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Go Go Berlin - Rock'n'Roll wird niemals sterben, manchmal riecht er nur komisch

Go Go Berlin? Häh, wer? Nein, Go Go Berlin sind keine leicht bekleideten Tänzerinnen aus der Bundeshauptstadt (obwohl ihnen die sicher gefallen würden) und auch keine Anfeuerungsrufe für Merkel & Co. Go Go Berlin ist vielmehr der Name einer jungen dänischen Rockband, die mit "New Gold" gerade ihr Debütalbum veröffentlich und momentan auf Tour in Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz und Dänemark sind. Vor dem Auftritt im Rahmen des Osnabrücker Clubfestivals "Popsalon" nahm sich Drummer und Bandgründer Christoffer Ostergaard etwas Zeit für Whiskey-Soda und plauderte mit uns über Rock'n'Roll, hochgesteckte Ziele und den ungewöhnlichen Bandnamen.

Seit Herbst 2010 spielen Go Go Berlin Rock'n'Roll im Stil solcher Genre-Größen wie Led Zeppelin, The Doors oder den Rolling Stones und haben sich das große Ziel, die neuen Botschafter des Rock'n'Roll zu werden. Nachdem die Band bereits im letzten Jahr einige Auftritte auf deutschem Boden gespielt hat, steht sie nun am Beginn einer neuen Tour. Christoffer Ostergaard berichtet uns von der Gründung der Band: "Ich kannte Christian (Christian Vium, Leadsänger, Anm. d. Red.) schon aus der Schulzeit, wir haben seit unserem 15. Lebensjahr zusammen Musik gemacht, und er kannte wiederum Anders (Anders Sondergaard, Anm. d. Red.), unseren Orgelspieler. Dann haben wir uns alle an dieser 'Folk High School' getroffen, das ist eine weiterführende Schule mit Spezialisierung auf Musik, Tanz und Theater. Wir haben uns dort für Musik eingeschrieben. Dann sind wir in diese Bar in Silkeborg gegangen, ich kannte die Managerin dort und habe sie gefragt, ob wir dort nicht spielen könnten. Sie sagte: "Freitag in zwei Wochen". Und ich: "Okay, abgemacht!" Dummerweise war ich betrunken und hab' dann erst realisiert, dass ich ja gar keine richtige Band hatte. Da hab ich die anderen Jungs gefragt, ob wir dort nicht in zwei Wochen zusammen spielen könnten. Hey, es gab zehn Freibier pro Person!" Ja, der erst 22jährige Ostergaard hat die richtige Einstellung!

"Wir sind also in den Probenraum gezogen und haben fünf Songs geschrieben. Wir sollten eine Stunde lang spielen, also haben wir sie mit vielen langen Schlagzeug- und Gitarrensolos gestreckt. Das war schon ziemlich psychedelisch alles. Und so sind wir eine Band geworden." Eine Band, die im heimatlichen Aarhus schon öffentlich am Bahnhof gespielt hat, während das eigene Auto als Stromgenerator herhalten musste. Da wurde auch schon mal schnell die Cafeteria einer Schule zum Konzertsaal umfunktioniert, um Werbung für den abendlichen Gig zu machen. All dies brachte Go Go Berlin schnell auf den richtigen Kurs, bis schließlich der legendäre Produzent Nick Foss (u.a. D:A:D) auf sie aufmerksam wurde. Go Go Berlins Musik ist vom Rock der 70er Jahre geprägt, ohne altmodisch zu wirken. Ostergaard nennt The Doors als eine der großen musikalischen Inspirationen für die Band, erklärt jedoch, dass es bei Bandgründung keine wirklichen Vorbilder gab, was einen bestimmten Stil angeht. "Wir haben einfach angefangen zu jammen. Wir haben alle unsere eigenen unterschiedlichen Vorlieben. Emil (Emil Rothmann, der Bassist, Anm. d. Red.) steht total auf Heavy Metal, während sich unser Gitarrist Mikkel Dyrehave mehr dem britischen Punk-Rock verschrieben hat. Christian ist eindeutig ein Jimmi Hendrix und Blues-Fan, und Anders mag gerne Jazz. Wir haben losgespielt, und unser Sound ist dann so entstanden."

 

Ostergaard, der schon seit seinem 6. Lebensjahr das Schlagzeug spielt, hatte zuvor mit Christian Vium schon in verschiedenen Bands gespielt, aber durch den Keyboarder / Organisten Anders Sondergaard boten sich den beiden Songwritern ganz neue Möglichkeiten: "Er hat uns geholfen, unseren Stil zu finden. Wir haben die Elektro-Orgel gehört und uns gedacht: Wow, das könnte richtig gut werden!" Mit diesem Stilmix haben es Go Go Berlin in kurzer Zeit geschafft, ihr Publikum zu erobern, und bei ihren Konzerten sieht man dann auch alle Altersgruppen von den 16jährigen Mädchen in der ersten Reihe bis zu den 50 und 60jährigen weiter hinten. "Jeder mag Rock'n'Roll", berichtet Schlagzeuger Ostergaard. "Man muss die richtige Band für sich finden, und das könnten wir sein!" Ja, die Jungs haben definitiv die richtige Einstellung, verbunden mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen, um es nach oben zu schaffen. "Kommt alle zu unseren Shows, und wir versprechen Euch, dass Ihr uns mögen werdet! Ich denke, es ist schon sehr lange her, dass die Leute eine richtige Rock'n'Roll-Band gesehen haben. Rock'n'Roll ist eins der größten Musikgenres der Welt, und er wird niemals sterben. Manchmal schläft er, und manchmal riecht er komisch. Im Rock'n'Roll kannst du nichts machen, was es nicht schon gegeben hat, aber du kannst ihn mit einem modernen Sound machen."

Das jetzt in Deutschland erschienen Debütalbum New Gold ist in Dänemark bereits letztes Jahr auf den Markt gekommen und hat Platz 5 der dänischen Charts erreicht. Etwas, das Ostergaard immer noch nur schwer glauben kann: "Ich dachte mir immer: Wow, passiert das wirklich? Das geht alles so schnell. Ich hänge da immer ein halbes Jahr zurück. Ich denke dann, oh, vor sechs Monaten haben wir das und das gemacht, das war total krass, das war immer mein Traum, als ich noch ein kleiner Junge war. Ich wollte zum Beispiel immer mal nach L.A. gehen, seit ich zum ersten Mal Guns N' Roses und Mötley Crüe gehört habe. Manchmal muss man sich in den Arm kneifen, um es wirklich zu glauben." Der Traum von L. A. ist für Ostergaard und Go Go Berlin ebenfalls in Erfüllung gegangen. Noch zwei Tage vor dem Osnabrücker Auftritt hat die Band dort im legendären "Viper Room" gespielt. Und ja, den Amerikanern hat's auch gefallen! Donnerstag L.A., Samstag Osnabrück, das ist echter Rock'n'Roll-Lifestyle! Die Band ist aufgeregt und voller Tatendrang, jetzt auf Tour gehen zu können. Das Konzert in Osnabrück ist der Auftakt zur neuen Tour: "Wir sind ganz aufgedreht, wir sind bereit für die Tour! Wir lieben es, auf Tour zu sein", erklärt uns Ostergaard und schaut sich im rustikal-gemütlichen Backstage-Bereich des Osnabrücker Clubs um, in dem wir das Interview führen. "Es ist immer toll, aus Dänemark raus zu kommen. Deutsche Clubs machen so viel Spaß, weil sie einen ganz eigenen Stil besitzen und nicht so modern wie die meisten in Dänemark sind. Das ist eine richtig tolle Atmosphäre hier. Die meisten Clubs in Dänemark sind sehr modern und unpersönlich."

Auch wenn die Band gerne mit Led Zeppelin verglichen wird, zieht Ostergaard dann doch eher den Vergleich mit den früheren Alben von Aerosmith. Gerade am Anfang des Songs 'Darkness' meint man, Steven Tyler hätte das Mikro übernommen: "Wir haben uns ein paar alten Sachen von Aerosmith angehört, ich glaube, es war das 'Done With Mirrors' Album. Und ich habe zu Christian gesagt: 'Verdammt Mann, da singst Du ja gerade!' Es hörte sich wirklich genau gleich an, absolut." Ostergaard verrät uns, dass er schon seit seiner Kindheit Rockstar hat werden wollen. "Ich habe Aerosmith live auf der Bühne gesehen und gewußt, dass ich so etwas auch einmal machen will!" Wollen Go Go Berlin denn auch so groß wie Aerosmith werden? Ja, das ist definitiv der Plan! Mit halben Sachen gibt man sich nicht ab. "Wir lieben es einfach, vor Leuten zu spielen. Wir wollen mit unserer Musik so viele Menschen wie möglich erreichen und sind gerne auf Tour!" Und die Band freut sich auf die Tour und ihr Publikum. "Jede Show wird anders sein. Wir jammen viel, und wir stellen uns auf unser Publikum ein. Die Leute dürfen sich auf eine tolle Show freuen. Es wird immer größer und immer besser, und wir haben eine tolle Crew dabei."

 

Ostergaard berichtet uns, wie die Band ihre Songs schreibt: "Früher haben wir einfach im Probenraum losgejammt. Der Song 'Raise Your Head' ist zum Beispiel so entstanden. Inzwischen läuft es mehr so, dass jemand eine Idee hat, zu Hause etwas aufnimmt und dann den anderen zeigt. Aber es wird erst ein Go Go Berlin-Song, wenn wir uns dann alle gemeinsam daran setzen. Wenn man alleine schreibt, hat man eine ganz andere Sicht. Wenn fünf Leute gemeinsam an einem Song arbeiten, entsteht etwas, das man alleine gar nicht erreichen kann." Anfang Mai werden Go Go Berlin als "Band aus dem Schrank" im erfolgreichen Comedy-Format "Circus Halligalli" auf ProSieben zu sehen sein. Freuen sich die Band auf den Auftritt und weiß sie, was sie dort erwartet? Ostergaard hat sich ein paar Youtube-Videos angeschaut, aber so richtig fassen kann er das alles noch nicht. "Ich habe das alles noch gar nicht so richtig erfasst. Da werden uns eine ganze Menge Leute sehen."

Zum Schluß wollen wir natürlich noch wissen, warum sich die jungen Dänen ausgerechnet den Namen Go Go Berlin ausgesucht haben. Aber wie bei so vielen Dingen im Rock'n'Roll sollte man keine allzu tiefe Bedeutung dahinter vermuten. Ostergaard erklärt es uns: "Das war bei unserem ersten Gig, wo wir die zwei Wochen bis zum Auftritt hatten. Ich hatte gerade ein Buch über den Songwriter und Jazzmusiker Irving Berlin gelesen. Und ich dachte, es wäre richtig schön frech und cool, seinen Nachnamen zu benutzen. Es ist auch eine Anspielung auf das berühmte 'Whisky A Go Go' in L.A., dem Club, wo schon The Doors gespielt haben."

Ostergaard verrät uns auch, dass für 2015 bereits das zweite Album geplant ist, für das sie bereits einige neue Songs geschrieben haben. Und bis dahin möchte die Band noch mehr live spielen, größere Hallen erobern und ihren mitreißenden Rock'n'Roll in die Welt hinaus tragen. Go Go Berlin kann es schaffen. Die Jungs haben die richtige Einstellung zur Musik, sie wollen voran kommen und es bis ganz nach oben schaffen. Sie arbeiten hart und begeistern live ihr Publikum, so dass die Chancen dafür nicht schlecht stehen. In diesem Sinne: Go Go, Irving!


Interview: Michael Buch
Fotos: Morten Rygaard und Michael Buch


 

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DanielF
© 04/2014 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Go Go Berlin

Homepage:
- Go Go Berlin - Offizielle Bandwebsite

Artikel:
- Go Go Berlin – Von der Schwierigkeit, den richtigen Schluss zu finden
- Go Go Berlin - Rock'n'Roll wird niemals sterben, manchmal riecht er nur komisch

Rezensionen:
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