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Dass es Pardon Ms. Arden leichtfällt, das Auditorium für sich zu gewinnen, ist nichts Neues: Regelmäßig erspielen sie sich auf Festivals oder als Support neue Fans, die sich im Anschluss an den Gig um den Merchandise scharen. Kein Wunder, ist die Band auf der Bühne ebenso unterhaltsam wie energiegeladen. Ihre rhythmischen Britrock-Nummern verbreiten nicht nur eine positive Stimmung, sondern gehen direkt in die Beine. Wer könnte bei einem Power-Song wie 'Abbey' auch stillstehen? Nachdem sich die anfängliche Schüchternheit im Club gelegt hat, geht zumidest durch die vorderen Reihen ein Ruck und die Ersten fangen an zu tanzen. Im Laufe des rund 30-minütigen Auftritts soll sich der Bewegungsdrang bis ans Ende des gut gefüllten Saals laolawellenartig ausbreiten - selbst diejenigen, die zu Anfang gewohnt skeptisch gen Scheinwerferlicht äugten, werden zu 'Disco Queen', 'Cardiff' und 'I Can't See The Point' angemessen respektvoll wippen. Beendet wird das furiose Gastspiel mit der schneidigsten Coverversion, die man einem Dancefloor-Trash-Song entlocken kann: Haddaways 'What Is Love' gehört inzwischen zum festen Live-Repertoire der Band und darf auf keinem Gig fehlen.
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Die Meute hätte gerne noch zwei, drei weitere Songs der Münchener gehört, doch die Höflichkeit und der Zeitplan geboten, die Bühne für Max Rafferty zu räumen. Der hatte es leidlich schwer, mit seinen eingängigen, aber eher melancholischen Songs eine Brücke in Richtung Fans zu bauen. Rafferty trug seine Lieder durchaus mit Leidenschaft vor, aber irgendwie fehlte seinem Auftritt der Drive. War es die ungewohnte Position des Frontmanns, in die er eventuell noch nicht ganz reingewachsen ist oder harmonierte er einfach noch nicht optimal mit seiner Begleitband? - Das zu beantworten ist nicht unbedingt einfach. Klar ist hingegen, dass es in jedem Fall ein Fehler war, mitten im Gig mit den Worten 'Wir sind gleich wieder da!' von der Bühne zu verschwinden. Diese abrupte Unterbrechung nutzten die Leute, um rauchen zu gehen, und die sich zaghaft aufbauende Stimmung war dahin. Schade, denn 'Song 4' oder 'Just One Life Away' sind auf Platte starke Rocknummern, die für ordentlich Radau sorgen können. Auf der Bühne kamen sie jedoch eher fußlahm rüber. Da wäre durchaus mehr drin gewesen.
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