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SweetKiss Momma - Vom Gottesdienst zur Rockbühne

Ein staubiger Saloon oder eine Biker-Bar mit Billardtisch, dazu Dosenbier und Hamburger, oder vielleicht die Backstage-Area eines rustikalen Clubs mit Holztischen, knarzenden Dielenbrettern und Stratocastern an den Wänden - das ist vermutlich die richtige Atmosphäre, um über Southern Rock zu sprechen. Wir trafen die vier amerikanischen Musiker von SweetKiss Momma daher ganz stilecht...in einem Chinarestaurant beim Essen vor ihrem Auftritt in Bremen. Aber inhaltlich ging es in unserem Interview natürlich dennoch um Southern Rock und Gospel, und darum, wie es ist, zum ersten Mal durch Europa zu touren. Und um die Frage, ob man uramerikanischen Rootsrock auch erfolgreich in Deutschland spielen kann.


SweetKiss Momma aus dem US-Bundesstaat Washington sind in ihrer Heimat auf dem richtigen Weg. Das letztes Jahr auch bei uns erschienene zweite Album A Reckoning Is Coming wurde von einem Grammy-Gewinner gemastert und erhielt gute Kritiken. Die vier Amerikaner haben in ihrer Heimat schon eine Menge Konzerte gegeben, aber die Band ist jetzt das erste Mal in Deutschland, das erste Mal überhaupt auf europäischem Boden, um hier Musik zu machen. Und die klingt in diesem Fall wie eine Mischung aus Lynyrd Skynyrd, The Black Crowes und den Kings Of Leon. Das Tourleben ist anstrengend und macht hungrig, und so haben Jack Parker (Gitarre), Jimmy Hughs (Schlagzeug) sowie die beiden Brüder Jeremy (Bass) und Jeff Hamel (Vocals, Gitarre und Harmonica) gesunden Appetit, als sie sich im Chinarestaurant mit uns über die Geschichte ihrer Band und ihre Musik unterhalten. Zunächst fällt uns aber der aktuelle Wechsel im Line-Up auf: Gitarrist Aaron Arnold hat die Band nur wenige Wochen vor dem Beginn der ersten Europatour aus persönlichen Gründen verlassen und wurde durch Jack Parker ersetzt.

"Wir hatten auch gerade noch einen Fernsehauftritt geplant, und natürlich stand die erste Europatour an"
, erinnert sich Frontmann und Bandgründer Jeff Hamel an die Probleme der vakanten Positon an der Leadgitarre. "Ich habe einige Freunde gefragt und ihnen geschrieben, was wir brauchen, und so wurde uns Jack Parker empfohlen. Wir hörten ihn uns an, und ich sagte zu ihm: 'Hey, du bist sexy! Spiel' Gitarre für uns!'" Hamel lacht, und der neben ihm sitzende Jack Parker muss jetzt ebenfalls grinsen. "Call me, maybe?" zitiert der Musiker augenzwinkernd den bekannten Ohrwurm.

 

Mit dem neuen Gitarristen, der nun nur noch wenig Zeit hatte, die Songs zu lernen und dann gleich mit auf Tour kam, waren Sweetkiss Momma wieder zu viert, und so konnte sich die vier "Js" Jeff, Jeremy, Jack und Jimmy auf nach Europa machen, um hier ihren Southern Rock zu verbreiten. Oder wie würden die Musiker selbst ihren Stil beschreiben? "Die Leute sagen, wir machen Southern Rock", erklärt Leadsänger und Gitarrist Jeff Hamel. "Mit dieser Aussage können wir leben, auch wenn wir im Nordwesten nun mal so weit vom Süden entfernt sind, wie man ungefähr nur davon weg sein kann."

Hamel und die anderen stammen aus dem kleinen Ort Puyallup südlich der Metropole Seattle ganz oben im Nordwesten der USA. Seattle wurde durch Nirvana und Grungerock bekannt und ist eben nicht gerade eine Hochburg des sogenannten Southern Rocks. "Ich nenne unseren Stil 'American Roots Rock'", erklärte Hamel. "Er enthält Elemente des Blues, aber auch Country, Gospel und vor allen Dingen Rock'n'Roll, alles miteinander vermischt. Was dabei heraus kommt, kann man wohl als Southern Rock bezeichnen, ja. Diese Elemente haben den Southern Rock schon immer ausgemacht. Wir haben uns ja nicht hingesetzt und gesagt, wir wollen diese oder jene Art von Musik machen, es hat sich einfach so entwickelt. Ich meine, ich schreibe ständig Songs, und zusammen mit der Band haben sich die Songs so entwickelt, wie sie jetzt klingen. Wir haben nicht speziell darauf hingearbeitet, wie Southern Rock zu klingen, und wir haben uns auch nicht hingesetzt und gesagt: Hey, wir sind aus Seattle, wir dürfen nicht wie Grunge klingen!" Jeff Hamel erklärt, dass sich der Stil der Band eben einfach durch seine Songwriting-Ideen ganz spontan so entwickelt hat. "Das ist die Art von Musik, die wir mögen. Obwohl wir viele verschiedene Stile gern hören."

Dieser Stil wurde maßgeblich vom Gospel beeinflusst, denn im Grunde haben SweetKiss Momma ihre Wurzeln in der Kirche. Ja, richtig gelesen. Aber fangen wir doch ganz von vorne an. Jeff Hamel erinnert sich an die Anfangszeiten der Band, die 2008 gegründet wurde. "Im originalen Line-Up, zu dem ich ja schon immer gehört habe, waren wir einfach eine Gruppe von Leuten, die Sonntags in der Kirche Musik gemacht haben. Wir haben Gospels und Spirituals gespielt." Die amerikanische Kirchenmusik untescheidet sich bekanntlich grundlegend von unserer. Bei uns bedeutet Kirchenmusik in der Regel lediglich, dass die Gemeinde mehr schlecht als recht ein paar Lieder singt und der Organist mehr oder weniger monoton dazu spielt. In den USA treten regelmäßig ganze Rockbands in den Gottensdiensten in Erscheinung und verpassen Gospeln und Spirituals eine modernes, rockigeres Gewand. Die Grenzen zwischen Blues, Gospel, Spiritual und modernem Rock sind da fließend. Gerade aber auch im Bereich der Country Music haben viele Künstler ihre Karriere in den Gottesdiensten begonnen.

"Eines Sonntags haben wir uns gedacht, dass es doch cool wäre, mal etwas völlig anderes zu spielen, zum Beispiel eben Rock'n'Roll. Also haben wir uns getroffen und gejammt und es ausprobiert." Jeff Hamels jüngerer Bruder Jeremy war zu diesem Zeitpunkt gerade aus Kalifornien zurückgekommen, wo er Militärdienst bei der Luftwaffe abgeleistet hatte. Jeremy spielt die Bassgitarre und wurde schnell ein Mitglieder der neu entstandenen Band. Die anderen Originalmitglieder der Band stiegen nach und nach aus, zuletzt eben Aaron Arnold.

 

"Für uns alle war es die erste Band, und das ist es immer noch", erklärt Jeff Hamel nicht ohne Stolz. So formierten sich die Musiker und nahmen ein paar Songs auf. Schnell wurden die ersten Auftritte in lokalen Clubs im Großraum Seattle gebucht, und schon stand die Band vor der nächsten Herausforderung: Ein griffiger Name musste her. "Bis kurz vor unserem ersten Liveauftritt hatten wir noch keinen Bandnamen", erinnert sich der Sänger. "Wir hatten verschiedene Ideen, wie wir uns nennen könnten. Unser damaliger Gitarrist Aaron hatte die Idee, wir könnten ja 'Scuzzbucket' heißen, was uns aber zu sehr nach einer Metalband klang."

Basser Jeremy hätte dieser Name wohl gefallen, wie er an dieser Stelle einwirft. Die eigentliche Erleuchtung kam dann aber, als Jeff Hamel mit seiner Ehefrau und ihrem gemeinsamen damals einjährigen Sohn im Auto unterwegs war und von seiner Frau geküsst wurde. "Sie trug diesen Lipp-Gloss mit Fruchtgeschmack, und ich habe mich zu meinem Sohn auf dem Rücksitz umgedreht und zu ihm gesagt: 'Hey, wir haben heute aber eine süß-küssende Mutti, was?' Da wurde mir klar, dass das ein toller Name für die Band ist. Es war der erste Name, und wir sind seither dabei geblieben." Damit wäre dann wieder einmal das Mysterium eines Bandnamens aufgeklärt.

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SweetKiss Momma - Vom Gottesdienst zur Rockbühne Seiten 1 2

 

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Michael
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