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Opeth - Von Gott, Alkohol und der Last, ein netter Schwede zu sein

Sie waren eine der respektiertesten Progressive-Death-Metal-Bands der letzten zehn Jahre. Bis sie 2011 mit "Heritage" einen überraschenden und krassen Stilwechsel in Richtung Progressive Rock vollzogen. Massenhaft waren langjährige Fans vor den Kopf gestossen, nicht zuletzt, weil bei der letzten Tour nicht ein einziger Growl über Mastermind Mikael Åkerfeldts Lippen kam. Nicht ein Death Metal Song wurde gespielt und viele Metalheads fühlten sich verraten. Rückblickend ein Fehler, denn die Band liebe die alten Songs nach wie vor, räumte Åkerfeldt in unserem Interview ein. Dieser Fehler der letzten Tour wurde ausgebügelt im gefüllten LKA Longhorn in der schwäbischen Metropole. Aber zuvor plauderten wir mit dem Skandinavier über alkolholische und musikalische Vorlieben, den Blick auf die eigene Band und natürlich das neue Album.



WS: Was inspiriert dich bei deinen Texten? Ich möchte mal zwei Songtitel bzw. Zitate herausnehmen. Auf dem letzten Album gab es 'The Devils Orchard' mit dem Refrain "God is dead" und auf dem neuen Album gibt es den Titel 'Faith In Others'. Sagt das etwas darüber aus, woran du glaubst?

 

MA: Nein. Als ich 'The Devils Orchard" geschriebenen, kam mir eben dieser Satz, 'God Is Dead'. Jedem, dem ich das Demo davon vorgespielt habe sagte mir, daß es ein wirklicher Ohrwurm ist. Ich habe auf der Demo einfach mit Worten herumgespielt - das ist alles. Bei allen blieb es hängen. Ich kann mich auch daran erinnern, mit Steven Wilson darüber gesprochen zu haben. Er hat das Album ja abgemischt und ich sagte ihm, daß ich darüber nachdächte, diesen Refrain neu zu schreiben. Aber auch er sagte mir: "Behalt das drin! Das ist 'ne starke Sache." Irgendwie hängt es natürlich schon mit meiner Vergangenheit zusammen, an meine frühen Tage in einer Death Metal Band. Damals habe ich fast ausschließlich okkulte, manchmal fast satanische Texte geschrieben. Aber im Grunde genommen hat die Zeile nichts mit meinen religiösen Überzeugungen zu tun. Der Rest des Texts hatte nichts mit "Gott ist tot" zu tun. Es war einfach Blödsinn. Aber es ist ein gutes Lied geworden, dessen Thema auch auch "Ghost Reveries" gepasst hätte. Bei 'Faith In Others' geht es ebenfalls nicht um Glauben im Sinne von Religion, sondern daran, an andere Menschen zu glauben.

WS: Wenn wir gerade über das Thema Glauben sprechen: Ich hab vor einer Weile ein Interview mit einer Schwedischen Death Metal Band gesprochen, die alle Christen sind. Eine christliche Death Metal Band aus Schweden! Ich mag ihre Musik, sie haben diesen melodischen, skandianvischen Metal-Touch und ihre Texte sind recht tiefgründig. Kennst du irgendwelche christlichen Metal-Bands und was denkst du darüber?

MA: Es gab mal Mortification, die sind glaube ich aus Australien. Ich kann mich allerdings nicht mehr daran erinnern, wie sie überhaupt klangen. Ich würde mich selbst als Atheist bezeichnen und religiöse Themen mit Musik zu verknüpfen, schreckt mich eher ab. Viele dieser Bands haben etwas propaganda-artiges in ihren Texten und das mag ich nicht besonders. Ich bin Kolumnist in einem Schwedischen Rock-Magazin und habe zu dem Thema mal eine Kolumne geschrieben. Musik und Religion. Oder Musik, die von religiösen Bands gemacht wurde. Meine provokante Frage war, wieviele tatsächlich gute Bands aus dieser Richtung es überhaupt gibt. Ich habe dann eine gewählt, die ich persönlich mochte, eine alte Band. Sie hießen Salamander und hatten ein Album mit dem Titel "Die Zehn Gebote." Das spricht ja schon für sich selbst. Die waren meiner Meinung nach die Beste Band mit Liedern und Texten, die auf ihre Glaubensüberzeugungen bezogen waren. Ich war nie ein großer Stryper-Fan. Ich war auch nie ein großer Mortification-Fan. Ich bin ein großer Stevie Wonder Bewunderer und eines meiner absoluten Lieblingsalben überhaupt ist von ihm und heißt "Innervisions". Darauf gibt es ein Lied das "Jesus Children of America" heißt. Den Song kann ich mir einfach nicht anhören, obwohl ich das Album liebe! Ich kann das nicht erklären. Musik und Religion schreckt mich einfach ab. Es passt für mich nicht zusammen. Aber das ist keine persönliches Statement an all jene, die genau das machen.

WS: Das ist ein sehr interessantes Thema, über das man stundenlange diskutieren könnte. Leider haben wir die Zeit nicht. Von daher lass uns über etwas anderes sprechen. Über das Cover-Artwork von "Pale Communion", das erneut Travis Smith gemacht hat. Ich habe gehört, daß der Album-Release verschoben wurde, weil das Artwork nicht rechtzeitig fertig war. Hatte dir die Arbeit von Smith dieses Mal nicht gefallen?

 

MA: Nein, es hat einfach (zu) lange gedauert. Ich hatte diese coole Idee mit den drei Gemälden. Und für jeden dieser drei Teile hat Travis so viel Zeit gebraucht wie für das Cover von "Heritage". Ich hatte schlicht nicht weit genug gedacht und vor lauter Ideen zu wenig über den zeitlichen Ablauf nachgedacht. Er hat also wirklich lange dran gearbeitet und ich hatte dann auch noch Änderungswünsche. Und so hat es am Schluß einfach nicht mit dem ursprünglichen Release-Termin gepasst. Aber das Endergebnis gefällt mir sehr. Ich liebe das Cover! Es gibt allerdings noch ein paar kleine Fehler in den Danksagungen. Heutzutage gibt es ja die Tendenz, zig Versionen von einem Album herauszubringen. Also bekam ich all diese Dateien geschickt, die ich genehmigen musste. Ich habe da ehrlich gesagt dann nicht ganz durchgeblickt und dachte mir: Das wird schon passen! Hatte aber ein paar Dinge durcheinandergebracht. (Lacht)

WS: Du bist ja ein bekennender Prog-Fan und die neuen Opeth könnte man durchaus als Progressive Rock bezeichnen. Ich habe kürzlich ein Interview von dir gesehen, in dem du sinngemäß meintest, daß viele neuere Bands nicht mehr innovativ und auch nicht mehr rebellisch oder grenzüberschreitend seien. Gibt es denn überhaupt neuere Bands im Progressive-Rock oder -metal Bereich, die dir gefallen?

MA: Das ist 'ne echt schwere Frage. Ich höre einfach sehr wenig neuere Musik. Ich bin viel zu sehr mit meinen alten Platten beschäftigt. Ab und zu bekomme ich mal einen Sampler und sicherlich gibt es da draussen viele kompetente Bands. Aber sobald ich etwas höre, was mich an eine alte Band erinnert, interessiert's mich nicht mehr. Ich will hier niemanden schlecht machen von neueren Bands, absolut nicht. Es gibt wirklich viel gutes. Und beim Metal. Naja. Vermutlich klinge ich jetzt wie ein alter Sack. In den Siebzigern, Achzigern und bis zu einem gewissen Grad auch in den Neunzigern hatten die meisten Bands ihre eigene Identität. Da wurde nichts vermischt. Scorpions. Die hast du sofort erkannt! Oder Judas Priest. Purple. Sabbath. Led Zeppelin. Mein Problem ist glaube ich, daß ich das bei den neueren Bands einfach nicht spüre. Zumindest beim Metal. Bei Prog kann sich wohl jeder denken, daß ich ein großer Fan von Steven Wilsons Arbeit bin. Ich glaube nicht, daß der Mann jemals einen einzigen schlechten Song geschrieben hat. Es hat also mehr mit Geschmack zu tun. Und nur weil mir vieles neueres nicht gefällt, heißt es ja nicht, daß die Bands schlecht sind. Es gibt einfach eine bestimmte Art von Musik, die mich direkt anspricht. Manchmal brauche ich nur ein paar Sekunden um fasziniert zu sein und zu merken, daß da etwas besonderes ist.

WS: Hast du das neue Album von Soen gehört? Da spielt ja unter anderem dein ehemaliger Opeth-Drummer Martin Lopez. Das neue Album erscheint in Kürze und hat mich auch etwas an Opeth erinnert.

MA: Naja, ein klein wenig vielleicht. Ich habe mir einen Song angehört und fand ihn gut. Auf dem ersten Album haben sie mich stark an Tool erinnert, was Sinn macht. Als Lopez bei uns gespielt hat, war er immer ein großer Tool-Fan. Aber es ist auch hier wie ich schon sagte: Sie sind wirklich kompetente Musiker und eine gute Band, aber trotzdem würde ich mich nicht hinsetzen und mir das Album anhören.

WS: Das heißt wohl, du bleibst einfach bei den alten Bands?

MA: Es gibt sooo viele! Ich bin zugegeben auch ein bißchen romantisch veranlagt und es hat auch etwas mit Nostalgie zu tun. Wenn ich durch meine Plattensammlung gehe, passiert es mir so oft, daß ich schon nach ein paar Sekunden denke: "Wow, das ist so fantastisch!" Und warum sollte ich mir dann neue Musik anhören?



There's also the raw, english version of the Interview available. Click here.


Interview & Übersetzung: Daniel Frick
Fotos: Florian Stangl


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