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Musiker als Kritiker - In Vain & Words of Farewell

Was im Februar mit einem Kontakt zum Label AFM der deutschen Melodic-Death-Metal-Band Words of Farewell begann, um deren neues Album "The Black Wild Yonder" für Whiskey-Soda zu besprechen, inspirierte unseren Progressive-Redakteur Daniel zu einem besonderen Projekt: Wie wäre es, anstatt des üblichen Interviews die Band das Album einer anderen, ähnlichen Band besprechen zu lassen - und jene Band das Album von Words of Farewell? Gesagt, getan. Das interessante Ergebnis lest ihr in unserer Titelstory, in der Words of Farewell gegen In Vain aus Norwegen ausnahmsweise nicht die Instrumente, sondern die Tastaturen bemüht haben.

Musiker haben einen anderen Blick auf Musik als ein Musikjournalist - da wird kompositorisch und produktionstechnisch noch einmal ganz anders hingesehen, vor allem, wenn man stilistisch ähnliche Musik macht. Als "Gegenpart" zu Words of Farewell war schnell das 2013er Album "Ænigma" des norwegischen Progressive-Extreme-Metal-Sextetts In Vain auserkoren, eines von Daniels Lieblingsalben 2013 und durchaus mit musikalischen Parallelen zum aktuellen Werk der jungen Deutschen. Glücklicherweise stellten sich sowohl In Vain's Gitarrist Kjetil Pedersen als auch Words of Farewell zur Verfügung. Kjetil widmete sich "The Black Wild Yonder" im März, während die Band im Tourbus mit Borknagar unterwegs war. Wir wissen nicht, auf wieviel Biere er verzichtet hat, um seinem selbst gesetzten Anspruch einer fairen Kritik gerecht zu werden. Jedenfalls ist das Ergebnis beider Texte mehr als lesenswert. Bei Words of Farewell sehr detailliert, bei In Vain, mit deren Text wir beginnen, unterhaltsam ohne den inhaltlichen Anspruch zu versäumen. Und jetzt hat Kjetil das Wort.

Words of Farewell - "The black wild yonder"
Gastkritik von Kjetil Pedersen (Gitarrist bei In Vain)

Als mich Daniel Frick von Whiskey-Soda mit dem Verweis der Ähnlichkeit zu unserem eigenen letzten In Vain Album "Ænigma" fragte, ob ich Lust hätte, eine Plattenkritik zu "The Black Wild Yonder" von Words of Farewell zu schreiben, sagte ich neugierig zu. Hätte ich mir das nur genauer überlegt! Ohne Erfahrung im Verfassen von Musikkritiken und nicht vertraut mit der Musik der geschätzten deutschen Kollegen wachte ich in der folgenden Nacht schweißgebadet auf: Wie schrecklich blöd und anmaßend würde es klingen, sollte ich das Album hassen und würde die Anstrengungen meiner Musiker-Kollegen in einem Artikel zerreißen müssen.


 

Glücklicherweise stellte sich das schnell als unbegründete Befürchtung heraus, denn Words of Farewell haben mit "The Black Wild Yonder" ein starkes, gut komponiertes und geradlinig gespieltes Album in der stolzen Tradition der Göteborger Schule abgeliefert. Eigentlich bin ich diesen Melodic Death Metal Alben in den letzten Jahren etwas überdrüssig geworden, aber Words of Farewell haben sowohl bei den Riffs als auch den Songstrukturen den gewissen technischen und progressiven Touch, der das Album auch noch frisch und interessant hält, wenn man es mehrere Male angehört hat. Los geht's mit dem ersten Stück 'Continuum Shift' das mit einem langen, melodischen Part beginnt, der sich später im Chorus wiederholt. Der Kontrast zwischen der epischen Größe und den thrasigen Riffs dazwischen machen es den Titel zu einem echten Kracher als Album-Opener. 'Telltale Notion' verbindet geschickt synchronisierte Gitarren und Bassdrums mit Synthesizer und Gitarrenmelodien aus clever aufgelösten Akkorden - die Hookline des Chorus schließlich hat sich tagelang in meinem Kopf fesgesetzt. Diese beiden ersten Titel sowie das exquisite 'Temporary Loss of Reason' sind für mich die absoluten Highlights des Albums - obwohl die Qualität des Songwriting über das ganze Album hoch bleibt und es keine erwähnenswerten Lückenfüller gibt.

Selbst Gitarrist, habe ich die zahlreichen Gitarrensolos wirklich genossen, klar und gut gespielt mit einigen atypischen Melodieansätzen und einigem kreativen und geschmackvollen Einsatz verschiedener Sweep-Tapping-und-Picking-Techniken. Hut ab! Die Produktion gefällt durch eine große Klarheit und Power. Das Monster "Lautstärke" dürfte das Album zwar in mancher Hinsicht Variationen bei der Dynamik beraubt haben, aber das gilt mehr oder weniger für alle Metal-Veröffentlichungen der letzten Zeit, auch für unsere eigenen. Besonders gut gefällt mir der klare, prägnante Bass-Sound, der ihn als eigenes Instrument hörbar macht und ihn nicht nur zum Aufpeppen der niedrigen Frequenzen degradiert. Ihr könnt mir ruhig glauben, Gitarrenspieler KÖNNEN es lernen, Bass-Spieler zu akzeptieren und sogar zu schätzen!

Was die Texte betrifft, erscheint es mir wichtig zu erwähnen, daß ich diese in Ermangelung der Verfügbarkeit nicht explizit betrachtet habe. Ich vermute, die Jungs grunzen über Satan und darüber, keine Baby-Seehunde abzustechen wie wir alle - dafür kriegen sie natürlich meine vollste Zustimmung. Der Gesang geht ebenfalls mächtig ab, und obwohl ich mir etwas mehr Variation bei den Höhen und vielleicht sogar ein wenig Klargesang gewünscht hätte, um der Sache etwas mehr Würze zu geben, schätze ich, daß das einfach eine Sache des persönlichen Geschmacks ist.

 

Um nun noch zu der erwähnten Ähnlichkeit mit "Ænigma" zu kommen, muss ich zugeben, daß ich da nicht viel wirkliche Ähnlichkeiten höre. Unsere Musik mag bei Stücken wie 'Against The Grain' oder 'Image of Time' in eine ähnliche Melodeath-Ecke gehen und auch gewisse progressive Gitarrenpassagen auf "The Black Wild Yonder" würden spielend in einen In Vain Song passen. Aber im Gesamten sehe ich das Words of Farewell Album viel eher als ein typisches, wenn auch originelles Melodic Death Album mit progressiven Kanten, während In Vains "Ænigma" im Bezug auf Genre-Einflüsse, Gesang und Instrumentation viel schizophrener ist. Andererseits finde ich es eigentlich recht schwer, unsere eigene Musik zu analysieren und zu bewerten. Wahrscheinlich dürfte es einem Außenstehenden viel leichter fallen, die Ähnlichkeiten herauszustellen - schließlich wird Daniel Frick gute Gründe zu haben, gerade diese beiden Alben einander gegenüberzustellen.

Nichtsdestotrotz glaube ich wirklich, daß die Musik von Words of Farewell vielen In Vain Fans da draußen sehr gut gefallen würde - und der Umkehrschluss trifft mit Sicherheit genauso zu. Das Album hat mir wirklich Spaß gemacht, abgesehen von der Gelegenheit, neue Musik kennenzulernen, die ansonst bestimmt unter meinem Radar durchgegangen wäre. Words of Farewell, hiermit wird Euch das offizielle In Vain - Gütesiegel verliehen, eine Errungenschaft, die es locker mit einem Purple Heart oder dem Nobelpreis aufnehmen kann. Macht weiter so mit Eurer tollen Arbeit - wir sehen uns "on the road"!

Musiker als Kritiker - In Vain & Words of Farewell Seiten 1 2

 

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DanielF
© 04/2014 whiskey-soda.de
 


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