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Amplifier - Den Riesenkraken in die Flucht geschlagen

Was tut man als Band, die mit ihrem Meisterwerk den Untergrund verlassen und den Sprung geschafft hat, den viele, viele Bands nie erreichen, nämlich, von der Musik leben zu können? Wenn das besagte Album nicht nur kommerziell erfolgreich war, sondern auch von Musikkritikern weltweit als etwas Neues, Einzigartiges angepriesen wurde? Schließlich möchte man den gerade erreichten Status als Berufsmusiker ungern wieder verlieren. Jede Menge Druck und hohe Erwartungen - eine weitere kreative Hochleistung zu vollbringen ist da beinahe ein Ding der Unmöglichkeit. Genau diese Situation trifft auf die Art-Rocker Amplifier aus Manchester zu. Mit Bandleader Sel Balamir haben wir uns beim Konzert in Pratteln über das aktuelle und das kommende Album unterhalten, über progressive Musik im Allgemeinen und über den Fluch, mit Herz und Seele Musiker zu sein.


Es ist kühl Anfang Mai auf der Terrasse des Galery Music Club in Pratteln bei Basel. Amplifiers Mastermind Sel Balamir ist ein bisschen erkältet und verschnupft, doch die ganze Band wirkt sehr entspannt. Den 1. Mai haben Sie von der Inhaberin des Clubs mütterlich bewirtet im Club verbracht und ein Teil der Band hat den Feiertag genutzt um im nahen Basel auszugehen und ein paar Bierchen zu kippen. Obwohl Balamir etwas gerädert aussieht, winkt er ab als ich ihn frage, ob er zu sehr gefeiert hat.

"Nein, ich war gar nicht dabei als die Jungs unterwegs waren. Wir haben vorgestern in einem kleinen Club in Deutschland gespielt und echt geschwitzt, gemeinsam mit der Stimmbelastung durchs Singen war das wohl etwas zu viel. Ich hab mich erkältet und es gestern locker angehen lassen." Als ich nachhake, wie die Tour denn bisher gewesen sei, bewegen sich seine Mundwinkel nach oben und der sympathische Brite ist ganz professioneller und leidenschaftlicher Musiker. "Wir hatten viele neue Leute. In Köln ist es immer toll, ist einfach so, und so war es auch dieses Mal. Die Stadt rockt einfach. Die letzten beiden Shows waren wirklich toll, da hat einfach alles zusammen gepasst und wir sind richtig gut in den Flow gekommen. Waren zwei richtig enge, schweissige Clubs. Aber wir spielen viel in solchen kleinen Clubs, ich habe das schon immer gemocht. Wir spielen wirklich gerne in Deutschland und ziehen es auf jeden Fall England vor. In England sind die Konzertveranstalter selten gleichzeitig der Inhaber des Clubs. Die meisten Pubs und Clubs gehören nicht mal Einzelpersonen sondern riesigen Konzernen wie Carlsberg oder so. Da ist das dann alles sehr anonym, gar kein Vergleich mit hier. Da wird man begrüsst, bekocht und nach dem Konzert wird an der Bar das erfolgreiche Event begossen. Es ist wirklich ein grosser Unterschied. Und wenn man so herzlich empfangen wird und sich wohlfühlt, spielt man in der Regel natürlich auch eine gute Show."

Beim später folgenden Konzert liefert die Band trotz dem angeschlagenen Sänger tatsächlich eine gelungene Performance ab, mit vielen Highlights vom aktuellen Album "Echo Street" und dem davor, dem erwähnten Meisterwerk "The Octopus". Die Entstehungsgeschichte des sehr ruhigen und völlig anderen "Echo Street" ist sehr interessant - und ungewöhnlich. Nach "The Octopus" arbeitete die Band fast das ganze Jahr 2012 am ursprünglich geplanten Nachfolger "Mystoria", doch irgendwann wurde das Geld für eine anständige Produktion knapp und es wurde absehbar, daß das Album nicht rechtzeitig fertig werden würde. Anstatt sich das Geld für den Abschluss der Produktion zu leihen war es der Band sympathischer, ein neues Album zu machen um mit dessen Verkäufen die Produktion von "Mystoria" abzuschließen. Daraus wurde letztlich das in nur sehr kurzer Zeit aufgenommene "Echo Street" - eine einfache Rechnung und irgendwie nüchterne Geschäftsentscheidung.

"Es war cool zu wissen, daß das Album in wenigen Wochen fertig sein musste. Von daher war es klar, dass es in keiner Weise wie „The Octopus“ klingen würde. Einfach deshalb, weil es eine völlig andere Herangehensweise war. Wie hatten keine Ahnung, wie „Echo Street“ werden würde. Das einzige was wir hatten, waren hunderte von Tonbändern aus unserer Anfangszeit. Das hat es für mich rückwirkend echt gerechtfertigt, die ganzen Kassetten überhaupt aufgehoben zu haben. Es war nur ein winziger Bruchteil des Archivs, was letztlich auf der Platte gelandet ist. Ich mag „Echo Street“ sehr, weil es so völlig unerwartet entstanden ist. Es ist wie wenn deine Frau dir sagt, dass sie schwanger ist und zwei Wochen später ist das Baby da. So ungefähr hat sich das angefühlt. Es ist also absolut nicht wie „The Octopus“ und das ist das Beste, was passieren konnte. Uns war natürlich klar, dass wir nicht nochmal so ein Album wie „The Octopus“ machen können. (Die Band arbeitete über vier Jahre an ihrem Masterpiece). Das ist der Klassiker: Nach „Matrix“ kann man natürlich den zweiten oder dritten Teil machen, aber seien wir mal ehrlich: Die sind Müll! Und in diese „Matrix-Falle“ wollten wir natürlich nicht treten. Mit „Echo Street“ haben wir versucht, eine bewusste Verbeugung vor „Siamese Dream“ von den Smashing Pumpkins zu machen. Ein echtes Referenz-Album aus der Zeit, aus der die Tonbänder stammen, aus denen wir „Echo Street“ gestrickt haben. Daher ist es irgendwie auch ein nostalgisches Album."

 

Daher war der Entstehungsprozess ein echter Glücksfall für die Band. Das Feedback auf "Echo Street" war nicht schlecht, auch wenn es ein völlig anderes Album ist. Die Zeichen stehen also gut daß der Plan aufgeht und die Briten den ursprünglichen Nachfolger "Mystoria" mit den Erlösen von "Echo Street" beenden können. Die Fans wird es freuen, daß daher vermutlich schon sehr bald ein neues Amplifier-Album erhältlich sein wird. "Echo Street" zog seine Faszination aus seiner geradlinigen Eingängigkeit. Was wird die Freunde der Band denn nun mit "Mystoria" erwarten? Wird es wieder härter, melancholischer, verspielter, anspruchsvoller? Belamir tut sich schwer, die Platte zu beschreiben und denkt eine ganze Weile über die diesbezügliche Frage nach. "Es ist ne Sommer-Platte und ziemlich groovy. So ne Art Prog-Grunge meets Crosby, Stills & Nash. Es hat auch ne Ladung Punk mit dabei – und ist natürlich trotzdem unverkennbar Amplifier. Es ist absolut anders als „Echo Street“ und „The Octopus“. Wenn ich auf unsere bisherigen Alben zurückschaue, sind die eigentlich alle recht unterschiedlich. Wir sind froh, dass uns das immer wieder gelingt."

Amplifier - Den Riesenkraken in die Flucht geschlagen Seiten 1 2

 

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DanielF
© 06/2013 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Amplifier

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- Amplifier - offizielle Website

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- Amplifier - Den Riesenkraken in die Flucht geschlagen

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