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Death - Reise in die Vergangenheit einer Legende

Nur selten hat man die Möglichkeit, eine legendäre Band, die offiziell gar nicht mehr existiert, live zu erleben. Es gibt ab und an einzelne Reunion Shows aufgelöster Bands. Noch viel häufiger werden berühmten Bands horrende Beträge für solche Konzerte angeboten, die dann aber nie zustande kommen. Metalheads sind in tiefstem Herzen Nostalgiker und Romantiker, und wenn ein Klassiker wie Death auf Tour kommt, dann ist Begeisterung vorprogrammiert. Die Death-Metal-Legende um den 2001 an Krebs verstorbenen Chuck Schuldiner gehört zweifellos zu dieser Kategorie. Die in Abgrenzung zur tatsächlichen Band unter dem Namen Death to All -DTA tourende Band wechselnder musikalischer Wegbegleiter Schuldiners sieht sich als Tribute-Band und ist seit 2012 auf Tour. Begleitet von anderen Genre-Veteranen wie Gorguts, Obituary oder den deutschen Obscura waren die Touren ein großer Erfolg im Underground. 2015 steht der 20. Geburtstag des sechsten Albums "Symbolic" auf der Agenda. Die Gelegenheit, in der Besetzung Steve DiGiorgio (Bass), Gene Hoglan (Schlagzeug), Bobby Koelbe (Gitarre) und Max Phelps (Gesang, Gitarre) bzw. Steffen Kummerer (Gesang, Gitarre) eine weitere Tour zu zelebrieren.

Besondere Ironie der Tour: Die ursprünglich als Support gebuchten Massacre aus Florida, deren Rick Rozz und Kam Lee Mitte der 80er mit Schuldiner zu den Gründungsmitgliedern von Death gehörten, dann aber ausstiegen, haben sich Ende 2014 aufgelöst. So blieben nur noch die französischen Death-Thrasher Loudblast und die Kalifornischen Technical-Deather Abysmal Dawn als Vorbands übrig, die aber einen absoluten soliden Job machten, auch wenn die beiden Sets nur je 30 Minuten dauerten. Loudblast aus Nordfrankreich eröffneten den Abend. Die Franzosen gehörten Mitte der 80er zu den Wegbereiter des Genres in ihrer Heimat und sind nach einer kurzen Auflösung Ende der 90er wieder aktiv. Kurz vor dem 30. Geburtstag hat die Band im vergangenen Mai ihr jüngstes Werk "Burial Ground" veröffentlicht, mit dessen 'Bloody Oath' der Vierer um Sänger Stéphane Buriez den Abend fett eröffnen. Perfekte Lautstärke und Soundmix fallem jedem der rund 200 Metalheads der gut gefüllten Alten Kaserne in Zürich sofort auf - neben der schlafwandlerischen Beherrschung der Instrumente. 'The Bitter Seed' ist ein astreiner Hochgeschwindigkeits-Thrasher, der jedem der Musiker Raum zum Ausdruck gibt. Drummer Hervé Coquerel knüppelt den perfekten Beat mit spritzigen Fills in seine Felle und Becken und Basser Alex Lenormand lässt seine dunkle Lockenpracht im Dauer-Windmühlenbetrieb im passenden Rhythmus laufen. 'From Dried Bones', ebenfalls vom neuen Album, überrascht mit einem schaurig-dezenten Beginn und bleibt mit schick-meldodischen Leads im Midtempo-Bereich. Mit dem klassischen 90er-Thrasher 'My Last Journey' von "Sublime Dementia" (1993) endet der recht kurze, aber vor allem von einem exzellenten Sound geprägte Auftritt der Franzosen.

 

In der Umbaupause ertönt aus der Clubanlage im Hinblick auf das Publikum eher unpassend, aber zur großen Freude des Autors dieses Artikels, Gitarren-Magier Gary Moore und sorgt für gute Laune bis Abysmal Dawn aus L.A. die Bühne entern und mit 'Perfecting Slavery' von ihrem vierten Album "Obsolecence" Vollgas geben. Die Songs sind technisch briallant geschrieben und präsentiert, das Problem, ganz im Gegensatz zu Loudblast: Der Sound-Mix überzeugt nicht. Das Schlagzeug ist viel zu präsent, auch wenn es eine wahre Freude für Augen und Ohren ist, Trommler Scott Fuller bei seiner Arbeit zuzusehen. Gleichzeitig kommt der Gesang von Frontmann Charles Elliott bei weitem nicht so mächtig rüber wie auf dem Album, was schade ist, denn dort zuckert der Bandleader seine Songs mit astreinen, mächtigen Growls. Das Publikum honoriert den Auftritt dann auch höchstens mit höflichem Applaus - ausflippen geht anders. Das wird auch deutlich, als Elliott mitten im Set die Zuschauer zu einem Geburtstagsständchen für seinen Schlagzeuger animieren möchte - der Gesang aus der Menge bleibt mehr als bescheiden. Das kann man von den Songs der vier Jungs nicht behaupten, selbst wenn die Technik an diesem Abend nicht auf ihrer Seite spielt. Das düstere 'My Own Savior' zeigt auch die Variablität bzw. Wandlung der Band mit dem hier langsamen Titel, aber hervorragend stimmungsintensiven Drums und Gitarren. Nach dem siebten Song 'In Service Of Time' endet das Set der Technical-Deather mit einem besonderen Feeling für Melodik, ebenfalls nur nach einer halben Stunde. Schließlich sollte noch genügend Zeit für die Helden des Abends bleiben.

Die potentiellen Helden des Abends überraschen zunächst mit dem Duft von Räucherstäbchen und einem Steve DiGiorgio, der mit Hippie-Stirnband, Schlaghose und Sandalen - aber immerhin mit Death-Longsleeve auf die Bühne geschlurft kommt. Den ersten Eindruck bestärkt der Basser jedoch in keinster Weise. Mit seinen je nach Song drei-, vier- oder sechssaitigen, handgefertigen und bundlos-gehörnten Thor-Mjölnir-Bässen beweist der Mann, warum er zu recht zu den besten Metal-Bassisten gehört. Mit seiner beeindruckend schnellen Dreifinger-Technik rumpelt der Mann am linken Bühnenrand herum, daß es die wahre Freude ist. Nach 'The Philosopher' und 'Leprosy/Left To Die' begrüßt DiGiorgio Zürich dankbar. Man spürt dem Mann mit den ewig langen Haaren und Ziegenbart ab, daß er tatsächlich dankbar ist, Chuck Schuldiner gekannt zu haben und es ihm eine Ehre ist, seine Songs zu spielen. Er erinnert an das 20. Jahr der Veröffentlichung von "Symbolic", beteuert jedoch, daß die Band auch viele weitere Songs spielen wird. Natürlich stehen die anderen Musiker DiGiorgio in nichts nach - auch Gene Hoglan kennen viele Metalheads neben seiner Teilnahme an zwei Death-Alben von bekannten Thrash-Bands wie Dark Angel und Testament sowie Strapping Young Lad. Kein Zweifel - auch der Mann versteht sein Handwerk und trommelt einer Band mit dem Namen "Tod" mehr als würdig. Das Publikum gibt deutlich zu verstehen, daß sie nicht wegen Loudblast oder Abysmal Dawn gekommen sind, sondern wegen dieser Kultband um den tragischen Helden Schuldiner.

Death - Reise in die Vergangenheit einer Legende Seiten 1 2

 

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DanielF
© 03/2015 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Death

Homepage:
- Death & Control Denied - offizielle Webs
- Death - Myspace

Artikel:
- Death - Reise in die Vergangenheit einer Legende

Rezensionen:
- Leprosy (Re-Release)

Kurzinfos: Abysmal Dawn

Rezensionen:
- Obsolecence

Kurzinfos: Gary Moore

Homepage:
- Gary Moore - Offizielle Website

Artikel:
- Gary Moore - The Blues Goes On

Rezensionen:
- Back To The Blues
- Bad For You Baby
- Live At Montreux 2010
- Blues For Jimi
- Blues And Beyond (2-CD-Version)

Kurzinfos: Gorguts

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- Massacre Re-Animated Tour - Der Anfang vom Ende in Berlin

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