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Sepultura Vs. Cradle Of Filth - Das große Konzert-Event im April

Der gemeinsame Auftritt von Sepultura mit Cradle Of Filth am 10. April 2003 stellte für einige Metal-Fans aus der Berliner Umgebung das absolute Konzert-Highlight des Monats dar.

Wann, wenn nicht auf einem Festival, hat man schon mal die Möglichkeit zwei so erfolgreiche Bands gemeinsame bei einem Konzert zu erleben und das bei einem Eintrittspreis der nicht sonderlich über den sonstigen Preisen lag. Zuerst hatte es noch in den Tour-Ankündigungen geheißen, dass die beiden Bands in getrennten Veranstaltungsorten spielen würden, und die Freude bei den Fans war dementsprechend groß, als bekannt gegeben wurde, dass man die Konzerte zusammengelegt hätte.

Der Andrang vor und in der Berliner Columbiahalle hielt sich trotzdem in Grenzen, was wahrscheinlich daran lag, dass einige ihr Kontingent für Veranstaltungen im konzertreichen Monat März bereits ausgereizt hatten. Andere sparten vielleicht schon auf die bald startende Festivalsaison, wo zumindest Sepultura bereits ihr Stelldichein auf dem „With Full Force“ angekündigt hatten.

Als Sepultura die Bühne betraten, steigerte sich die Menschen-Konzentration in den ersten Reihen allerdings schnell auf Sardinenbüchsen-Niveau. Gitarrist Andreas Kisser und Bassist Paulo Pinto flankierten zu beiden Seiten die Bühne, im Hintergrund thronte Igor Cavalera hinter seinem Schlagzeug und am Mikrofon stand der muskelbepackte Sänger Derrick Green. Auch wenn er wohl noch einige Zeit kämpfen muss, bis ihn alle Fans als legitimen Nachfolger von Max Cavalera akzeptieren werden, so überzeugte er zumindest von Anfang an mit seiner Statur, bei der die Muskeln jederzeit das T-Shirt zu sprengen drohten. Zumindest vom Aussehen kein Vergleich zu dem wesentlich kleinern Max mit seinen wilden Dreads und dem kleinen Bierbäuchchen. Bereits beim Opener „Troops Of Doom“ zeigte man den Fans, was sie an diesem Abend erwarten sollte. Sepultura spielten eine gute Mischung aus neuen Songs und alten Klassikern aus allen Schaffensperioden (z.B. „Attitude“, „Refuse/Resist“, “Arise“, „Inner Self“ „Beneath The Remains“ und „Desperate Cry“). Bis zum zweiten Song „Messiah“ hatte Derrick Green tatsächlich eine Gitarre in den Händen und übernahm ein paar zusätzliche Powerchords. Anschließend konzentrierte er sich allerdings wieder alleine auf den Gesang und lieferte den gesamten Auftritt über eine beachtliche Leistung ab. Insgesamt präsentierte sich die Band erheblich besser und technisch versierter als Soulfly, welche bei ihrem Auftritt zwei Monate zuvor zum Teil die selben Lieder auf der Setlist stehen hatten. Am Ende ihrer knapp 1 ½ - stündigen Show folgten mit “Sepulnation“ und dem von den Fans laut geforderten “Roots Bloody Roots“ noch mal zwei Klassiker unter den Nackenbrechern.
Wie auf der gesamten Tournee, allerdings sehr zum Bedauern der Fans, verzichtete die Band zwar auf eine Zugabe, ließ aber bezüglich der Setliste kaum einen weiteren Wunsch übrig. Wer an diesem Abend trotzdem nicht genug bekam, der kann sich schon mal auf das bald erscheinende neue Album „ROORBACK“ (VÖ: 26. Mai) freuen und für den Sommer sind bereits die ersten Termine für die Konzerte und Festival-Auftritte einer zweiten Europatour bestätigt!

Als Fan von Cradle Of Filth, der früher auch Sepultura mal gut fand, hatte man die erste, äußerst positive Überraschung des Abends schon hinter sich, da Sepultura ja weit besser waren als erwartet. Somit freute man sich, und harrte der Dinge, die da kamen. Diese Dinge waren zunächst einmal Szenen aus dem „Cradle Of Fear“ - Film, die im Hintergrund abgespielt wurden, und so dermaßen primitiv aussahen, dass selbst eingefleischte B-Film-Fans nur lächeln konnten.
Dann aber gab es wieder Musik, oder, um genauer zu sein, es gab Cradle Of Filth. Denn mit Musik hatte das nicht wirklich viel zu tun, was die fünf Musiker da boten.
Zunächst wurde versucht, mit einer Tänzerin erotisches Feeling zu verbreiten, was aber aufgrund des durchstudierten, mechanischen Bewegungsablaufes der Dame aber schnellstens langweilig und übersehbar wurde. Äußerst spaßig war es allerdings, dass die Dame auch während der Setpausen weitertanzte, und somit für noch mehr Belustigung sorgte, als es den ach so bösen Jungs von Cradle Of Filth eh schon gut tat.
Das, was musikalisch dann auf der Bühne abging, war allerdings qualitativ so erbärmlich, dass der Auftritt der peinlichen Tänzerin wohl noch das Gelungenste am Auftritt der angeblichen Black-Metal-Helden war.
Eineinhalb Stunden lang schafften es Cradle Of Filth, diverse Songs von diversen ihrer Platten zu spielen, ohne das auch nur im Ansatz erkennbar gewesen wäre, um welche Songs es sich handelte.

 

Man kann allerdings, wie so häufig bei Konzerten, dieses Mal dem Mischer und dem Toningenieur keinen Vorwurf machen, denn der Sound war weder zu laut, noch schlecht gemixt oder schwammig. Es waren ganz allein Cradle Of Filth, die es schafften, auf CD eigentlich gute Musik so durch den Wolf zu drehen, dass das Einzige, was endgültig dabei herauskam, gähnende Langeweile war.
Die meisten der Menschen im Publikum fingen an, sich munter zu unterhalten, während hinten im Saal irgendeine Black Metal Band namens Cradle Of Filth Krach machte, die man aufgrund der peinlichen Bühnenshow und der kaum zu übertreffenden spielerischen Lustlosigkeit wunderbar ignorieren konnte. Lediglich den Ewiggestrigen, völlig Besoffenen aus der ersten Reihe, die pausenlos „Kreidlll“ grölten, schien es zu gefallen; aber aufgrund des Promillepegels jenseits der 3,0 war das auch verständlich. Denen wären Unterschiede zwischen den Songs, so wären sie denn dagewesen, eh nicht aufgefallen.
Auf eine Tracklist sei hier verzichtet, denn eigentlich war das eine einzige, 1 ½ - stündige Krachcollage, die dem Publikum da entgegen geschleudert wurde. Irgendwann war mal ein Bruchteil von „Dusk and Her Embrace“ zu hören, auch Teile von „Cthulhu Dawn“ waren zu erkennen, aber da hörte es dann auch schon auf.
Insgesamt war das Konzert ein Armutszeugnis für eine Band, die mal grandiose Touren gespielt hat, zur „The Principle Of Evil Made Flesh“ - Platte zum Beispiel, und auch später, als Cradle Of Filth dann schon einen höheren Bekanntheitsgrad erreicht hatten, gab es einige sehr gute Live-Performances.
Cradle Of Filth 2003 ist aber ein ad absurdum geführter, sich „ich-bin-ja-sooo-evil“ aufführender Zwitter. Auf den Alben, mögen sie auch alle gleich klingen, wird zwar einigermaßen passable Kunst zelebriert, man ist kommerziell erfolgreich; live aber ist von Instrumentbeherrschung, Spielfreude und Spaß am Liveauftritt nichts zu merken.

Wäre nicht der überraschend gute Auftritt von Sepultura gewesen, so wären die 27€ Eintritt wohl komplett rausgeschmissenes Geld gewesen.

So bleibt ein Fazit, das jeden Metal-Fan überraschen sollte. Die krachige Eintönigkeit und Langeweile, die der neue Hardcore-Stil von Sepultura-Scheiben eigentlich erwarten ließ, blieb Cradle Of Filth vorbehalten, und Sepultura vermittelten Spielwitz, gute Laune und jede Menge Abwechslungsreichtum. So kann man sich irren...

Allen trauernden Fans sei gesagt: erfreut euch an grandiosen Songs wie die der ersten beiden Platten, und sucht euch ansonsten neue, zeitgemäßere Helden. Wenn Cradle Of Filth Live 2003 die sind, die sie zu sein scheinen, dann haben sie ausgedient.


 

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Beelzebübchen
© 05/2003 whiskey-soda.de
 


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