskünstlern - Bands wie New Order, The Cure oder The Streets gehören auch dazu!' Nun weiß man also, an welchem Eck der musikalischen Geschichte man graben muss, um an die Lieblinge der Donots zu gelangen. Doch bei einer mittlerweile fast 20jährigen eigenen Bandgeschichte muss man sich nicht zu sehr auf die eigenen Vorbilder stützen, sondern kann sich auch schon mal auf das eigene Bauchgefühl verlassen. 'Wir haben natürlich in knapp 20 Jahren viele Erfahrungen gesammelt, durchaus auch unsere Fehler gemacht, aber eben viel gelernt. Es fühlt sich für uns einerseits so an, als wären wir schon ewig unterwegs, andererseits ist seit Gründung unseres eigenen Labels Solitary Man Records vieles völlig neu und frisch - nicht zuletzt die neue Herangehensweise an unser Songwriting, welches jeden einzelnen Song beleuchtet und nicht so sehr einen kompletten Albumüberbau. Wir lassen mehr denn je den Moment regieren und experimentieren spätestens seit dem Album 'Coma Chameleon' viel mehr mit unserem Sound. Unter einem 'Erwartungsdruck' oder ähnlichem stehen wir aber glaube ich nicht, weil wir uns einfach die Freiheit herausnehmen, in allererster Linie das zu machen, worauf wir Bock haben. Lustig ist aber in der Tat, dass es sich wirklich anfühlt wie das dritte Album. Schwergefallen sind uns die Aufnahmen aber nicht. Im Gegenteil: Das lief so geschmeidig wie kaum eine Platte zuvor!' So sehr die Donots auch über die Jahre hinweg Fans und Freunde gesammelt und beständig ausgebaut haben, trotzdem gibt es immer noch die, die sobald das böse, böse Wort 'Majordeal' auftaucht Gift und Galle spucken und die Band verfluchen. Eine Entwicklung, die im Hause Donots genau wie Vokuhila und Neonfarben nicht das erste Mal wiederkehrt. Haben sie nämlich alles schonmal durch. 'Ich glaube nicht, dass wir uns da rechtfertigen müssen, weil das alles sehr nachvollziehbar und leicht zu argumentieren ist. Die Entscheidung, mit Solitary Man Records 'Coma Chameleon' und 'The Long Way Home' komplett in Eigenregie rauszubringen, war goldrichtig, aber gegen Ende der letzten Veröffentlichung einfach kaum noch zu handeln vom Arbeitsaufwand. Wir haben buchstäblich mit den aufklappten Laptops bei der Probe gesessen und zwischen den Songs E-Mails beantwortet. Für 'Wake The Dogs' war dementsprechend der absolute Masterplan und die Priorität Nummer Eins: Die tägliche Arbeit zumindest zu einem Teil abzugeben und wieder mehr Fokus auf das Bandsein an sich zu legen. Wir haben uns auch echt viel Zeit gelassen, sämtliche Angebote genau zu sondieren und auch lange Zeit überlegt: Brauchen wir überhaupt ein Label zusätzlich zu dem unseren? Den Zuschlag haben letzten Endes Universal bekommen, weil wir die Leute von der Rockabteilung schon ewig kennen und wir wissen, dass die gute Arbeit machen. Die Hauptentscheidungen treffen natürlich weiterhin wir - das rät uns nicht zuletzt der Control Freak in uns! Wir sind also eher mit Solitary Man Records angedockt bei Universal - und bis dato ist die Zusammenarbeit beider Labels großartig! Rechtfertigen muss man sich glaube ich nur für schlechte Entscheidungen...'
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