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Queensryche - Zurück ins Reich ohne Tate

Wie ihre Kollegen von Fates Warning und Dream Theater zählen auch Queensryche zu den prägendsten Bands des Progressive Metal. Und wie jene haben Queensryche dieses Jahr ein neues Album herausgebracht. Eigentlich sogar zwei, denn nach der schmutzigen Trennung von Ex-Sänger Geoff Tate hatte dieser kurzerhand seine eigene Version von Queensryche auf die Beine gestellt. Allerdings sprachen die beiden veröffentlichen Alben eine deutliche Sprache zugunsten der restlichen Band um die Gründungsmitglieder Rockenfield und Wilton, die mit dem Ex-Crimson-Glory-Sänger Todd La Torre ihr selbstbetiteltes Album Ende Juni veröffentlichten. Der Streit um die "Marke Queensryche" führte auch dazu, dass ein Teil der Tour vom Frühjahr auf den Herbst verschoben werden musste. Auf einem von sechs Auftritten im deutschsprachigen Raum machte das Quintett nun im intimen Moonwalker Club im schweizerischen Aarburg halt.

Der gemütliche, ausverkaufte Club in der beschaulichen Kleinstadt zwischen Basel und Luzern ist bereits kurz nach der Türöffnung gut gefüllt. Bei einem Bier machen es sich die Metalfreunde mittleren Alters an einem der Bistrotische gemütlich und fachsimpeln über ihre Lieblingsalben und ob die Band nach dem Auftritt noch Autogramme geben wird. Pünktlich um 21 Uhr kommen die Bandmitglieder nacheinander die schmale Treppe aus dem im oberen Stockwerk liegenden Backstage-Bereich auf die kleine Bühne. Wohl eine der kleinsten Bühnen, auf denen die Band jemals gestanden haben dürfte, wie ein Besucher am Ende des Konzerts mit einem Schmunzeln kommentiert. Nach einer kurzen Begrüssung legt der Fünfer gleich mit 'Queen Of The Reich' los, einem ihrer bekanntesten Songs. Der neue Sänger La Torre zeigt wie schon auf dem Album, dass er dem Job als Nachfolger von Tate gewachsen ist. Keine leichte Aufgabe, hat Tate doch verdientermassen Auszeichnungen als einer der besten Metal-Sänger erhalten. La Torre hat jedenfalls keinerlei Mühe, die Falsett-Höhen beim Konzertopener zu erreichen und turnt währenddessen noch munter auf der Bühne herum. Die grösstenteils schon leicht ergrauten Fans singen bereits beim ersten Song begeistert mit.

 

Auch wenn Ryche-Fans weithin als besonders begeisterungsfähige Metal-Fans gelten - was für ein Auftakt! Danach geht jedem im Publikum der treibende Beat von 'Walk In The Shadows' in die Beine und ins Ohr, gefolgt von 'The Whisper' das die Klasse der klassisch geprägten Prog-Metal-Kompositionen und die Gesangsqualitäten von La Torre zeigt. Nach 'En Force' und 'Warning' vom gleichnamigen 1984er-Debüt folgt mit 'Where Dreams Go To Die' bereits der Spitzen-Ohrwurm vom aktuellen Album. Natürlich lässt auch der Rest der Band keine Zweifel an ihrer Qualität als Musiker aufkommen. Nach dem Weggang von Tate ist Bassist Eddie Jackson das älteste Bandmitglied, Rhythmusgitarrist Parker Lundgren das jüngste. Seite an Seite steuern sie mit viel Leidenschaft Backgroundvocals bei. Wilton und Rockenfield sind bei aller Klasse der gesamten Band das Rückgrat der Band. Wilton stellt dies immer wieder mit seinen souveränen Flinkefinger-Soli unter Beweis und Rockenfield ist hinter seinem Drumkit ironischerweise noch agiler. Der Schlagzeug-Sound ist perfekt abgemischt, so dass die Klasse des Hauptkomponisten besonders augenfällig ist. Nicht wenige starren immer wieder gebannt auf den Drummer - obwohl auf der kleinen Bühne ja auch sonst einiges geboten ist. Vor allem La Torre lebt seinen offensichtlichen Bewegungsdrang voll aus, immer wieder nur unterbrochen von Trainingseinheiten für die Nackenmuskeln.

Der nächste Höhepunkt ist das knapp zehnminütige 'Roads To Madness' ebenfalls von "Warning". Der zunächst langsame Song groovt extrem, die Mannen transportieren die Atmosphäre des Lieds perfekt auf die Bühne, die Stimmung im Publikum steigt vor allem zum Ende hin, wenn auch der Song mehr und mehr Gas gibt. 'Fallout' vom 2013er Album ist ein weiterer Höhepunkt, was an Verspieltheit und Komplexität fehlt, macht der Titel durch Geradlinigkeit und seinem treibenden Beat voll auf die Zwölf wieder wett. 'My Empty Room' leitet zum Kracher 'Eyes Of A Stranger' von "Operation: Mindcrime" hin, bei dem der Jubel keine Grenzen mehr kennt. Wirklich jeder Einzelne Zuschauer singt den Refrain lauthals mit, auch jene, die eigentlich gar nicht singen können. Der Konzertabschluss wird gekrönt vom Titeltrack von "Empire", dem grossen kommerziellen Durchbruch der Band, der Applaus ist gross, nachdem La Torre die Band vorgestellt hat und hält an.

 

Wohl wegen der ungewöhnlichen Hühnerleiter in den Backstage-Bereich ein Stockwerk höher verlassen Queensryche die Bühne erst gar nicht sondern legen nach einer kurzen Pause noch die beiden Zugaben 'Jet City Woman' und 'Take Hold Of The Flame' aufs Konzert-Erlebnis-Paket drauf. Sowohl Band als auch Publikum geben nochmals alles, Wilton schreddert sein Klampfe, Rockenfieldf malträtiert seine Schiessbude und das Schweizer Publikum geht voll mit. Dann ist es vorbei und die Band klettert nach einer höflichen Verbeugung Arm in Arm am Bühnerand die Treppe hinauf. Noch kurz dauert der Applaus an, als könne man die Helden des Abends dazu bewegen, nochmals von ihrem Olymp herabzusteigen. Dann geht das Licht an und der gelungene Metal-Abend ist zu Ende.



Bandfoto im Artikelkopf: Copyright by Century Media

(Artikelfotos mit freundlicher Unterstützung von Daniel Strub)


Setliste (CH-Aarburg, Moonwalker Club, 29. Oktober 2013)

Queen of the Reich
Speak
Walk in the Shadows
The Whisper
En Force
Child of Fire
Warning
X2
Where Dreams Go to Die
Guitar Solo
The Needle Lies
NM 156
Roads to Madness
Fallout
My Empty Room
Eyes of a Stranger
Empire

Zugabe:
Jet City Woman
Take Hold of the Flame


 

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DanielF
© 11/2013 whiskey-soda.de
 


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