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M'era Luna 2014 - Tag 2

Es ist der zweite Tag des M'er Luna. Nach einem anstrengenden Samstag schläft oder döst man noch, als es am Morgen kurz regnet - Gott sei Dank nichts Schwerwiegenderes: Schon bald klart es wieder so weit auf, dass das Schattenvolk zwar zeitweise der Sonne ausgesetzt ist, aber immer wieder Wolken für Schattenpausen sorgen. Und auch die angesagten Gewitter bleiben aus. Ideales Festival-Wetter!


Der zweite Festivaltag wird von der japanischen Band Bo Ningen eröffnet, die ihren Stil als 'psychedelic underground acid punk' bezeichnen. Früh am Vormittag sorgen die Asiaten beim noch spärlichen Publikum damit jedoch mehr für ratlose Gesichter, obwohl sie extra eine höfliche deutsche Begrüßung gelernt haben ('Guten Morgen!'). Da kommen die Microclocks im Hangar nebenan schon besser an und wecken ihr noch eher spärliches Publikum mit seichtem Elektro-Rock.


Heimataerde bieten den ersten Höhepunkt des noch jungen Festivaltages. Als blutverschmierte Ritter entern sie die Bühne und sorgen durch Küsse und Umarmungen auch in der ersten Reihe für rote Farbe auf den Gesichtern. Aber nicht nur die Show stimmt, die Band kann auch musikalisch überzeugen mit deutschen Texten und harten Riffs irgendwo zwischen Mittelalter-Rock und NDH.

 


Als Euzen, eine dänische Band, irgendwo zwischen Gothic- und Progressive-Rock, mit sehr interessanten Songstrukturen den Hangar bespielten und hinterher eine spontane Autogrammstunde am Bühnengraben gaben, geht es dann mit den Spielleuten von Feuerschwanz wieder zurück ins Mittelalter. Die Erlangener können, wie so oft, mit ihrer bunten Bühnenshow und nicht zuletzt wegen der jungen Damen in den Katzenkostümen für gute Laune sorgen. Zum Song „Wunsch ist Wunsch“ darf dann ein junger Mann im rosa Kostüm aus dem Publikum auf die Bühne, um zum Ende des Sets über die Köpfe der Zuschauer hinweg davon getragen zu werden.

Die Toleranz ebenso wie den Geschmack des Publikums stellen Ambassador21 auf die Probe, als das Zweimensch-Projekt zu dröhnenden Digital-Hardcore Beats die Menge vor der Bühne stinkefingerzeigend zusammenbrüllen. Punk is not dead – Er hat sich lediglich entwickelt, denn meine Mama kann man damit auf jeden Fall schocken!

Nachdem Darkhaus, das neue Projekt des Eisbrecher-Gitarristen Noel-Pix, auf der Main-Stage ihr aktuelles Album präsentierten, dürfen dann Solar Fake mit ihrem Elektro-Gothic-Schlager den Hangar erobern. Zum ersten mal an diesem Tag ist die große Halle bis hinter das Tonpult gefüllt, als Sänger und Triebwagen Sven Friedrich und sein Keyboarder mit ihrer sehr eingängigen, trancelastigen Musik die Party so richtig starten.


„Brachial-Romantik“ nennen Letzte Instanz ihren Stil. Das passt auch ganz gut. Das Infield ist in der Mittagssonne dicht gefüllt, und die Band hat ihr Publikum fest im Griff. Geige und E-Cello prägen den Stil der Band und sorgen mit den leicht merkbaren, emotionalen Texten für Gänsehaut trotz knallender Sonne. Im krassen Gegensatz dazu peitschen [x]-rx ihren Fans daraufhin die Hardstyle-Beats um die Ohren, während letztere ausgelassen im Industrial-Stil tanzen, wonach die Krupps, die nach langer Zeit wieder einmal auf dem M'era Luna Festival sind, erwartungsgemäß Neue Deutsche Härte und stampfende Rhythmen mitbringen. Martialisch wird auf eine röhrenartige Stahlkonstruktion eingedroschen, während Keyboards und Gitarren eine harmonische Einheit bilden, die mit Druck und Tempo nach vorne prescht und den Auftritt zu einem der Highlights des Nachmittags macht.

Als Spetsnaz ihre Extraportion EBM abgeliefert haben, scheinen Faun am späten Nachmittag offenbar einige Naturgötter beschworen zu haben, denn während des Auftritts beginnt es zu regnen. Aber der Wahlspruch echter Goths ist ja bekanntlich, dass Sonne eh albern macht; Also weg mit dem Ding und dem Regen getrotzt. Faun liefern trotz des Regens mit ihrer entspannenden Mittelaltermusik eine überzeugende Show ab.


Erst Hocico, dann Deine Lakaien, im Anschluss DE/Vision – Das Abendprogramm wird spürbar elektronischer, Mittelalter weicht treibenden EBM-Beats und was eben die Mittagssonne war sind jetzt Stroboskope und LED-Scheinwerfer die durch dichten Nebel zucken. „Wir sind Deine Lakaien“ begrüßt Sänger Alexander Veljanov seine Fans nach ersten Song der Dark Wave-Legende. Der Keyboarder und der Sänger haben sich live Unterstützung von zwei weiteren Musikern an den Synthies und Drums mitgebracht und natürlich auch Songs aus ihrem aktuellen Album 'Crystal Palace' im Programm die mit theatralischen Gesten garniert werden.

 


Am frühen Abend kommt dann wieder etwas Abwechslung auf: In Extremo bringen ein letztes Mal mittelalterliche Klänge auf die Dark Stage und ziehen tausende Interessierte Menschen an, die bis weit hinter den Technikturm dicht gedrängt sitzend das Geschehen über die große Videowand verfolgen. Die Band überzeugt durch Konsequenz, keine Überraschungen, tolle Pyro-Show, halbwegs ordentlicher Sound, runde Setlist. Der Headliner erfüllt seine Aufgabe, denn die Fans toben.

Die Ehre des vorletzten Konzerts wird den Synthie-Wave-Poppern von Covenant im Hangar zuteil. Am Eingang wird schon vor Strobolichtern und Nebel gewarnt und zu Beginn des Sets ist das schwedische Quartett um Frontmann Eskil Simonsson tatsächlich kaum zu erkennen - nur ganz langsam zeichnen sich die Konturen im Nebel ab. Eine furiose Lichtshow taucht das Geschehen immer wieder in Stroboskobblitze. Ganz sicher einer der visuell eindrucksvollsten Acts des ganzen Festivals, aber auch musikalisch begeistern Covenant ihre Fans mit packendem Futurepop. Und dann ist es soweit: Steve Naghavi gibt sich mit zwei Keyboardern und einem Drummer die Ehre. And One spielen EBM und Synthiepop mit deutschen Texten. Die Menge springt und singt in Ekstase, nicht wenige sehen in diesem Auftritt das Highlight des Festivals. Und Herr Naghavi geniesst seinen Auftritt sichtlich, rennt wild hin und her, treibt seine Scherze mit dem Publikum. Ja, wenn jetzt alle ihre Handys ziehen und als kollektives Erlebnis die neue CD online kaufen, wird er reich. Ob dieses Experiment allerdings erfolgreich war, konnte diesen Abend nicht mehr ermittelt werden.

Voller schöner Momente war auch das diesjährige M'era Luna wieder. Interessante Musik, hübsche Menschen, tolle Kostüme und die berühmt berüchtigte Modenschau machen dieses Festival jedes Jahr zu einem ganz besonderen Ereignis - auch wenn das diesjährige Publikum durch die Headliner-Show Marilyn Mansons etwas durchmischter und die aufwendig kostümierten Menschen dadurch weniger vertreten schienen. Aber das lässt sich bei so hochkarätigen Künstlern wohl kaum vermeiden.

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© 08/2014 whiskey-soda.de
 


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