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Extol - 20 Jahre Lobpreis für den Herrn

Extol sind Christen, der Bandname bedeutet "Lobpreis" - Musik zur Ehre Gottes also. Dafür steht das norwegische Trio seit 20 Jahren. Die Kompromisslosigkeit bei der Message und ihr innovativer Progressive-Death-Metal haben sie über die Jahre zu bewunderten Stars in der christlichen Metal-Subkultur gemacht. In der gesamten Metalszene gelten sie allerdings immer noch "nur" als eine Art Untergrund-Geheimtipp für Freunde von progressiven, harten Tönen. An die fünf Jahre war das Trio aus Oslo in der Versenkung verschwunden, um im Frühjahr überraschend mit dem fünften Studioalbum wieder aufzutauchen. Mit Gitarrist/Bassist Ole Børud haben wir über weitere Zukunftspläne, ihren Glauben und natürlich das neue Album geplaudert.

Hallo Ole! Danke, dass du dir die Zeit nimmst, ein paar Fragen für die Leser von Whiskey-Soda zu beantworten. Wenn's ein virtuelles Begrüssungsgetränk gäbe, was würdest du dann wählen? Einen Whiskey Soda oder doch norwegischen Aquavit?

O: Kommt drauf an, zu welcher Zeit im Jahr. Weihnachten ist definitiv Aquavit-Zeit. Sonst würde ich eher den Whiskey Soda nehmen.

Ihr seid einerseits im Progressive-Metal-Untergrund und in der christlichen Metal-Szene eine feste Grösse und habt eine zwanzigjährige Bandgeschichte. Andererseits seid ihr dem Grossteil der Metal-Szene unbekannt. Ich habe Alben von Euch in Bestenlisten für Progressive Metal Alben gefunden und viele Musikjournalisten halten euch für eine der unterbewertetsten Progressive-Metal-Acts. Warum seid ihr nicht bekannter, nicht grösser geworden? Weil Prog nicht massenkompatibel ist oder weil ihr nie einen Hehl daraus gemacht habt, dass ihr eine christliche Band seid?

O: Wahrscheinlich wegen beiden Dingen. Uns war immer klar, daß wir als Christen, die Metal spielen nicht so ganz in die ganze Metal-Community passen. Trotzdem beurteilen uns die meisten Leute für unsere Musik als Ganzes. Und natürlich ist es schon auch so, daß man sich im Bezug auf das Erreichen eines Massenpublikums von vorneherein limitiert, wenn man progressive Musik macht. Uns war es aber ohnehin immer am wichtigsten, uns selbst treu zu bleiben - und zwar sowohl im Bezug auf unsere Musik als auch unseren Glauben.

2007 habt ihr eine längere Pause eingelegt, nun seid ihr für viele überraschend mit einem neuen Album am Start. Gab es einen bestimmten Grund, warum ihr wieder eure Instrumente ausgepackt habt? Hatte sich die Leidenschaft für die Musik wieder zurückgemeldet? Hattet ihr den Eindruck, noch etwas zu sagen zu haben? Ihr seid ja bekennende Christen und habt eure Musik immer auch als mehr angesehen, als nur einer künstlerischen Leidenschaft nachzugehen und euch auszudrücken. Was war die Hauptmotivation für euer Comeback?

O: Der Grund, warum wir wieder zusammen gekommen sind war letztlich, daß wir alle drei gespürt haben, daß es wieder ein Extol Album braucht. Wir hatten auf eine gewisse Art alle wieder Feuer gefangen. Es hat sich in vielerlei Hinsicht einfach richtig angefühlt und uns war bewusst, daß wir so auch ein großartiges Album machen würden. Zumindest nach unseren eigenen Standards. Alleine der ganze Prozess, das Album zu schreiben und aufzunehmen hat uns sehr viel Motivation und Energie gegeben, die wieder zurück ins Album geflossen ist. Was unser Christsein betrifft: Es war für uns schon immer ganz natürlich, über das was wir glauben zu schreiben, weil es die wichtigste Sache in unseren Leben ist.

Euer letztes Album "The Blueprint Dives" wurde von der Kritik sehr gelobt, wie auch schon die Alben davor. Nun ist "Extol" erschienen. Musik lässt sich ja nicht leicht beschreiben und sollte für sich selbst sprechen, aber möchtest du trotzdem versuchen, es zu beschreiben? Wo unterscheidet sich das neue Album von den anderen? Gibt es etwas, was ihr besonders wichtig findet oder vorher so noch nicht gemacht habt?

O: Das neue Album führt in vielerlei Hinsicht verschiedene Stadien aus dem Extol Katalog zusammen. Die Basis bilden immer noch unsere frühen Death-Metal-Wurzeln, die Musik, mit der wir aufgewachsen sind. Gleichzeitig gibt es viele andere Einflüsse, sie sich in den vielseitigen musikalischen Wegen ausdrücken, die wir mit 'Extol' beschreiten. Ich persönlich betrachte es als unser reifstes Album bei dem ich mitgewirkt habe, und zwar im Bezug auf das Songwriting und die Produktion. Wir haben dafür gesorgt, daß haargenau das herauskommt, was wir wollten. Dabei war es natürlich sehr bereichernd, daß wir nicht den Druck von Terminen oder eines Labels hatten. Wir hatten das komplette Album fertig im Kasten bevor wir uns überhaupt um einen Plattendeal kümmerten. Das war genau das richtige: Die Zeit und den Raum zu haben, den wir reinstecken wollten.

 

Mir hat "Extol" besser gefallen als sein Vorgänger. Könnte man sagen, dass Extol DAS Album ist, das ohne die ganzen Erfahrungen und Probleme, die ihr so hattet, so nicht möglich gewesen wäre? Wo merkt man dem Album deiner Meinung nach an, dass ihr eine "gereifte" Band seid?


O: Kann man so sagen, ja. In gewisser Weise ist dieses Album eine Zusammenfassung des bisherigen - was in jeder Hinsicht mehr Substanz im Ergebnis bedeutet. Ich glaube nicht, daß ich schon einmal so zufrieden mit einem Extol Album war. Wir konnten alles in Ruhe vorbereiten bevor wir mit den Aufnahmen begannen und dadurch ist die Produktion in jeder Hinsicht satter geworden. Das Sahnehäubchen war dann der Mix durch Jens Bogren, das Ergebnis klingt in meinen Ohren sehr Spitze!

In Norwegen und Skandinavien allgemein gibt es ja eine sehr lebendige Metal-Szene. Es gibt wirklich jede Menge grossartiger Bands von dort und etliche davon könnte man als "Progressive" beschreiben. Was ist deine Erklärung dafür, dass es da eine Anhäufung solcher Bands zu geben scheint? Hat das was mit der Black-Metal-Bewegung Anfang der Neunziger zu tun, wo Norwegen der Ursprung war?

O: Ich bin mir nicht sicher. Man könnte Black Metal natürlich insofern als progressiv bezeichnen, weil er einzigartig klingt. Andererseits glaube ich nicht, daß sich die Szene selber als progressiv bezeichnen würde, das Lieblingsettikett scheint mir heutzutage eher "roh und primitiv" zu sein. Wenn man die Metalszene im Gesamten betrachtet, würde ich schon sagen, daß es schon immer ne ganze Menge ziemlich progressiver Metalbands aus Norwegen gab. Mir fallen da Equinox, Red Harvest, Minas Tirith, Spiral Architect, Pagans Mind und viele weitere ein. Ich würde also schon sagen, daß der Progressive Metal in Norwegen eine gute Tradition hat - und darüber freue ich mich.

Euer Sound ist ja wirklich eigenständig, obwohl es natürlich immer gewisse Einflüsse und Prägungen gibt. Haben euch klassische Prog-Bands beeinflusst?

O: Naja, die klassischen Prog Bands wie Rush, Yes und Genesis waren natürlich schon eine Prägung. Wenn man Prog Metal nimmt, sind da natürlich Death, aber auch die frühen Alben von Sepultura, Kreator, Believer, Slayer oder Pestilence. Eben Bands, mit denen wir aufgewachsen sind. Aber mir sind andere Musikstile als Vorbilder genauso wichtig, denn nur so kriegen wir mit Extol unseren speziellen Melodie-Mix hin. Daher ist das genauso wichtig.

Ihr habt ja Jobs und Familien und die dürften euch recht in Beschlag nehmen, zumal ihr jetzt ja auch noch euer Album promotet. Habt ihr auch Live-Auftritte in absehbarer Zeit geplant? Dann habe ich noch was von einem Dokumentarfilm über eure Bandgeschichte gehört. Was hat es damit auf sich?

O: Live-Auftritte haben wir bisher keine geplant, was teils damit zusammenhängt, daß unser Sänger Peter ziemliche Probleme mit Tinitus hat. Für ihn ist der Geräuschpegel eines Live-Settings daher eher unangenehm. Aber wir auch noch keinen endgültigen Beschluß gefasst, mal sehen wie das weitergeht. Was das Filmprojekt angeht, das du erwähnst: Die Dokumentation über die Band liegt außerhalb der Kontrolle der Band. Sie wird von einer Produktionsfirma namens Animidas umgesetzt, es ist also deren Projekt und nicht eines der Band selbst. Wir finden das Projekt natürlich toll und verfolgen es schon etwas mit. Ich selber komme im Film recht wenig vor, daher weiß ich auch recht wenig darüber. So weit ich weiß, soll der Film im Herbst oder bis spätestens Ende des Jahres erscheinen. Das ist jedenfalls das Ziel von den Jungs.

Ihr habt euch ja schon als talentierte Musiker bewährt. Habt ihr noch andere, unerreichte künstlerische Pläne für die Zukunft? Vielleicht sogar abseits der Musik?

O: Das einzige worüber ich mir sicher bin ist die Tatsache, daß wir drei es immer sehr lieben werden, uns selbst kreativ herauszufordern. Von daher: Wer weiß, ob es in der Zukunft nicht ein weiteres Album von uns geben wird.

Stell dir vor, du wärst der Chef deiner eigenen Plattenfirma. Gibt's ne talentierte junge Band, der du gerne zum Durchbruch verhelfen würdest? Oder würdest du was neues auf die Beine stellen? Wie würdest du das Dilemma lösen, einerseits Bands zu unterstützen, von deren musikalischer Qualität du überzeugt bist, mit der du aber andererseits auch Geld verdienen müsstest?=

O: Die Frage finde ich sehr schwer. Eines weiß ich sicher: Ich bin sehr, sehr froh, daß ich kein eigenes Label habe. Wahrscheinlich würde ich nach Bands Ausschau halten, die ich persönlich originell finden würde (was auch immer das heutzutage heißt, mit guten Musikern die was von Songwriting verstehen. Ich würde also auf jeden Fall das suchen, was mich musikalisch beeindrucken würde und nicht, was sich womöglich gut verkaufen lassen würde. Wahrscheinlich wäre ich dann ziemlich schnell bankrott.

Gibt's noch was, was du unseren Lesern mitteilen möchtest?

O: Danke für's Lesen! Ich hoffe, ihr besorgt euch unser neues Album, es ist uns wirklich gelungen und lohnt sich reinzuhören! Alles Gute Euch!



 

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DanielF
© 07/2013 whiskey-soda.de
 


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