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Großes Kino mit Dream Theater

'Et jibt Sone und Solche. Und dann jibt et noch janz Andere, aber dit sind die Schlimmsten!' - lautet ein Berliner Sprichwort, welches mir beim Reflektieren des Dream Theater-Konzerts am vergangenen Dienstag spontan in den Sinn kam. Tatsächlich gilt dieser Spruch auch für Metal Bands - Da gibt es Sone und Solche. Und auch noch ganz andere, aber so schlimm sind die gar nicht. Was ich sagen möchte: Viele kleine unbekannte Bands, wie zum Beispiel die Österreichischen Russkaja noch vor wenigen Jahren, reißen sich den Allerwertesten auf, stecken ihr ganzen Herzblut in die Konzerte und versuchen mit ihren durch kleine Tourbusse und schmale Budgets begrenzten Möglichkeiten so viel Show auf die Beine zu stellen, wie es nur irgendwie möglich ist, um so Fans für sich zu gewinnen. Dagegen gibt es jedoch auch eine Menge bekannter Bands, wie beispielsweise Megadeth, die scheinbar genug Fans haben und dermaßen arrogant und unengagiert auf Konzerten ihre Sets herunter leiern, dass man sich als Zuschauer echt fragt, warum man jetzt eigentlich Geld dafür bezahlt hat. Und dann gibt es aber auch noch ganz andere Bands, wie zum Beispiel Dream Theater, die mit fast vier Millionen Likes auf Facebook sicherlich nicht zu den unbekannten Bands dieser Welt gehören - und doch eine sehr beeindruckende und detailverliebte Bühnenshow auf die Beine stellten, als sie am Dienstag den Berliner Admiralspalast bespielten.



Stelle eine Oldschool-Death-Metal-Band in ein nobles Theater, wie den Admiralspalast, und sie werden dir mit ihren Riffs nicht nur die Zähne ziehen, sondern gleichzeitig auch noch den Kronleuchter von der Decke spielen. Ein Raum, dessen Grundriss irgendwas zwischen rechteckig und oval ist, mit zwei Rängen und jeder Menge Stuckelementen an Wänden und Decken, ist sicherlich nicht leicht zu beschallen. Zu viele zu große versetzte Reflexions- und inhomogene Begrenzungsflächen, irgendwo zwischen Holz, Gips und Sitzpolster schaffen wohl einen einzigartigen Raumklang, den besagte Death-Metaller vermutlich vorzugsweise durch das Aufdrehen der Endstufen zu kompensieren versuchen.

Doch Dream Theater machen Progressive Metal. Und Progressive Metal ist die Musikrichtung der Nerds. So ist es zwar beeindruckend, jedoch keineswegs verwunderlich, dass der Klang so astrein im Publikum ankommt, als spielte der Tontechniker eine CD ab. Die Lautstärkeverhältnisse sind genaustens abgestimmt, die einzelnen Instrumente bis ins Detail abgemischt und selbst die beiden Base-Drums sind auf den Punkt genau gestimmt.


Doch der Klang ist nicht alles - auch visuell gibt es ordentlich was zu staunen. So ist die Rückwand der Bühne als alte Klinkerwand mit Graffiti verkleidet, während die Musiker auf der Bühne, bis auf den Keyboarder links neben dem gigantischen Schlagzeug-Käfig, fast peinlich genau symmetrisch platziert sind. Links steht der Bassist, rechts der Gitarrist. Beide haben jeweils ihr Effekt-Geräte-Rack vor sich und in der Mitte stehen die Monitore James LaBries, wobei der Sänger es vorzieht mit seinem Funkmikrofon auf der ganzen Bühne spazieren zu gehen und während der Soli seiner Mitmusiker ganz von der Bühne verschwindet.

 


Neben dem Bühnenaufbau lässt es sich allerdings noch besser über die Lightshow staunen, die ebenso in das Industrie-Outfit der Bühne eingepasst ist. So hängen die Scheinwerfer an der Decke immer zu mehreren in großen silberfarbenen Lampenschirmen oder werden möglichst unauffällig an den Rändern der Bühne platziert und schaffen die beeindruckendsten Lichtstimmungen. Zusammen mit der Videoleinwand, die vor der Klinker-Rückwand der Bühne hängt und diverse zur Musik passende Filmsequenzen einspielt, welche bisweilen auch von Live-Nahaufnamen der einzelnen Musiker überblendet werden, bildet die Lightshow ein eigenes Kunstwerk für sich, das jedoch zusammen mit der Musik, die durch die konzeptuelle Aneinanderreihung der Lieder eine eigene vollständige Geschichte zu erzählen scheint, zu einem großen Ganzen verschmilzt. Beziehungsweise zu zwei großen Ganzen, denn anstatt einer Vorband bieten Dream Theater ihren Gästen zwei Sets, die durch eine viertelstündige Verschnaufpause getrennt werden.

 


Insgesamt spielt die Band also knappe drei Stunden, was dazu führt, dass so manchem Fan am Ende dieses multimedialen Sperrfeuers der Kopf raucht - aber seien wir einmal ehrlich: Wer auf ein Konzert von Dream Theater geht und leichte Kost erwartet, sollte seine Strategie besser vorher noch einmal überdenken. Und so sieht man am noch nicht allzu späten Abend jede Menge glückliche rauchende Köpfe über die Friedrichstraße zum S-Bahnhof wanken. Selten bekam man so viel Show für seine - zugegeben nicht ganz billige - Konzertkarte!

Alle Fotos des Abends kannst du dir auf Facebook ansehen!

SETLIST Dream Theater:

Set 1:
False Awakening Suite
The Enemy Inside
The Shattered Fortress
On the Backs of Angels
The Looking Glass
Trial of Tears
Enigma Machine
Along for the Ride
Breaking All Illusions


Set 2:
The Mirror
Lie
Lifting Shadows Off a Dream
Scarred
Space-Dye Vest
Illumination Theory


Zugabe:
Overture 1928
Strange Déjà Vu
The Dance of Eternity
Finally Free
Illumination Theory




 

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Ieku
© 07/2014 whiskey-soda.de
 


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