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Apocalyptica & Avanti! Orchestra - Let's get classical

Wer auf Plattformen wie Youtube Live-Mitschnitte von vergangenen Apocalyptica-Konzerten sah, wird dabei in einigen Fällen festgestellt haben, dass die Athmosphäre eines Metal-Konzerts sich in der Regel nicht besonders gut mit empfindlichen Streichinstrumenten verträgt. Zu leicht fangen die Saiten und die filigranen Klangkörper an, sich unkontrolliert zu verformen, sei es durch die vom schwitzenden Publikum verursachte erhöhte Luftfeuchtigkeit oder durch die rasche Erhitzung, welche das gleißende Scheinwerferlicht auf der Bühne mit sich bringt. Die Folge ist ein verstimmtes Klangerlebnis, das es bei Live-Auftritten der drei Finnen leider viel zu oft gab – zum Glück jedoch nicht an diesem Donnerstag in Berlin! Tatsächlich schafften die Bandmitglieder und das unterstützende Kammerorchester es, den ganzen Abend über so präzise zu spielen, dass man sich voll und ganz auf die Vielfalt und Schönheit der präsentierten Musik konzentrieren konnte.


 


Vor allem im Symphonic-Metal kommt es öfter vor, dass Interpreten mit dem entsprechenden Bekanntheitsgrad sich riesige Orchester mit auf ihre Tourneen nehmen. Das sieht auf der einen Seite toll aus, weil ein Sinfonieorchester eine wunderbare Bühnenkulisse abgibt und eine Sharon Del Adel sich dann ein noch prunkvolleres Kleid anziehen kann, wirkt jedoch in einigen Fällen stark übertrieben, da die Lieder selten so arrangiert werden, dass das Orchester tatsächlich einen musikalischen Sinn erfüllt.

 


Eine erfrischend andere Art präsentieren Apocalyptica auf ihrer Apocalyptic-Symphony-Tour. Das unterstützende finnische Avanti! Kammerorchester wird fest in die Arrangements der einzelnen Stücke eingebunden und man staunt, welch eine Dynamik durch das Mitwirken des Orchesters zusätzlich in die Musik kommt. Wohlgesetzte Blechbläser-Nuancen steigern die Spannung in diversen Crescendi, während die Violinen an ausgewählten Stellen eine zweite Melodiestimme oder schrille Glissandi ergänzen und Holzbläser sanfte Tonfolgen in die Piano-Abschnitte säuseln. Dieses hochwertige Zusammenspiel der verschiedenen Instrumentengattungen ist es, was den Abend zu einem beinahe sinfonischen Erlebnis macht. Schrieb ich sinfonisch?


Natürlich spielen die Musiker noch immer Rock-Musik der eingängigen Art, weshalb dieser Auftritt in Puncto musikalischer Tiefe nicht an eine Sinfonie heranreicht, doch ist dies ja auch nicht Ziel der Tour. Apocalyptica wollen mit ihrer Musik die beiden verschiedenen Welten der Rockmusik und der Klassik verbinden, aufzeigen, dass beide gar nicht so verschieden sind, und grade die Rock-Musik sehr von der klassischen profitiert - und das schaffen die drei Cellisten mit ihrem Konzept wesentlich besser als ein David Garret. Selbstkomponierte Balladen ála 'Bittersweet' oder 'Path' sind es, die den waschechten Kuttenträger sentimental werden lassen und als die Musiker das wohl bekannteste Lied der berühmten Metallica covern, ertönt zumindest das '...and nothing else matters' aus alller Munde, was ein unglaubliches Gänsehaut-Gefühl erzeugt. Und als das Trio dann wortwörtlich mit Pauken und Trompeten zu Sepulturas 'Inquisition Symphony' bläst, schütteln die Metalheads zu hartem Cello-Riffing zwischen den Stuhlreihen ihre Mähnen.


Nach einer zweistündiger Spielzeit und der obligatorischen Halle des Bergkönigs ist das Konzert schon um halb elf Uhr abends vorbei. Das scheint jedoch zum Konzept zu gehören, denn wenn man schon einmal mit einem Kammerorchester zusammen auf Tour ist, sollte der klassische Aspekt der Veranstaltung doch irgendwie besonders zur Geltung kommen, dachten sich die Herren von Apocalyptica wohl - und so wird neben der Bestuhlung und den frühen Ende wohl auch die Idee der Brezelpause geboren worden sein, die Eicca Toppinen sichtbar belustigt mit folgenden Worten ankündigte: 'And as we are that classical tonight, there will be a break of twenty minutes in the middle of this concert, where you can calm down and enjoy some bakery with a little coffee or tea - or if you really like to, maybe try a cognac...!'

Weitere Bilder des Abends findest du in unserer Facebook-Galerie!


 

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Ieku
© 03/2014 whiskey-soda.de
 


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