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Erik Cohen - Songs ohne Rätselraten

Was macht man wenn man die alte Band gerade erst auf Eis gelegt hat, aber bereits da die Füße nicht still genug halten kann um nicht hin und wieder doch aufzutreten? Man erfindet ein Alter Ego als Freifahrtschein für das musikalische Austoben, tauft es auf den Namen Erik Cohen und klatscht mal eben ein hitverdächtiges Rockalbum unter die Nation das bereits betourt wurde, lange bevor die Platte überhaupt erschienen war.

Was als Comic mindestens eine Verfilmungsabsicht seitens Marvel auslösen würde, läuft bei Erik Cohen unter Biographie. Doch wie kommt man auf die Idee mal eben eine Neugeburt als Künstler hinzulegen, und mit einer Hand voll Songs auf Tour zu gehen, ohne dass die Leute irgendwas davon kennen? 'Auf jeden Fall war die erste Tour unter den gegebenen Umständen - also ohne Platte draußen - eine sehr coole Erfahrung, die sich ein Stück weit auch positiv auf mein Bühnen-Wohlbefinden ausgewirkt hat. Ich muss mich als Künstler ja auch live ein bisschen neu erfinden, das ist ein ganz natürlicher Prozess. Wenn die Leute dann mit für sie zu weitesten Teilen völlig unbekannten Songs warm werden und echte Stimmung aufkommt, dann hilft mir das, ist ja klar.' Wenn man sich schon so künstlerisch nackt dem Publikum präsentiert macht einen das ein Stück weit auch angreifbarer. Erik Cohen ist schließlich eine ganze Ecke persönlicher ausgefallen als das bei Smoke Blow der Fall war. Keine schützenden Lärmwände auf der Bühne oder gesangliches Geballer. 'Für mich zählt ganz schlicht, dass ich zufrieden mit meinen Songs bin und mich mit ihnen auf eine natürliche Art wohl fühle. Und das bin ich, bzw. tue ich. Zwar war ich im Rahmen der allerersten Konzerte nervös, aber das ist auch ganz normal, wenn man die Umstände bedenkt. Ich hätte mir wohl eher Gedanken machen müssen, wenn ich nicht nervös gewesen wäre.' Und noch etwas offenbart der Sänger, das man so nicht zwangsläufig erwartet hätte. 'Wenn ich die Songs einsinge oder live bringe, dann muss ich mich da ja unmittelbar reinfallen lassen können. Wäre das anders, würde ich wohl auch von vornherein ausschließen, dass sie echte Wirkung erzielen bzw. ein Gefühl transportieren.'

Konnte man von Smoke Blow schon nicht gerade behaupten, sie hätten immer den geradlinigen Erfolgskurs gewählt, um nicht zu sagen, sie wären mit Ausrufezeichen von eben jenem abgebogen, ist es für Erik Cohen in dieser Hinsicht natürlich noch schwieriger Fuß zu fassen. Da stehen Dauerreminiszenzen an die ehemalige Band hoch im Kurs, besonders wenn man das ein oder andere Mitglied daraus im neuen Projekt recycelt. Schwere Sache sich dann als eigenständiger Künstler zu emanzipieren. 'Ich denke, es ist ganz normal, dass einige Menschen zu Beginn eines solchen Neustarts erstmal Vergleiche zu Smoke Blow ziehen und Erik Cohen von diesen Leuten nicht auf Anhieb zu 100% als eigenständiger Künstler wahrgenommen wird. Es wird nicht wenigen einigermaßen schwer fallen, mein Album losgelöst von vergangenen Songs und Platten mit Smoke Blow zu hören. Ich finde das zwar durchaus schade, verstehe es jedoch und denke, dass sich das mit der Zeit einstellt. Noch wird das Ganze ja von vielen als das Seitenprojekt von dem einen Sänger von Smoke Blow wahrgenommen, habe ich im Gefühl. Aber Erik Cohen ist kein sogenanntes 'Projekt', ich meine das langfristig ernst.' Und wenn wir hier schon ein wenig auf der Vergangenheit herumreiten, wollen wir von Erik Cohen wissen, warum Erik Cohen nur als Neustart möglich war, oder anders warum es nicht mit Smoke Blow möglich gewesen wäre. 'Mit Smoke Blow haben wir auch versucht, uns mit jedem Album wieder neuen Ansätzen zu widmen. Dabei haben wir aber die Grenzgebiete von Punk/Hardcore/Rock'n'Roll nicht wirklich verlassen, obwohl wir schon gelegentlich mal mit 'nem Feldstecher aus dem Fenster geblickt haben. Erik Cohen schaut diesbezüglich jedoch noch weiter. Im Rahmen des Songwritingprozesses habe ich mir keinerlei Grenzen mehr gezogen. Kleines Beispiel: Wenn ich möchte, dass ein Song einen Tears For Fears-Vibe beherbergen soll, dann mache ich das einfach. Ich wollte alles zulassen, was im Dienste des jeweiligen Songs steht. Die Lieder sollten zunächst unmittelbar aufgehen, ich habe durchaus ein Faible für geschmackvollen, handgemachten Pop. Ohne weiteres können Leute, die Smoke Blow gut finden, auch an meiner neuen Platte Gefallen finden. Aber unter dem Smoke Blow-Banner würde das Ganze einfach schief wirken. Ich habe beides daher von Beginn an klar voneinander getrennt.'

 

Warum Erik Cohen so gar keine Lust darauf hat für seine Songs den Erklärbär abzugeben begründet er so: 'Ich bin kein sonderlicher Freund davon, Songs aus Autorensicht zu erklären, so behalten sie eher ihren Reiz. Ich mag es, wenn Lieder für sich sprechen. Und es ja auch so, dass die Texte auf 'Nostalgie Für Die Zukunft' eigentlich alle recht direkt und nicht sonderlich verklausuliert sind. Okay, ein paar Parabeln sind auch dabei, aber ich freue mich natürlich, wenn man alle Songs ein Stück weit auch individuell hören bzw. seine eigenen Stories drüber legen kann.' Sind ja schon manchmal so eigenwillige kleine Biester, diese Songs. Da wir aber nicht minder eigenwillig sind, mussten wir zu dem Stück 'Kreuz', einer Instrumentalversion, dann trotz der Erklärbär-Abwehr noch genauer nachhaken. ''Kreuz' ist das Ergebnis einer Last-Minute-Nachtsession von Björn und Späthi, die bei uns am Bass und der Gitarre stehen. Irgendwie fehlte noch ein letzter Fixpunkt auf dem Album und so haben sich die beiden ganz kurz vorm Mastern eingesperrt und sich dieses Instrumental aus den Rippen geschnitten. Es passt super hinter den 'Jenseits'-Dreier ('Omega-Mann, 'Segeln', 'Licht') und bildet einen guten Abschluss dafür. Zudem fährt man beim Hören komplett runter, was den Vorteil hat, dass der finale Song der Platte, 'Wölfe', hierdurch noch mehr Power entfaltet und Dir vorschlägt, das Album nochmals zu hören. Wir haben uns hierbei an instrumentalen Black Sabbath-Songs und sphärischen Pink Floyd-Gitarren orientiert. Dies garniert mit einem sumpfigen Südstaaten-Feeling, das zieht einen schön tief rein in die Materie.' Wo hier schon die Orientierungspunkte genannt werden - hat man es als Künstler eigentlich gerne wenn solche Referenzen erkannt werden? 'Es ist alles andere als ein Muss, die Songs sollen ja funktionieren, ohne dass man sich in einen Rätselmodus begibt. Aber natürlich ist es beabsichtigt, dass der ein oder andere Querverweis oder eine offensichtliche Verneigung vor dem Sound einer bestimmten Band oder Ära auch erkannt wird. Oder zumindest erkannt werden kann. Wenn dies beim Hören angenehme Erinnerungen hervorruft, dann fände ich das so gut, wie die Bands, vor denen ich z.B. per kurzem Zitat den Hut ziehe.' Wir lernen also: Die Interpretationsfibel kann bei Erik Cohen gerne im Schrank bleiben und auf die nächste Bad Religion-Veröffentlichung warten, wichtig ist das was der Song transportiert. Und dass dieser auch mal über den (bislang) gesteckten Horizont hinausgehen kann hat Erik Cohen mit seinem Debütalbum bewiesen.


 

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tofuschnitzel
© 01/2014 whiskey-soda.de
 


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