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Night of the Prog Festival 2014 - Tag 1

Es ist nach wie vor DAS Sommerevent für alle europäischen Freunde progressiver Rockmusik: Das Night of the Prog Festival im Amphitheater des geschichtsträchtigen Loreleyfelsens bei St. Goarshausen am Mittelrhein. Bekannt und beliebt nicht nur für seine familiäre Atmosphäre, sondern auch eine jeweils gelungene Mischung neuer und etablierter Prog-Bands im weitesten Sinne, zieht es sprichwörtlich Musikliebhaber aus ganze Europa an. Bestimmende Gesprächsthemen im Vorfeld des ersten Festivaltages, dieses Jahr ein Freitag, dürften die kurzfristige Absage der Psychedelic-Rocker Bigelf (beziehungsweise die spannende Frage nach dem Ersatz) sowie das extrem heiße Sommerwetter gewesen sein.

Bei absolutem Traumwetter hat das italienische Neo-Prog-Quartett Gran Turismo Veloce die Ehre, die neunte Ausgabe des Night of the Prog Festival zu eröffnen. Die vier Herren überraschen nicht nur mit ihren roten Overalls (besonders bei der großen Hitze) und schicken Bärten, sondern vor allem mit ihrem frischen Progressive Rock. Der Sound der Gruppe aus der Toskana ist mal klassisch keyboardlastig Prog, mal mit knalligen Hardrock-Riffs garniert. Bandleader und Gitarrist Massimo Dolce lässt es sich nicht nehmen, dem deutschen Publikum zum Gewinn der Fussball-WM zu gratulieren. "Wir waren einfach Scheiße, Deutschland hat den Titel verdient!", schmunzelt der Glatzkopf unter Applaus ins Mikrophon. Mit gezwirbeltem Bart und Glatze sieht der charismatische Bandleader aus wie ein Zirkusdirektor der 30er-Jahre. Allerdings sind es keine wilden Tiere, sondern die Märchenfiguren "Rotkäppchen", "Alice im Wunderland" und "Der Gestiefelte Kater", die in den Songs der Band thematisiert werden. Sänger Claudio Filippeschi ist der neue Mann an Bord und enttäuscht mit seiner warmen, charismatischen Stimme bei seinem ersten Live-Auftritt mit der Band nicht. Der Sound ist nach kleineren anfänglichen technischen Probleme zu Beginn des Sets hervorragend und man hört dem Niveau der Band auch an, daß sie bereits mit international bekannten Prog-Musikern wie Tony Levin zusammengearbeitet hat. Einzig die ungewohnten und für viele wohl auch unverständlichen italienischen Texte können den sonst wunderbaren Festivalauftakt etwas trüben. Dafür entschädigt Dolce mit humorvollen Zwischenbemerkungen und Erklärungen zu den Songs.

 

Den kürzesten Anreiseweg aller Bands zum Festival auf der Loreley hatten definitiv Traumhaus aus dem nur rund 30 km entfernten Berghausen zurückzulegen, außer Long Distance Calling die einzige deutsche Band im Festivalprogramm. A propos Deutsch: Traumhaus hält seit dem Debüt 2001 konsequent an seinen deutschen Texten fest, vorgetragen von Keyboarder und Frontmann Alexander Weyland, dessen Stimme etwas an Xavier Naidoo erinnert. Vervollständigt wird das Quartett durch Gitarrist Tobias Hampl und Bassmann Till Ottinger, Drummer Stefan Hopf wird durch Ray Gattner vertreten. Background-Sängerin Jessica Setzer gehört nicht fest zur Band und hält sich sowohl optisch als auch akustisch im Hintergrund. Der Klang der deutschen Songs gemeinsam mit dem gelungenen, modernen Prog Rock ist ungewohnt, nicht zuletzt weil man mit deutschsprachigen Bands andere (und oft schlechtere) Musik assoziiert. Lässt man sich jedoch darauf ein, ertappt man sich schon bald beim Mitsingen der Refrains von "Das Geheimnis", denn die Band hat jede Menge technische und kompositorische Substanz, trifft die Mischung aus eingängig und niveauvoll sehr gut. Der Sound ist wunderbar und alle Instrumente kommen bei den komplexen und abwechslungsreichen Songs gleichermaßen und gleichberechtigt zum tragen. Nicht von ungefähr kommen zahlreiche positive Kritiken bei einschlägigen Magazinen für das aktuelle Album "Das Geheimnis". Die beiden vorherigen Alben "Traumhaus" und "Die andere Seite" wurden übrigens unlängst beim Indie-Label Progressive Promotion neu aufgelegt.

Collage aus Polen hatten sich nach einer bewegten, und für eine Prog-Band überaus erfolgreichen Geschichte (unter anderem mit Stadiongigs mit Uriah Heep und Fish in ihrem Heimatland und dem Meilenstein-Symphonic-Prog-Album "Moonshine") Anfang der 90er Jahre aufgelöst und zur Begeisterung vieler im vergangenen Jahr mit dem neuen Sänger Karol Wroblewski (ex-Believe) ihre Reunion bekannt gegeben. Auch ein neues Album ist noch in diesem Jahr geplant, doch zunächst können sich die Besucher der größten Prog-Zusammenkunft Europas auf der Loreley von den Live-Qualitäten der Warschauer überzeugen. Der Sound des Quintetts um Bandgründer Mirek Gil (Gitarre) und Wojchiech Szadkowski (Schlagzeug) überzeugt von Beginn an mit einer satten, harten Performance mit Powerchords und dark-rockiger Metal-Attitüde. Aber natürlich kommen auch die bekannten symphonischen Elemente stimmig und launig zum Tragen. Der deutlich jüngere Wroblewski zelebriert die sehr dynamisch vorgetragenen Songs theatralisch in einer langen, frackähnlichen Jacke, an manchen Stellen wirkt seine Performance allerdings fast etwas affektiert. Alles in allem punktet er aber vor allem mit seiner ausdrucksstarken Stimme, die wunderbar zum imposanten Stil der Band passt. Der Applaus ist groß, als die Polen die Bühne verlassen.

 

Long Distance Calling aus Münster sind keine Unbekannten und der Applaus, als sie um 17.40 Uhr die Bühne betreten, spricht für diese Tatsache sowie natürlich ihr eigenständiger und herrlich energiegeladener Postrock. Bassist Jan Hoffmann begrüßt nach dem ersten Song sympathisch zurückhaltend aber mit erkennbarer Freude das Publikum im Loreley-Amphitheater. Los geht's mit dem getragenen 'Nucleus' vom aktuellen Album "The Flood Inside" - einem im besten Sinne typischen Song der Postrocker, in dem sich die Stimmung von ruhigen Gitarren zu knalligen Metal-Riffs steigert. 'Black Paper Planes' hat diese bereits von Beginn an und Gitarrist Florian Füntmann steht breitbeinig und headbangend auf der Bühne und gibt sich ganz dem treibenen Rock-Beat hin. Die Münsteraner stellen auch einen neuen Song vor, ob es sich dabei um einen Track von der durch eine Crowdfunding-Kampagne finanzierte EP "Nighthawk" handelt oder um einen gänzlich anderen Song, lässt Jan Hoffmann offen. Dem Publikum gefällt der neue Titel, wie überhaupt der Applaus während des ganzen Auftritt bzw. den Pausen zwischen den Songs groß ist. Heimspiel eben, sowie eine der wenigen Bands des Festivals, die etwas härter daherkommen. So wie 'Into The Black White Open', ein Song der einmal mehr von sphärischen, fast meditativen Elektrosamples, groovigen Basslines, wundervollen Melodien und schicken Riffs getragen wird. Die Lightshow unterstützt die einzigartige Atmosphäre, kommt aber leider nur wenig zum Tragen, weil die Sonne das Amphitheater noch mit Licht und Hitze flutet. Der frenetischen Begeisterung des Publikums und der Band on stage tut dies absolut keinen Abbruch, so daß man unverhohlen sagen kann, daß der Long Distance Calling Autritt auf der Loreley eines der Highlights der diesjährigen Ausgabe ist.

Night of the Prog Festival 2014 - Tag 1 Seiten 1 2

 

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DanielF
© 07/2014 whiskey-soda.de
 


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