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Go Go Berlin – Von der Schwierigkeit, den richtigen Schluss zu finden

Im nunmehr bereits fünften Jahr fand in Osnabrück das "Popsalon"-Clubfestival statt, bei dem über drei Tage und auf verschiedene Clubs verteilt rund ein Dutzend Bands aus den Bereichen Indie, Pop, Rock, HipHop und Elektro ihren Fans aufspielen durften. Zum Abschluss des dritten Festivaltages wollten die dänischen Rocker von Go Go Berlin das Osnabrücker Publikum mit treibender Rockmusik im 70er-Jahre-Stil begeistern. Die Musik der jungen Band, die nur einen Tag zuvor ihr Debütalbum veröffentlicht hatte, ist geprägt von Vorbildern wie The Doors, Led Zeppelin oder den Rolling Stones. Das Quintett zeigt sich selbstbewusst, und Drummer Christoffer Ostergaard erklärt uns bereits zuvor im Interview, dass die Band den Weg bis ganz an die Spitze des Rock'n'Roll-Olymps plant.

Man darf also gespannt sein am späten Samstagabend als der Live-Auftritt näher rückt. Zunächst sieht es so aus, als sei niemand bereit, dem Ruf des Rocks zu folgen, denn noch eine Viertelstunde vor Konzertbeginn ist das ohnehin nicht sonderlich große Glanz & Gloria beinahe menschenleer. Muss die ambitionierte Band etwa eine Privatvorstellung nur für das Thekenpersonal geben? Glücklicherweise pilgert das Publikum dann doch in den überschaubaren rustikalen Club. Spätestens nach dem zweiten Song drängen sich die Besucher so vor der Bühne, dass es beinahe schon eng wird. Etwa einhundert von ihnen mögen gekommen sein, um den Dänen bei der Arbeit zuzusehen und –hören. Der Bandname hat übrigens nichts mit der deutschen Hauptstadt zu tun, sondern ist mehr spontan entstanden und durch den Songwriter Irving Berlin inspiriert. Die Dänen sehen sich als die Botschafter des Rock'n'Roll. Auch wenn sie gerade erst ihre Platte veröffentlicht haben und alle nicht älter als Mitte 20 sind, besitzen sie doch schon über einige Jahre Bühnen- und Tourerfahrung. Sie wissen, wie man ein Publikum packt und den Schweiß zum Strömen bringt. Da braucht Frontmann Christian Vium (Gesang und Gitarre)gar nicht lange zum Tanzen auffordern. Die ersten Reihen sind schnell dabei, sich zum Seventies-Rock zu bewegen und die Songs mit ordentlichem Applaus zu feiern.

 

Die Band ist direkt aus L.A. kommend angereist, wo sie noch zwei Tage zuvor im legendären "Viper Room" gespielt hat. Da passt es, wenn der Abend jetzt mit den treibenden Rhythmen von 'California Mind' eröffnet wird. Ob die Jungs gedanklich noch drüben in Kalifornien sind? Und selbst wenn, ihrer Konzentration tut das keinen Abbruch. Fehlerfrei und mit sichtbarer Freude bearbeiten sie ihre Instrumente und auch der Sound ist überraschend gut. Da hat man in so kleinen Clubs schon ganz anderes erleben müssen. Rock'n'Roll-Attitüde, zur Musik passende Schlackerhemden im 70er-Look und große Gesten und Posen von Fronter Vium, dies alles gibt es in Osnabrück zur Genüge. Nun kann so etwas ja schnell gekünstelt oder gar peinlich albern wirken, wenn der Funke nicht überspringt und die Band nicht authentisch wirkt. Aber nicht so bei Go Go Berlin: Schon vor dem Konzert hat Schlagzeuger Ostergaard im Interview auf die Freude der Band am Spielen vor Publikum hingewiesen. Er hat versprochen, jeden einzelnen Konzertbesucher zu begeistern. Schaut man sich während des Auftritts die Gesichter der Fans an, so war das kein leeres Versprechen: Go Go Berlin fesseln durch kraftvolle und treibende Songs, und das zuvor geäußerte Selbstvertrauen in das eigene Können war nicht übertrieben.

Der Schwerpunkt liegt – bei bisher nur einem veröffentlichten Album – logischerweise auf den New Gold-Songs, auch wenn das Album nicht komplett durchgespielt wird. Dafür gibt es als kleinen Vorgeschmack drei neue Lieder zu hören, welche auf der für 2015 geplanten zweiten Scheibe veröffentlicht werden sollen. Die hören sich gut an und passten stilistisch zum bisherigen Output. Viele Songs wirken live tatsächlich noch besser als auf der CD: Durch längere Gitarrensoli und Improvisationen verschwimmen die Grenzen zwischen Song und Jammsession. Nicht nur das Publikum, sondern auch die Band hat sichtbar Spaß. Wenn Anders Sondergaard hinter seiner E-Orgel herumturnt oder Emil Rothmann am Bass seine unverkennbare Vorliebe für Heavy Metal auslebt und die langen Haare fliegen lässt. Es wird auf spielerisch hohem Niveau gerockt, gegroovt und gejammt, und Sänger Vium sowie Gitarrist Mikkel Dyrehave wagen kleine akrobatische Klettereinlagen auf der Bühnenseite über die Köpfe des Publikums. Nur zum Stagediven war dann doch zu wenig Platz. Ja, der Funke springt definitiv über. Und so wird es wohl nicht wenige Zuschauer geben, die demnächst in den nächsten CD-Laden stürmen, um sich das neue Gold zu erobern. Einen Merchandise-Stand mit dem Album oder T-Shirts sucht man heute nämlich leider vergeblich.

Schade auch, dass die Band nach dem letzten Song 'Shoot The Night' direkt von der Bühne verschwindet und wohl jeder im Saal noch mindestens eine Zugabe erwartet, die dann aber nicht kommt. Leichte Ungläubigkeit auf den Gesichtern, als das Licht angeht und die Konservenmusik zu dudeln beginnt. Bei allen großen Gesten zuvor wären eine Gruppenverbeugung und ein weiterer Song eigentlich Pflicht gewesen, zumal das Konzert mit rund 75 Minuten ohnehin nicht besonders lang gewesen ist. Trotz oder gerade wegen nicht allzu umfangreichem Songmaterial: Vielleicht hätte die Band auch schon einen Song vorher kurz pausieren sollen, um dann 'Shoot The Night', der auf jeden Fall das Potential für einen Schlusskracher besitzt, als Zugabe zu spielen. So ist es dann doch ein nicht ganz passendes und gefühlt sehr spontanes Ende für einen ansonsten packenden Konzertabend. Über eine Stunde Vollgas, Einheizen, live gelebter Rock'n'Roll auf der Bühne. Da passt es einfach nicht, mal eben aufzuhören und zu verschwinden.

 

Heiß, schnell, mitreißend – eben alles, was ein nächtlicher Rock-Gig braucht! Die neuen Helden des Rock'n'Roll? Nun, ganz soweit wollen wir nach diesem Konzertabend noch nicht gehen, aber man muss den sympathischen Dänen zugestehen, dass sie auf einem sehr guten Weg sind. Sie haben es geschafft, ein Publikum für sich zu gewinnen, von dem nach eigener Aussage ein Großteil bisher noch nie etwas von der Band gehört oder gesehen hat. So bekommt man neue Fans. Der Traum der Band, einmal ganz groß zu werden und nicht nur mit ihren Vorbildern verglichen, sondern tatsächlich in einem Atemzug genannt zu werden, scheint nicht unerreichbar. Und sollten sie es tatsächlich einmal schaffen, darf jeder Besucher des Glanz & Glorias später behaupten "Ich war dabei, als sie noch ganz am Anfang standen!" Nur das mit dem Konzertfinale müssen die Herren noch etwas mehr üben, aber dazu gibt es auf der laufenden Tour ja noch mehrfach die Gelegenheit!


Bericht und Fotos: Michael Buch
Weitere Fotos findet Ihr hier.


 

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DanielF
© 04/2014 whiskey-soda.de
 


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