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Denn tatsächlich sind King Cannons einfach auch eine Band, die einen runden Sound erschafft - auf Platte und besonders live. Das ist nicht zuletzt der sehr überzeugenden Rhythmus-Sektion zu verdanken. Neben dem obligatorischen Schlagzeug ist Lanae für ein umfangreiches und grooviges Percussion-Set zuständig. Und auch Keyboarder Mikey liefert live einige Percussion-Einlagen. Auf ihr charakteristisches Line-up angesprochen, reagiert er leidenschaftlich: 'Das Ergebnis sind viele Rhythmus-Lagen. Rhythmus ist die treibende Kraft. Er lässt das Herz schlagen und bringt die Beine in Bewegung. Es ist so wichtig für unsere Band, entweder einen Raum zu Kochen zu bringen oder das auf ein Album zu übertragen. Es ist wichtig, dass du deinen Fuß zum Stampfen und dich selbst in Bewegung bringst. Das macht der Rhythmus. Also: Mehr Rhythmus, mehr Rhythmus, mehr Rhythmus!'
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Dem haben sich alle sechs Bandmitglieder verschrieben. Nicht alle haben ihre Instrumente durch professionellen Unterricht gelernt. Mikey etwa hatte Klavierunterricht, was er aber nicht nur als Vorteil sieht: 'Was das Songwriting oder die Kreativität angeht, gehe ich sehr versiert, fachmännisch und strukturiert an die Sache heran. Das engt mich aber gleichzeitig auch ein. Luke zum Beispiel hat sich das Gitarrespielen selbst beigebracht, als er zehn war. Und wenn du selbst deinen Zugang zu einer Sache finden musst, sind dir keine Grenzen gesetzt. Du kannst machen, was du willst. Das sind zwei Seiten einer Medaille und in unserer Band funktionieren sie gut zusammen. Ob einer professionellen Unterricht hatte oder nicht, hat keinen Einfluss darauf, welche Talente wir in der Band haben. Oder welchen Drive und welche Hingabe.'
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Diese Hingabe ist vor allem die für groovenden Rock'n'Roll mit viel Seele. Dessen Wurzeln finden sich in längst vergangenen Jahrzehnten. 'Ja,' stimmt Mikey zu und liefert ein schönes Schlusswort, 'das ist Radio-Musik von früher. Wir hören einfach viele solcher alten Tunes, daher kommt das auch dabei heraus, wenn wir spielen. Da wir diese Musik wirklich lieben, ist es unvermeidbar, dass sie durchscheint in allem, was wir tun. Das hat Elemente von Soul und eine Menge Retroeinflüsse. Aber es hat auch einen zeitgemäßen Einschlag. Ich finde es wichtig, Tribut zu zollen an die, die vor uns da waren, aber auch einen neuen Sound zu schaffen. Man recycelt ja immer auch Dinge, die man gehört, gesehen oder erlebt hat, und nimmt sich daran ein Beipiel. Das ist die menschliche Natur. Also ein Wenig vom Alten, ein wenig vom Neuen - King Cannons!'
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