whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin
Musikmagazin - Home whiskey-soda Musikmagazin
whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin
whiskey-soda Musikmagazin zur Startseite whiskey-soda Musikmagazin zur Story Seite whiskey-soda Musikmagazin zur Rezensionen Seite whiskey-soda Musikmagazin Livekonzerte und -Interviews whiskey-soda Musikmagazin Community und Forum whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin einfach mal suchen whiskey-soda Musikmagazin
News   
Reviews   
Stories   
Live (WS-TV)   
WS Präsentiert   
Forum   
Facebook   
Story-Archiv   
 

      registrieren  

Colours Not Found In Nature
Steve Hogarth Isildurs Bane
Colours Not Found In Nature
(Progressive Rock)

Back For More
The Voodoo Fix
Back For More
(Rock)

Awaken The Guardian Live
Fates Warning
Awaken The Guardian Live
(Progressive Metal)

Instruction for Destruction
Comaniac
Instruction for Destruction
(Thrashmetal)

Outlive
Demon Hunter
Outlive
(Metalcore)

Vertigo
Sound Storm
Vertigo
(Powermetal)

Endure and Survive (Infinite Entanglement, Pt. II)
Blaze Bayley
Endure and Survive (Infinite Entanglement, Pt. II)
(Powermetal)

Windows
Jon Lord
Windows
(Progressive Rock)

Resolve
MindMaze
Resolve
(Progressive Metal)

Two Devils Will Talk
The Real McKenzies
Two Devils Will Talk
(Punk)



Apocalyptica - Ein Erlebnis der ganz besonderen Art

Spätestens mit ihrem neusten Werk “Reflections“ dürften Apocalyptica auch dem letzten Zweifler bewiesen haben, dass sie viel mehr als nur die wohl ungewöhnlichste Coverband der Welt sind. Zwar haben Eicca Toppinen, Perttu Kivilaakso und Paavo Lötjönen auch auf ihrer diesjährigen Tour gezeigt, dass sich Celli und Metal wunderbar miteinander vertragen, aber die drei ehemaligen Studenten der Sibelius-Akademie sind zu Höherem berufen, als einfach immer nur Schwermetallsongs von Sepultura, Pantera und vor allem Metallica in ein anderes Gewand zu stecken und sie auf brachialste Art und Weise über altehrwürdige Instrumente erklingen zu lassen. 3000 Menschen folgten dem Ruf der Finnen und machten sich in der ausverkauften Columbiahalle in Berlin ein Bild darüber, in wie weit die Cello Metaller sich ihrem alten Image tatsächlich entziehen können und mit ihren eigenen Songs zu begeistern wissen.

Das Zeitlimit zum Startschuss schon etwa eine halbe Stunde überschritten, begannen Eicca, Perrtu und Paavo gegen 21.30 mitteleuropäischer Zeit ihre Show. Die zwar durch den Verlust von ihrem vierten Mann Max Lilja auf ein Trio geschrumpften apokalyptischen Reiter verzichteten jedoch nicht auf die Unterstützung von Ex-Mitglied Antero Manninen, der mit Anzug und Sonnenbrille vom Rest der rockig aufgestylten Truppe optisch auffällig herausstach, was dem Zusammenspiel aber keinen Abbruch tat. Los ging es erst mal mit “Cortege“, einem neuen Stück vom aktuellen Album, bevor die vier mit den ersten Klängen von “Master Of Puppets“ für wahre Begeisterungsstürme im Publikum sorgten und beim Refrain glich die Halle einem einzigen Chor von tausenden Stimmen die immer wieder ein und die selben Worte brüllten. Danach ging der Song nahtlos in “Pray“ vom Vorgängeralbum “Cult“ über, doch schon hieß es wieder “Metallica rules“ und “One“ wurde angestimmt. Und wieder wurde mit tosendem Beifall gedankt. Nun folgte die laut Eicca erste Ballade von Apocalyptica, “Romance“. Das war jedoch nur die Ruhe vor dem Sturm, denn als nächstes stand Sepultura auf der Playlist: “Refuse/Resist“. Während Antero und Paavo relativ ruhig auf ihren Stühlen verharrten und ihre Celli spielten, rannten Perttu und Eicca wie wild geworden über die Bühne, brüllten rum, headbangten und “vergewaltigten“ nebenbei auch noch ihre Instrumente, was für Begeisterung im Publikum sorgte und vereinzelte Metaller zum Synchronheadbangen veranlasste. Beim spanisch angehauchten “Toreador II“ war die Columbiahalle dann komplett am Beben, bevor alle die Bühne verließen, es dunkel wurde und zwei Totenköpfe auf einer Leinwand zum Vorschein kamen.

 

Aber schon waren die Jungs wieder zurück, um mit “For Whom The Bell Tolls“, einem weiteren Song von Metallica, die Menge zum Kochen zu bringen. Danach fiel dann endlich der Vorhang, um ein Schlagzeug und passenden Musiker zum Vorschein zu bringen. Zwar saß nicht Slayer Drummer Dave Lombardo, der auf “Reflections“ die Schlagstöcke schwang, hinter den Fellen, aber der stattdessen agierende Micca verstand sein Handwerk ebenfalls recht gut und gab somit keinen Anlass zum Meckern! Das bedeutete, die Zeit für ein paar Titel vom “Reflections“-Album war reif und so wurden mit “Heat“, der Ballade “Far Away“, “Resurrection“ und “Cohkka“ gleich vier Eigenkompositionen zu Gehör gebracht. Doch bei der Metallica-Ballade “Nothing Else Matters“ durfte Micca sich dann eine Zigarettenpause gönnen, da Apocalyptica außer der gesanglichen Beteiligung der Fans hier keine Unterstützung benötigten. Nach “Path“ waren noch mal Metallica und Sepultura dran, und im Endspurt gab die Band erneut alles. Eicca und Perttu spielten ihre Instrumente mit einem atemberaubendem Tempo in jeder erdenklichen Art und Weise an stets wechselnden Plätzen, dreschten auf das Schlagzeug ein und feuerten zusammen mit Paavo die Fans in den ersten Reihen an. Einzig Antero blieb wie schon den ganzen Abend ruhig und allein auf seine Fingerarbeit konzentriert. Völlig erschöpft wurde die Bühne dann verlassen.

Aber was wäre es für ein Konzert gewesen, wenn sich Apocalyptica nicht zu ein oder besser zwei Zugaben hätten hinreißen lassen. Und natürlich mussten es zwei ihrer Klassiker sein. Zum einen Metallicas “Enter Sandman“, zum anderen Griegs geniales “Hall Of The Mountain King“.
Völlig KO und schweißgebadet, jedoch offensichtlich überglücklich verließ die Band plus Ersatzmann und Drummer nach knapp 90 Minuten und mehreren Verbeugungen und Umarmungen das Geschehen.
Super Sound, eine Band, die alles gab und eine wahnsinnige Lichtshow mit perfekt auf das Bühnenprogramm abgestimmten Farbspielen machten dieses Konzert der Cello-Metaller zu einem Erlebnis der ganz besonderen Art, das einer Menge von Leuten aus gutem Grund wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird.



 

auf Facebook empfehlen/teilen       Artikel drucken

Jule
© 03/2003 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Apocalyptica

Homepage:
- Apocalyptica
- MySpace-Seite

Artikel:
- Apocalyptica - Jetzt werden andere Saiten aufgezogen
- Apocalyptica - Ein Erlebnis der ganz besonderen Art
- Apocalyptica - Nichts als die Wahrheit
- Apocalyptica - Höreindrücke vom neuen Album
- Apocalyptica - John Lennon ruft nie zurück
- Apocalyptica & Subway To Sally - Mitreißend und aufgeheizt
- Apocalyptica & Avanti! Orchestra - Let's get classical

Rezensionen:
- Inquisition Symphony
- Apocalyptica
- Amplified - A Decade Of Reinventing The Cello
- Worlds Collide
- 7th Symphony
- Shadowmaker

Mediathek:
- In Memoriam (live)
- Fight Fire With Fire (live)


whiskey-soda RSS Feed

FACEBOOK

YOUTUBE

CD des Monats 04/17
Fourteenseventysix - Our Season Draws Near

Fourteenseventysix - Our Season Draws Near


alle Reviews hier



   
Seite/ Inhalt gefällt mir
whiskey-soda als Bookmark bei: Mr. Wong whiskey-soda als Bookmark bei: Webnews whiskey-soda als Bookmark bei: Facebook whiskey-soda als Bookmark bei: Icio whiskey-soda als Bookmark bei: Linkarena whiskey-soda als Bookmark bei: Favoriten whiskey-soda als Bookmark bei: BoniTrust whiskey-soda als Bookmark bei: Favit whiskey-soda als Bookmark bei: Linksilo whiskey-soda als Bookmark bei: Readster whiskey-soda als Bookmark bei: Folkd whiskey-soda als Bookmark bei: Yigg whiskey-soda als Bookmark bei: Digg whiskey-soda als Bookmark bei: Del.icio.us whiskey-soda als Bookmark bei: Reddit whiskey-soda als Bookmark bei: StumbleUpon whiskey-soda als Bookmark bei: Blinklist whiskey-soda als Bookmark bei: Technorati whiskey-soda als Bookmark bei: Newsvine Information

Home | News | Stories | Reviews | Live | Forum | Community | Impressum | B2B | Newsarchiv | Storyarchiv | Reviewarchiv | 1995-2017 © whiskey-soda.de