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"Under Flaming Winter Skies" wurde in Tampere aufgenommen und beinhaltet 20 Stratovarius-Klassiker älteren Kalibers und jüngerer Sorte, ein Potpourri, das die Fans froh stimmt und so stehen auch die Anhänger in Tampere steil. "In Finnland gibt es nur ein paar Möglichkeiten, einen Club-Gig aufzunehmen", erzählt Lauri. "Dazu gehört Helsinki, Tampere und Oulu. Dismal haben wir uns entschieden in Tampere aufzunehmen, da es logistisch für uns die beste Location war. Und das Publikum ist dort meist ein bisschen besser drauf", fügt der Bassist, der seit 2005 in der Band ist, augenzwinkernd hinzu.
So fällt Lauri auch ein positives Fazit, was die Stimmung beim Auftritt angeht. "Es war wirklich sehr gut. Zum Anfang dachte ich, dass das Publikum uns erst einmal antestet, aber dann wurde es sehr schnell eine tolle Power Metal-Party. Die Band hat sehr gut gespielt und wir haben alles gegeben, was wir können!" resümiert der Basser diesen gelungenen Gig, der neben der normalen Live-CD auch als gelungene DVD veröffentlicht wurde.
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Trotz all der Euphorie herrschte dennoch auf dieser Tour etwas Melancholie, den der langjährige Drummer Jörg Michael entschied, sein seit 1995 währendes Engagement bei der Band zu beenden, weswegen das Album auch den Zusatz "The Jörg Michael Farewell Tour" im Titel trägt. "Es ist immer schwer, einen langjährigen Freund zu verlieren, deswegen war es schon ein wenig traurig für uns, aber wir haben versucht eine positive Attitüde an den Tag zu legen und haben diese letzten Shows für uns persönlich auch zu etwas besonderem für uns gemacht. Diese postive Energie dem Publikum zu liefern ist keine so einfache Sache. Wenn Du einige Zweifel hast, merkt das Publikum sowas, aber wir hatten keinerlei davon und so konnten wir den Fans eine gute Show mit jeder Menge positiver Energie geben", fasst Lauri den Abschiedsaspekt zusammen.
Der Grund, warum der deutsche Drummer nach seiner überstandenen Krebserkrankung sich zu dem Schritt, Stratovarius zu verlassen, entschieden hat, beschreibt Lauri so: "Jörg wollte einfach zu Hause bleiben und nicht mehr so viel touren nach seiner Krebserkrankung. Das ist sehr hart, wenn Du drei kleine Kinder zuhause hast und Du die Hälfte des Jahres weg bist. Außerdem ist Jörg sehr beschäftigt mit seiner Booking-Agentur, darum hat er entschieden, zurückzuschalten und nun etwas im Hintergrund zu stehen". Einen Ersatz haben Stratovarius bereits vor kurzem präsentieren können. "Wir haben einen neuen Drummer gefunden!!! Sein Name ist Rolf Pilve, er ist ein junger und extrem talentierter Kerl aus Finnland", zeigt sich der Bassist begeistert. Auch die Fans haben den Neuzugang gebührend aufgenommen; auf der Bandhomepage konnten die Anhänger dem Neuen hinter der Schießbude bereits Löcher in den Bauch fragen.
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Zwanzig Songs befinden sich auf der Doppel-CD, die "Eagleheart" enthält. Trotzdem hätte wohl nochmal dieselbe Anzahl von Stücken ihren Weg auf die Platte finden können und es hätte immer noch Stimmen gegeben, die so manch wichtigen Song vermisst hätten. "Wir haben gewusst, dass es unmöglich wird, alle Leute zufriedenzustellen, aber wir haben wirklich eine Menge Zeit in die Setlist investiert. Schlussendlich haben Timo und Jörg die Playlist finalisiert und ich denke, sie haben wirklich eine gute Auswahl getroffen. Es gibt hier natürlich auch die Songs, die wir auf jedem Gig spielen müssen, Songs wie "Hunting High and Low", "Black Diamond" etc...", weiß Lauri, der wie Keyboarder Jens Johansson und Gitarrist Matias Kupiainen mit einem Solo auf dem Live-Dokument bedacht wurde. Jörg Michael enthält sich dagegen auf der Setlist mit einem Einzelbeitrag. "Es gibt ein kurzes Drumsolo am Ende von "Black Diamond". Ich denke, Jörg hatte nicht genug Zeit, um ein großes Drumsolo auszuarbeiten, aber ich kann Dir versichern, dass wir darüber gesprochen haben und auch daran gearbeitet haben. Für mich sind diese Solosachen eh ein wenig abgedroschen, aber sie gehören halt zum Spiel dazu...", erklärt der Bassist.
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Mit dem Livedokument ist die Ära des deutschen Schlagwerker bei Stratovarius abgeschlossen, ebenso wie sich die Band nach zwei Studioalben aus dem Schatten des ehemaligen Gitarristen Timo Tolkki befreit hat. "Derzeit arbeiten wir an einem neuen Album bzw. an neuem Material und beginnen im nächsten Monat mit den Aufnahmen. Bis jetzt gibt es keine speziellen Themen oder gar ein Konzept, sondern wir wollen einfach nur gute Songs schreiben. Wir hoffen, das neue Album im nächsten Frühling veröffentlichen zu können", blickt Lauri nach vorn. Dann können wir uns auch von den Qualitäten des Neuen am Schlagzeug überzeugen.
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