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Seit dem letzten Werk "Eye For An Exye" gingen fast auf den Tag genau vier Jahre ins Land. Es folgten viele Konzerte, Festivalauftritte sowie Aktivitäten mit den weiteren Bands von Frontmann Alex Kraft wie den Dirty Deeds oder der Onkel Tom Angelripper-Band und dem formidablen Album "Nunc Est Bibendum".
Vielen Bands hätte eine solch lange Zwischenzeit zahlreiche Fans gekostet, doch die Dezperadoz gönnen sich öfter mal längere Abstände zwischen zwei Alben. "The Dawn Of Dying" erschien im Jahr 2000, danach dauerte es geschlagene sechs Jahre, bis sich die rundum erneuerte Band mit "The Legend And The Truth" zurückmeldete. Da waren die zwei Jahre Abstand zum dritten Album "Eye For An Eye" Peanuts.
Mit alten, neuen Label im Rücken und recht wenig medialer Unterstützung im direkten Umfeld zum Veranstaltungsort war es schon erstaunlich, dass zur Record Release Party viele Fans und Anhänger der Band, stilecht ausstaffiert mit Cowboyhüten, Tüchern und alten Bandshirts erschienen, um sich die neuen Songs vom neuen Album "Dead Man's Hand" zu Gemüte führen, die von der Band wie gewohnt atmosphärisch und intensiv dargeboten wurden.
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Im Vorfeld gab es auf einigen Fernsehern die Weltpremiere vom Clip "Bullet With My Name" zu bestaunen, einer recht ruhigen, sehr authentischen Nummer, die im real-dreckigen Wildwest-Stil abedreht wurde. Natürlich legten die Dezperadoz mit dem Ohrwurm-Intro "Deadwood" der neuen Platte los, deren gepfiffene Melodie jeden klassischen Spaghetti-Western geziert hätte. "Under The Gun" leitete dann einen stimmungsvollen zweistündigen Auftritt mit 20 Songs ein, die Thrash-Granate verfehlte nicht ihre Wirkung und rüttelte das Publikum ordentlich wach. Der zweite Gitarrist Nils Stürzer sorgt für ein Plus an mehr Gitarren-Power auf der Bühne, vielleicht auch ein Fakt, dass die Songs an diesem Abend roher und härter klangen als auf den Alben. Stand der Band aber gut zu Gesicht.
Es waren auch die kleinen Details, die auf der Bühne für Atmosphäre sorgten. Keine große Show, sondern purer Western-Rock'N'Roll in passendem Outfit mit druckvollem Sound. Hier ein paar Hüte, da die obligatorischen Halstücher, ein Galgenstrick an der Decke und die immer wieder gern gesehene zerschlagene Flasche auf dem Kopf sorgten für die passende Optik zum Sound.
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Neben den neuen Stücken kamen natürlich auch die Klassiker und Hits der alten Alben zu ihrem Recht, die wie die neuen Songs mit verdienten Personen aus dem Umfeld der Band auf der Bühne vorgetragen wurden. Speziell die Songs mit weiterer Gitarrenverstärkung waren naturgemäß somit ein Brett. Höhepunkt war hierbei natürlich die Gesangsverstärkung von Sodom-Chef Tom Angelripper, der Brocken wie "Here Comes the Pain" noch einmal gefährlicher und prärie-verdreckter wirken ließ.
Alte Perlen wie "Deadman Walkin'", "OK Corell" oder die Debütsongs wurden abgefeiert, die neuen Stücke wie "Bullet With My Name", "Saloon No. 10" oder "Badlands" wohlwollend aufgenommen und die Gute-Laune-Hymnen wie "Rawhide" oder "Riders On The Storm" entsprechend euphorisch begrüßt.
Die reduzierten, original Südstaatenflair versprühenden neuen Stücke wie "My Ol' Rebel Heart" oder "Just Like Cowboyzz Do" versprühten fast schon Country- und Squarredance-artige Stimmung, die regelrecht in die Beine gingen und einen spannenden Kontrast zu den knackigen Songs der Band bildeten.
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Mit dem neuen Album melden sich diue Dezperadoz eindrucksvoll und abwechlusngsreicher denn je zurück und offenbaren auf und neben der Bühne wahrlich einen "Just Like Cowboyzz Do"-Lifestyle. Denn stilechter als mit einem Ford Mustang-Cabrio kann man einfach nicht bei der eigenen Record Release Party vorfahren... Wurde früher ein Pferd vor dem Saloon angebunden, sind es heute schon ein paar mehr unter einer stählernen Haube!
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