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Sweden Rock Festival 2012 - Everybody Have A Good Time (Tag 3)

Das war ja zu befürchten! Der Regen, der am zweiten Festivaltag weitestgehend ausgeblieben ist, bricht am dritten Tag richtig durch. Dazu weht ein kühler Wind über Sölvesborg. Ist das wirklich der schwedische Sommer? Michael Schenker, die Tygers Of Pan Tang, The Darkness und vor allem Axe locken uns trotzdem auf das Festivalgelände. Und für den späten Abend haben sich die Spaßgaranten von Twisted Sister angekündigt.

Der Tag beginnt mit einem Flop. Wegen des heftigen Regens verpassen wir Adrenaline Mob, die neue Supergroup um Mike Portnoy (Ex-Dream Theater), Russell Allen (Symphony X) und John Moyer (Disturbed). Auch Axel Rudi Pell fällt quasi ins Wasser, zumindest fast. Der Bochumer Gitarrist und sein kongenialer US-Frontmann Johnny Gioeli spielen das beliebte Standardprogramm und Gioeli findet, dass genau das Rock'n'Roll ist: Leute, die trotz des Regens vor der Bühne stehen. So kann man es auch sehen.

Mit Michael Schenker und seinem 'Temple Of Rock' steht schon der nächste deutsche Vertreter bereit. Nach seinem gefeierten und genialen Auftritt von 2010 ist Schenker dieses Mal mit einer fast komplett neuen Besetzung unterwegs. Neben Dauer-Keyboarder und Rhythmus-Gitarrist Wayne Findlay sind die beiden ehemaligen Scorpions-Mitglieder Francis Buchholz und Hermann Rarebell sowie der schottische Sänger Doogie White dabei, der immer da ist, wenn ihn eine gute Band braucht. Das Quintett liefert ein Musterbeispiel an Spielfreude in einem fabelhaften Set aus UFO, MSG und natürlich den Scorpions.

Amüsanterweise stammen die meisten der hier gespielten Scorpions-Songs aus der Zeit, als Michael Schenker längst kein Mitglied der Band mehr war. Aber Rarebell und der sympathische, ansteckend grinsende Buchholz sind doch Grund genug. Die Herren haben ganz offensichtlich großen Spaß, der sich auch auf das Publikum überträgt. Wie Doogie White sich die Songs von Gary Barden, Klaus Meine und Phil Mogg zueigen macht, ist aller Ehren wert. Er glänzt von 'Cry For The Nations' über 'Lights Out' bis 'Blackout'. Und so errichten Michael Schenker und Co. wirklich einen 'Temple Of Rock' in Sölvesborg.

Um 15:25 Uhr ein Schock! Axe, die Melodic-Hardrock-Legende aus Florida spielt schon - 20 Minuten zu früh! Glücklicherweise ist es falscher Alarm. Genau wie am Vortag Saint Vitus absolvieren sie nur den Soundcheck. 50 Leute vor der Bühne feiern 'Burn The City Down' geradezu frenetisch. Der Song wird natürlich im echten Konzert noch mal gespielt und genauso gefeiert. Zwischen den Songs gibt es immer wieder 'Bobby, Bobby'-Rufe für Gitarrist, Sänger und Bandleader Bobby Barth, der sich in den letzten Jahren nur um Blackfoot gekümmert hatte und sich nun endlich wieder seiner Heimat-Band Axe widmet.

 

An Bobbys Seite steht Sänger Bob Harris, den viele für den Originalsänger halten. Er singt phänomenal und sieht dabei schon etwas älter aus, ein bisschen wie Schauspieler Jack Lemmon. Doch der ehemalige Frank Zappa-Sänger ist nur auf den 97er-Neuaufnahmen des 81er-Albums 'Offering' zu hören. Harris ist ein Segen für die Band, die trotz runderneuerter Besetzung genau so großartig klingt wie auf den alten (und neueren) Alben.

Mit Jennifer graben Axe sogar einen Klassiker aus, den die Band seit 25 Jahren nicht live gespielt hat. Der Kultsong war eine Liebeserklärung an den 70er-Jahre-Erotikstar Jennifer Welles. 'She never called me', erzählt Bobby. 'Now she's too old and I don't want her.' Der Song ist hingegen gut gealtert, genauso wie der einzige kommerzielle Axe-Hit 'Rock'n'Roll Party In The Streets'. Allein für dieses fantastische (und seltene) Axe-Konzert hat sich die Reise nach Schweden gelohnt.

Schade, dass wir nach Axe komplett durchnässt sind. Der Trockenprozess muss auf Kosten von Blue Öyster Cult stattfinden, die wir nur um zwei Ecken im großen Zelt mitbekommen. Wir hören 'Cities On Flame With Rock'n'Roll' und das mächtige 'Godzilla'. Was wir von Eric Bloom und Co. hören, klingt mal wieder genial. Schade, dass das Wetter nicht mitspielt.

Bei den Tygers Of Pan Tang will der Himmel immer noch nicht aufklaren. Die Sonne lacht also nicht, dafür aber Gitarrist Robb Weir. Mit der interessanten Frisur und der orangefarbenen Sonnenbrille sieht er aus wie ein Schlager-DJ. Das einzig verbleibende Gründungsmitglied der Tygers Of Pan Tang war selbst 1982 aus der Band ausgestiegen, die sich 1987 auflöste. 1999 formierte er die Tygers Of Pan Tang quasi neu. Mit dem Italiener Jacopo Meille hat er allerdings schon den vierten (!) Leadsänger seit der Neugründung. Meille kennt sich noch nicht ganz so aus. 'Here's the first single from ... 1979?', fragt er Robb. 'Oh, 1980.' Es ist 'Don't Touch Me There'.

Umso erstaunlicher, dass die Formation, die da auf der Bühne steht, den NWOBHM-Sound von damals absolut authentisch aufleben lässt - mit Knallern wie 'Suzie Smiled', 'Love Don't Stay' und 'Hellbound'. Dazu gibt es ein paar neue Songs vom kommenden Album 'Ambush'. Jacopo fragt nach: 'You're Gonna Buy The Album?' Na klar! Mit den Tygers steht wieder eine Band auf der Bühne, der man den Spaß wirklich anmerkt. Das ist Hardrock-Feinkost - klasse!

 

An Ugly Kid Joe zeigt sich mal wieder, wie schnell die Zeit vergeht. Auf einmal erkennt man, was die 90er waren. Metalshirts mit kurzen Hosen und Basecaps, das gibt es immer noch. Der charismatische Frontmann Whitfield Crane hopst über die Bühne und macht komische Gesten zum Opener 'V.I.P.'. Rap-Metal nannte man sowas mal oder Crossover. Seit zwei Jahren sind Ugly Kid Joe nach 13jähriger Abwesenheit nun wieder im Geschäft. Die neue EP mit dem augenzwinkernden Titel 'Stairway To Hell' ist gerade erschienen.

Am Schlagzeug sitzt überraschend nicht Shannon Larkin, sondern eine uns unbekannte Drummerin, die sich mächtig ins Zeug legt. Whitfield - im Motörhead-Shirt - erzählt, dass er sich auf Lemmy freut. 'We love Motörhead!' Und Black Sabbath offenbar auch, das Cover 'Sweet Leaf' sitzt! Das Harry-Chapin-Cover 'Cats In The Cradle' zählt natürlich zu den Hits in der kurzen Ugly Kid Joe-Karriere. Der größte ist 'Everything About You', nach dem scheinbar alle zufrieden sind. Da stört es auch niemanden, dass die Band dreiste 20 Minuten zu wenig spielt.

Parallel ist noch viel mehr los bei Gotthard, die ihre Zeit voll ausnutzen. Es ist die schwedische Feuertaufe für ihren neuen Sänger Nic Maeder, der nach dem tragischen Tod von Steve Lee das Mikrophon übernommen hat. 'Firebirth' heißt ja auch die aktuelle Scheibe. Was der hässliche Lederhut soll, weiß keiner so genau, aber der Auftritt überzeugt, der Sound ist fett. Maeder hat eine Topstimme. Nach dem monströsen 'Anytime, Anywhere' kehren Gotthard für Zugaben zurück. Nach dem eher blöden 'Mighty Quinn' bedankt sich der sichtlich bewegte Leo Leonie überschwänglich beim Publikum. Gotthard sind zurück.

Hier geht's weiter.

Noch mehr Fotos vom dritten Tag:



(Fotos: Philip Dethlefs)

Sweden Rock Festival 2012 - Everybody Have A Good Time (Tag 3) Seiten 1 2

 

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© 06/2012 whiskey-soda.de
 


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