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Night of the Prog Festival 2014 - Tag 2

Nach einem wunderbaren und extrem heißen ersten Tag der Night of the Prog auf der Loreley steht der zweite Tag im Zeichen einer erneuten Auswahl interessanter Bands, dem Headliner Marillion sowie der Frage, wen die Veranstalter denn nun als Ersatz für Bigelf gefunden haben mochten. Die Psychedelic-Doom-Rocker um den zylindertragenden Frontmann Damon Fox hatten sehr kurzfristig ihre Teilnahme wegen Erkrankung abgesagt. Es wird auf den Rängen des Amphitheaters eifrig spekuliert, vor allem natürlich aufgrund der Tatsache, daß Bigelf den Slot als drittletzte Band belegt hatten. Die Lösung war letztlich pragmatisch und abwechslungsreich, doch zunächst sollten andere Musiker das Publikum erfreuen.

Namentlich machen die "Schützlinge" von Mike Holmes (Gitarrist von IQ und Inhaber des Labels GEP) namens Synaesthesia den Auftakt am Festival-Samstag. Die jüngste Band des Festival-Lineups mit Migliedern um die 20 wird geführt von Keyboarder, Sänger und Multiinstrumentalist Adam Warne, der das Anfang 2014 veröffentlichte, selbstbetitelte Debütalbum abgesehen von den Gitarren gänzlich alleine eingespielt hat. Der sympathische Lockenkopf kämpft noch etwas ungelenk mit seiner herabrutschenden Sonnenbrille und dem Mikrophonständer, überzeugt aber gemeinsam mit seinen Bandkollegen neben britischem Charme mit einer melodiösen, frischen und eigenständigen Mischung aus Alternative-Rock, Brit-Pop und Progressive-Rock. Beim Live-Auftritt knallen die Gitarren-Riffs der beiden Gitarristen Sam Higgins und Joey Frevola deutlich mehr (sprich: härter) als auf dem Album. Der lebendige Mix mit Ausflügen zu Funk und Synthie-Pop ist tatsächlich sommerlich. Neben Liedern von ihrem ersten Album stellen die fünf Twens auch den neuen Titel 'Cloudburst' vom kommenden Album vor. Der Live-Sound ist auch am zweiten Festivaltag wieder fantastisch und der neue Song mit der perfekten Mischung aus Groove, Melodie und sanftem Gesang zeigt das ganze Potential der Band, von der man noch viel spannende Rockmusik erwarten darf.

 

A Liquid Landscape aus Holland hatten im Vorfeld all diejenigen, die mit der Band noch nicht vertraut waren besonders neugierig gemacht. Im Festivalprogramm wird der Stil der Niederländer mit Karnivool, Anathema und vor allem Dredg verglichen. Der Vergleich mit Dredg hat seine Berechtigung, auch wenn A Liquid Landscape alles in allem etwas weniger hart daher kommen. Zuvor versäumt es aber auch der Frontmann Fons Herder nicht, den Deutschen Gastgebern zum Gewinn des WM-Titels zu gratulieren. Der Eröffnungstrack 'Nightingale Express' nimmt sich viel Zeit, webt gemächlich eine Stimmung mit zurückhaltenden Gitarren und sanftem Gesang. Rockmusik-Attitüde entwickeln die vier Jungs hauptsächlich durch Laut-Leise-Dynamik oder Crescendi beim Gesang und weniger durch verzerrte Gitarren bzw. rockige Riffs, auch wenn die Live-Präsenz dichter und pointierter ist als auf dem Album. Die Vorschau auf das kommende Album in Form des zweiten Songs 'Open Wounds' ist ruhiger, unprätentiöser und melodischer Alternative-Rock. "Landscape" ist ein treffender Bestandteil des Bandnamens, die Kompositionen der Jungs bestehen aus sich überlagernden, zurückhaltenden Klang-Lagen, die sich zu cinematischen Landschaften zusammensetzen.

Dream The Electric Sleep, die einzige reine US-Band des Festivals, haben ebenfalls ein neues, ihr bereits zweites Album im Rücken, das hierzulande von Just for Kicks Music vertrieben wird und enorm vielschichtig ist. So richtig beschreiben lässt sich der Stil des jungen Quartetts indes nicht, "Progressive Rock" trifft es genauso wenig wie einfach nur "Rock". Das gemeinsam mit der zunächst wenig eingängigen Vielfalt des Albums kann es einem bei einem neuen Live-Publikum schon etwas schwer machen. Dem Loreley-Publikum scheint das nach der begeistert-dankbaren Begrüßung des Sängers tatsächlich so zu gehen: An der wenig enthusiastischen Reaktion der Zuschauer lässt sich zumindest ableiten, daß man nicht so richtig weiß, was man mit der Band bzw. deren Musik anfangen soll. So ist der Applaus eher höflich - was schade ist, denn das Album der Amerikaner ist eine Perle und definitiv mehr Beachtung wert als beim Live-Auftritt auf der Loreley. So beispielsweise die großartige, bombastische Rock-Ballade 'Elizabeth', die die Band Live leider nicht so stimmig herüberbringen kann wie auf dem Album, womit der im Vergleich zum Album deutlich zu rauhe Live-Sound gemeint ist. Wir empfehlen also ausdrücklich, der Band nochmal eine Chance zu geben und in das Album hineinzuhören, was unter anderem auf der offiziellen Webseite möglich ist. Es lohnt sich wirklich!

Clepsydra aus der Schweiz gehörten in den 90er zum Band-Katalog des renommierten "Prog-Labels" Inside Out Music und hatten im letzten Jahr nach der Auflösung 2001 eine vielbeachtete Reunion verkündet. Inzwischen sind vier Alben als Re-Releases erhältlich und auch von einem neuen Album ist die Rede. Offensichtlich hatte die eher Insidern bekannte Gruppe aus der italienischen Schweiz ihre eigene Fangemeinde mitgebracht, die sich vor der Bühne lautstark feiernd und applaudierend bemerkbar machte. Wenn man aber genauer hinsah, konnte man erkennen, daß auf den weiter hinten liegenden Rängen des Loreley-Amphitheaters die Begeisterung bei weitem nicht so groß war. Natürlich ist es letztlich immer Geschmackssache und auch eine emotionale Faktoren wie Nostalgie oder Stimmungslage spielen eine Rolle, ob eine Band gefällt. Vor allem Gitarrist Marco Cerulli brilliert sprichwörtlich mit einem kristallklaren Sound und fantastischen, ausgefeilten Soli. Leider ist das Gesamtpaket kritischer zu betrachten: Der fast schrill-metallisch klingende und viel zu dominant abgemischte Keyboardsound gemeinsam mit der unausgewogenen Stimme (inklusive starkem Akzent beim Englisch) von Sänger Alusio Maggini lässt etliche Besucher nicht so richtig warm werden mit den Schweizern. Vielleicht hatte das Festival bisher auch schlicht zu viel Neo-Prog gesehen - im letzten Jahr war das Festival-Programm deutlich abwechslungsreicher. Es gibt mehr als zurückhaltenden Applaus, aber zu den Abräumern des diesjährigen Festivals gehören die Tessiner definitiv nicht.

 

Inzwischen hatte sich herumgesprochen, daß für Bigelf der Engländer Brian Cummins, ein bekannter Genesis- bzw. Peter-Gabriel-Cover-Artist kurzfristig als Ersatz gewonnen werden konnte. Mit seiner erstaunlichen Fähigkeit, die Stimme von Peter Gabriel zu imitieren, seinem geschickten Einsatz von Loops, seiner kraftvollen Art und Weise, seine Gitarren einzusetzen und seinen Entertainer-Qualitäten schafft es der Brite mit seiner One-Man-Show eine ungewöhnliche (und so wohl kaum erwartete) Bühnenpräsenz zu erlangen. Witzig eingestreute Anekdoten und Sprüche und eine gelungene Auswahl an Songs von Peter Gabriel, Genesis und Marillion ziehen das zunächst skeptische Publikum schnell auf die Seite des Mannes, der als Mitglied der Solo-Band des Ex-Marillion-Drummers Mick Pointer (u.a. auch Arena) und seiner eigenen Cover-Band Carpet Crawlers auf den britischen Inseln schon lange kein Unberkannter ist. Beim gleichnamigen Song von Genesis singen zumindest die älteren Semester im Amphitheater-Publikum begeistert und lautstark den Refrain des Songs mit, ein einmaliges Erlebnis, inmitten des kollektiv singenen Amphitheaters zu sitzen! Dementsprechend gelockert ist die Atmosphäre als der dunkelhaarige Engländer mit Gewitzel die Bühne verlässt.

Night of the Prog Festival 2014 - Tag 2 Seiten 1 2

 

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DanielF
© 07/2014 whiskey-soda.de
 


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