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Dank der kleinen Location ist der Raum von Anfang an gut gefüllt. Und damit meine ich nicht nur den Publikums-Raum, sondern auch die Bühne, die, dank ihrer eher bescheidenen Ausmaße und der Technik von Six Feet Under im hinteren Teil, jedem Musiker einen knappen Quadratmeter Platz lässt. Doch auch ohne groß durch die Gegend zu hüpfen, können die Thrasher von Dew-Scented vom ersten Moment an überzeugen. Ohnehin nimmt die Vorband des Abends ihren Auftrag sehr ernst und heizt das Publikum ordentlich vor. Nach dem dritten Song spürt man schon die kuschelige Enge des Raumes - mit sanft streichelnden Ellenbogen und jeder Menge herrenlosem Bier, das kurz im Gegenlicht der Scheinwerfer glitzert und dann blitzschnell von irgendwelchen Haaren absorbiert wird. Zusätzlich bildet sich rasch ein kleiner Moshpit, der von Lied zu Lied stetig wächst, jedoch bald an die physischen Grenzen des Saals stößt. Gegen 22 Uhr sind dann auch die älteren Herren der hinteren Reihen fleißig am Bier trinken und Kopf nicken, sodass man Leif Jensen und seinen Mannen zu ihrer sauberen Vorarbeit gratulieren kann!
Setlist Dew-Scented:
Hubris (Intro)
Sworn To Turn To Ash
Soul Poison
That's Why I Despise You
Storm Within
The Fall Of Man
Cities Of The Dead
Thrown To The Lions
Acts Of Rage
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Nach einer langen Umbaupause finden gegen 22.30 Uhr dann auch Six Feet Under den Weg auf die Bühne, die den Musikern nun etwas mehr Platz bietet als ihren Vorgängern, jedoch noch immer engen Publikums-Kontakt verspricht. Wer also schnell genug war, sich noch einen Platz in der ersten Reihe zu ergattern, spürt nun, die Monitore in der Brust, die gesamte Meute von hinten schieben und muss den Arm nicht einmal komplett ausstrecken, um Chris Barnes zu berühren. Der allerdings ist voll in seinem Element - tobt von einem Ende seiner drei Quadratmeter zum Anderen, peitscht mit seinen Dreadlocks sowohl Bandkollegen als auch Publikum aus und growlt und squealt in sein Mikrofon wie eine angeschossene Kreuzung aus Bergtroll und Wildschwein. Auch wenn Six Feet Under nicht halb so viel Wert auf Interaktion mit dem Publikum legen wie Dew-Scented, muss man ihnen zugute halten, dass sie trotz allem die Menge voll im Griff haben - vielleicht auch gerade deshalb, weil die Setlist hauptsächlich aus älteren Kultliedern besteht, bei denen das Publikum die Texte schon auswendig gelernt hat? Nach dem fünften Lied hat sich dann auch der Moshpit von Dew-Scented wieder voll etabliert und selbst wer sich anstrengt, kann nur noch schwer erkennen, welches Haarbündel jetzt zu welchem Kopf gehört. Die Lichttechnik tut ihr Bestes dazu und zum Abschluss des Konzerts grölen alle gemeinsam das lauteste Cover von AC/DCs 'TNT', das jemals im Postbahnhof gespielt wurde.
Setlist Six Feet Under:
Stripped, Raped And Strangled (Cannibal Corpse)
No Warning Shot
Revenge Of The Zombie
Feasting On The Blood Of The Insane
Victim Of The Paranoid
Human Target
Reckless
The Day The Dead Walked
Seed Of Filth
Deathklaat
Shadow Of The Reaper
Silent Violence
Torn To The Bone
Beneath A Black Sky
Hammer Smashed Face (Cannibal Corpse)
TNT (AC/DC)
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Im Nachhinein muss man zugeben, dass dieses Konzert, trotz der anfänglichen Antipathie gegen den kleinen Konzertsaal und der Tatsache, dass auf der "Undead"-Tour genau ein Song vom neuen Album gespielt wurde, eine ganz besondere Erfahrung war. Eine so bekannte Band wie Six Feet Under in einer so dermaßen kleinen Location so intim zu erleben, passiert einem nicht alle Tage. Und auch wenn die Halbwertzeit des Biers durch die ständigen Stöße von allen Seiten stark reduziert wurde, heizte dieser enorme Alkoholmissbrauch die ohnehin schon heiße Stimmung nur noch stärker an!
geschrieben von Erik Tesmer
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