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Die Stimmung innerhalb des eher reiferen Publikums wird zuerst von der Supportband Wallace Vanborn, einem Stonerrock-Trio aus Belgien, und ihrer Musik à la Queens Of The Stone Age und Volbeat gehörig angeheizt, bevor Blood Red Shoes ein wenig später die Bühne unter großem Beifall betreten. Ganz im Gegensatz zu ihrem knackigen Indie-Punk-Sound präsentieren sich Laura-Mary Carter und Steven Ansell überraschend schlicht und brav: sie mit Rock und Streifenpulli, er im roten T-Shirt. Die Show, die sie die nächsten anderthalb Stunden bieten, ist allerdings alles anderes als schmucklos, wie es ihr Kleidungsstil suggerieren könnte.
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Dass einzig zwei Personen die Bühne beherrschen und das Publikum zum ausrasten bringen können, haben bereits Bands wie The White Stripes bewiesen. Blood Red Shoes schaffen diese Glanzleistung jedoch noch zu überbieten. Mit Laura-Mary Carter an den speziell für sie hergestellten Gitarren, darunter die siebenseitige Springtime, mit der sie gleichzeitig Bass-Spielerin, Rhythmus- und Melodiegitarristin sein kann, und Steven Ansell an den Drums erzeugt die Band einen unverwechselbaren Sound, bei dem niemand vermuten würde, dass bloß zwei Personen auf der Bühne stehen. Während des Konzerts herrscht angenehmes Pogen in der Mitte und weniger intensives Mitwippen an den Rändern – jedoch überall ausgelassene Stimmung. Dies ist unter anderem auch der guten Akustik der relativ kleinen Location zu verdanken, allerdings auch der von der Band gesuchten Publikumsnähe. Zwischen den Songs vom neuen Album wie der aktuellen Single 'Cold' sowie den Klassikern der vergangenen Werke bemühen sich beide Bandmitglieder, mit ihren Fans zu kommunizieren und betonen immer wieder, wie dankbar sie sind. Diese Begeisterung bleibt von beiden Seiten bis zum Ende dieses großartigen Konzerts bestehen. mit diesem Auftritt haben sich Blood Red Shoes endgültig auf deutschen Bühnen bewiesen, sodass sie im November 2012 sogar die weitaus größere Columbiahalle in Berlin füllen werden.
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