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Anti-Fest 2013 - 20 Jahre Anti-Flag

Der Sonntag. Er löst ja immer so ein bisschen eine leicht depressive Stimmung aus, zumal er das unmissverständliche Ende des Wochenendes einläutet. Und auch wenn man sich unter der Last der bevorstehenden Arbeitswoche noch so drehen und wenden mag, die erholsamen Tage sind vorbei. Natürlich verschärft sich dieses Empfinden noch, muss man den sommerlichen Badesee sogar umso früher verlassen, um pünktlich zum Beginn des Antifestes um 18.30h am Münchener Backstage aufzulaufen.

Während man noch leicht verwirrt aus der prallen Sonne, an den Frisbee spielenden Punkern vorbei den Weg in die Halle des wieder einmal von Schließung oder Umzug (im besten Falle) bedrohten Backstage suchte, fiel aber auch schon überpünktlich der Startschuss. Apologies, I Have None starteten vor einer nur spärlich gefüllten Halle (aber mit Haufenweise Kollegen neben der Bühne) ihren Part und erzeugten bei dem ein oder anderen weit mehr als nur ein überraschtes Aufhorchen. Nachdem ersten ganz zarten Knüpfen von Freundschaftsbanden marschierten die Anwesenden dann aber auch schon zügig in Richtung zweiter Halle ab, nicht ohne mittlerweile schon ein paar mehr Leute vom Außengelände mit eingesammelt zu haben. Weiter ging es also mit der nächsten Dosis Punkrock, diesmal dargeboten von Antillectual.

 

Das Trio präsentierte live bereits Songs vom im August erscheinendem neuen Album 'Perspectives & Objectives', und erfreute sich an der Tatsache, dass trotz der frühen Sonntagabendstunden schon so viele Leute den Weg ins Backstage gefunden hatten. Doch das eng gesteckte Programm hatte seine Konsequenzen, so musste man auch schon wieder die Halle wechseln um nicht die Anfangstöne von Strike Anywhere zu verpassen. Deren größter Fan stand wie noch so oft an diesem Abend links neben der Bühne. Strike Anywhere wirbelten mit ordentlich Wind in den Haarspitzen die bereits das erste Mal ganz gut gefüllte Halle durcheinander, und trafen unter ihrer Anhängerschaft auf wache Ohren wenn sie mit ihrer Musik zwischen feierndem Hardcore und Weltverbesserung punkteten. Die nächste Band des Abends, Radio Havanna, litt das erste Mal unter der straffen Organisation des Abends, die eindeutig lobenswert zu erwähnen ist. Denn leider ist es ja nicht selbstverständlich ständig von einer Band zur nächsten wechseln zu können, ohne durch Umbaupausen zum Warten gezwungen zu werden. Nicht wenige ließen nämlich Radio Havanna ausfallen, um sich lieber die besten Plätze für die folgenden ZSK zu sichern. Schade eigentlich, denn so verpasste man bei den Berlinern die Erkenntnis, dass die sich durch das ständige Touren über die vergangen Jahre hinweg zur echten Größe gemausert haben, und vor allem Sänger Fichte mit Rockstarqualitäten die Show zu einem echten 'unvergänglich' Abend machte. Doch je näher die Spielzeit nach Songs wie 'Flüstern, Rufen, Schreien' dem Ende entgegenrückte, umso größer wurde auch der Drang des Publikums zu ZSK.

Bereits zu den ersten Tönen des Intros, wo Hildegard Knef es wie gewohnt rote Rosen regnen ließ wurden die Fahnen geschwenkt. Die Jungs um Joshi legten auch mit 'Kein Mensch ist illegal', 'Küsst die Faschisten' oder 'Herz für die Sache' ein ordentliches Tempo vor. Das Publikum nahm das dankbar zum Anlass und tobte seinerseits durch das Set, ganz egal ob es nun zu alten Hits wie 'Riot Radio' oder zu 'Lichterketten' von der neuen Platte war. Die Entscheidung, wem dieser Abend mehr Spaß bereitete, endete eindeutig mit einem klaren Unentschieden. ZSK wurden in der Zeit ihrer Pause einfach kläglich vermisst. Schade das Eike, der wegen einer Handverletzung zu Hause bleiben musste, diesen Tourauftakt nicht miterleben konnte. Doch auch als Support - Act muss so viel Zeit bleiben um auf die Organisationen hinzuweisen die das Antifest begleitet haben wie Kein Bock auf Nazis oder Amnesty International. An deren Ständen konnte man ja nach dem Konzert noch vorbeilaufen, denn es rief bereits die nächste Band. The Computers. Die mit ihren schicken burgunderfarbenen Anzügen und den Joop-Socken eigentlich so gar nicht zum Line-Up des Antifests passen wollten. Doch wer die durch und durch verrückten Engländer je spielen gesehen hat, oder sich noch an ihre Galle spuckende erste EP 'You Can't Hide From The Computers' erinnert wird es verstehen. Warum sich z.B. eine dicke Traube am Halleneingang bildete, da jeder von draußen (Luft schnappen nach ZSK!) nur mal schnell einen Blick auf die Briten werfen wollte, jedoch ungläubig an der Glastür hängen blieb. Da fegte Frontsau Alex Kershaw Walzer tanzend und Liebe stiftend durchs Publikum, brachte jeden noch so steifen Hintern zum Twist wackeln, erklomm selbst Stehtische oder Treppengeländer das es eine wahre Freude war - und der Security die Schweißperlen auf die Stirn trieb. So schnell konnten die den Sänger nämlich gar nicht sichern wie der von wahnwitzigen Ideen getrieben umherrauschte. Als eine Mischung aus Elvis und Iggy Pop stürmte er durch den Hinterausgang kreischend Töne spuckend davon, nur um hüftschwingend rockend in den Club zurückzukehren. Hut ab für die Performance dieser Band. Nachdem nun aber endgültig alle Aufwärmphasen abgearbeitet waren, warten in der nun bis zum letzten Platz gefüllten Halle Anti-Flag themselves.

Und das Quartett aus Pittsburgh bedurfte eigentlich nicht vieler Worte 'Die For The Government', 'This Is The End' oder 'Power To The Peaceful' waren genug der Worte. Bei 20 Jahren Bandgeschichte kommt so einiges zusammen, aber auch augenzwinkernd die Freiheit, zwei Songs im Set ausschließlich für sich selbst zu spielen wie Bassist Chris #2 verkündete. Und so gab es den Ramones-Klassiker 'The KKK Took My Baby Away' auf die Ohren. Das immer wieder gereckte Peace-Zeichen hat sich die Band um Sänger Justin Sane mehr als nur verdient. So gab es erneut Hüteziehen vor Amnesty International oder die Widmung an Pussy Riot. Auch wenn man das Antifest allein schon wegen des extrem großartigen Line-Ups feiern konnte, wer hier nur zum feiern war, war irgendwie falsch, denn Antillectual brachten es auf den Punkt: Musik ist so viel mehr als auf Konzerte gehen, Bands zu unterstützen und deren Musik zu kaufen. Musik ist auf der Straße und schaut nicht weg. Und auf selbige entließen Anti-Flag ihr Publikum nicht ohne Zugabenblock oder 'Toast To Freedom' gespielt zu haben. Das ist es eben irgendwie also doch: Ein Abend von Freunden mit Freu(d)en für Freunde. Danke Anti-Flag.


 

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