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Baden in Blut 2015 - Metalparty mit Volksfeststimmung

Sommer ist Festivalzeit für alle Rockmusikfreunde. Es gibt die großen Mainstream-Festivals wie Rock am Ring, Hurricane oder neuerdings Rockavaria in Bayern. Es gibt Wacken, PartySan und andere für die Metalheads. Und es gibt eine Unmenge von mittelgroßen und kleinen Festivals. Sie können sich nicht auf ihre Popularität verlassen, sondern müssen schwitzen, genug Tickets im Vorverkauf an den Mann zu bringen, damit die Kosten gedeckt sind. Meist ehrenamtlich von Metal-Enthusiasten organisiert und veranstaltet, steht hier noch der Spaß und die gemeinsame Leidenschaft für die Musik im Vordergrund und nicht der Profit. Das Baden in Blut Festival in Lörrach ist genau ein solches Festival - und wir haben es für Euch besucht und sind in die lockere Atmosphäre eingetaucht.

Von den Metalmaniacs Markgräflerland veranstaltet, hat es das eintägige Open-Air im Dreiländereck Deutschland-Schweiz-Frankreich zu überregionaler Beliebtheit geschafft. Und das ist nicht verwunderlich, wenn man das Festivalgelände betritt. Der Landschaftspark Grütt liegt etwas außerhalb von Lörrach im Schatten der Burg Rötteln und ist ein ehemaliges Gelände der Landesgartenschau Baden-Würrttemberg. Das Festival findet unweit eines kleinen Teiches und Baches statt, wo die Veranstalter in einem kleinen, üppig-grünen Hain eine Bühne errichtet haben. Außerhalb des eigentlichen, mit Bauzäunen abgegrenzten Bühnenbereichs können sich auch Besucher ohne Ticket auf einer der Bierbänke zum Gespräch auf ein Bier oder ganz gemütlich im Gras niederlassen und die familiäre Atmosphäre inklusive Musik mitgenießen. Dieses Jahr war das Baden in Blut mit 800 Besuchern erstmals ausverkauft und dementsprechend atmet die ganze Umgebung chillige Metalhead-Gemütlichkeit, zumal das Gelände mit einer riesigen angrenzenden Wiese weitläufig ist. Um die Mittagszeit am Veranstaltungs-Samstag sind die Bänke noch leer- nur an den Getränkeständen, an denen jedes 0,4 l Getränk für faire 2,50 € zu haben ist und an Essens- und Merchandise-Ständen stehen kleine Grüppchen schwarzgekleideter Menschen.

 

So versammeln sich um 12 Uhr beim Auftritt der ersten Band Circus of Fools auch nur schätzungsweise 50 besonders frühe Metal-Jünger und werden Zeugen der Show des ambitionierten Dark-Metal-Sextetts aus Tübingen. Eine undankbare Aufgabe, die die Schwaben aber gekonnt meistern. Das Debütalbum "Raise The Curtain" erschien mit perfektem Timing am Tag vor dem Festival. Circus of Fools haben ihren Festival-Slot beim eigens veranstalteten Band-Wettbewerb gewonnen und sind entsprechend motiviert den Startschuss des Festivals zu geben. Neben dem klassischen Line-Up einer Metalband haben Circus of Fools zusätzlich den Bratschisten Coen und die Tänzerin Mara an Bord. Die geschminkten Gesichter und schwarz-weißen Kostüme sowie der Bandname sind ein Metapher auf den "Zirkus" in unserer Gesellschaft und passen sich stimmig in das auch musikalische Gesamtkonzept der Band ein. So tanzt Mara als Verkörperung einer Marionette an den Fäden einer dunklen Figur um Hintergrund der Bühne. Der blonde Sänger und Bandleader Tim ist von Beginn an zusätzlich zu seinen Growls und Screams mit dem Publikum im Kontakt, geht aber verbal nicht auf die durchaus gesellschaftkritischen Aussagen der Band ein. Das muss er auch nicht unbedingt, denn der düstere und harte Sound ihres Dark Metals mit seinen "Zirkus-Klängen" sprechen für sich. Auch wenn die Tontechniker an ihrem Mischpult noch etwas am richtigen Sound schrauben, kommen die Schwaben bei ihrem recht kurzen Auftritt energiegeladen und vielversprechend rüber.

Energiegeladen sind ab 13 Uhr bei weniger Wind auch die Thrasher von Accuser - auch wenn der Begriff "vielversprechend" bei den Siegerländern völlig fehl am Platz wäre. Seit beinahe 30 Jahren machen die Jungs den deutschen Metal-Underground unsicher, entsprechend spürbar ist die Erfahrung und Routine, die sich allerdings nicht in Abgeklärtheit, sondern in einem rundum überzeugenden Konzert ausdrückt. Die Jungs beherrschen ihre Instrumente schlafwandlerisch, die Riffs sind messerscharf gewaltig und sehr vielseitig, die Drums knallen - es stimmt einfach alles. Bei aller thrashigen Energie haben Accuser ihren eigenen Stil entwickelt und damit das Genre aus der deutschen Ecke mit Kollegen wie Destruction, Sodom und Konsorten mit ihren Alben "Who Dominates Who" und "Repent" zweifellos mitgeprägt. Kein Wunder, daß die Mannen um den junggebliebenen Frontmann Frank Thoms in Kennerkreisen berechtigterweise längst Legendenstatus inne haben - auch wenn der große kommerzielle Erfolg leider ausblieb. Und so lassen sich nach dem noch etwas verhaltenen Enthusiasmus bei der ersten Band vor der grünen Bühne begeisterte Mitmach-Bewegungen und emporgereckte Pommesgabeln ausmachen.

 

Im Außenbereich haben sich inzwischen mehr Leute eingefunden und überall wird entspannt auf badisch (oder schweizerdeutsch) geplaudert. Wer möchte, kann an einer Metal-CD-Tombola sein Glück versuchen. Die ersten Metalheads nehmen das leckere Gastronomische Angebot wahr und stärken sich. Alles mutet eher an wie eine riesige Grillparty im Grünen - wenn nicht die internationalen Metal-Acts mit ihrer Live-Musik und die vielen langhaarigen, schwarz gekleideten Gestalten wären.

Entrails aus Schweden sind mit ihrem frisch erschienenen, vierten Album "Obliterations" und astreinem Old-School-Death-Metal am Start. Die Soundtechniker haben inzwischen gewechselt oder die anfänglichen Probleme in den Griff bekommen und daher knallt der Sound astrein, klar und angemessen böse aus den Boxen. Gitarrist Jimmy Lundquist und Basser Jocke Svensson wechseln sich mit dem Gesang teils ab, teils geht das Stimmband-Gewitter parallel in die Mikrofone, was der Präsenz der Band astrein zu Gesicht steht. Natürlich kann Rauschebart Lundquist nicht umhin, das gute und günstige deutsche Bier zu loben. Zwar sind am frühen Nachmittag die Slots zeitlich noch recht begrenzt, aber die schwedischen Herren lassen die Eingeweide des Publikums ordentlich brummen und legen einen wunderbaren Auftritt hin, der die Stimmung weiter anheizt. Was sich wiederum in mehr und mehr Bewegung in der Manege ausdrückt.

Baden in Blut 2015 - Metalparty mit Volksfeststimmung Seiten 1 2

 

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DanielF
© 08/2015 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Baden in Blut

Homepage:
- Baden in Blut - Offizielle Website

Artikel:
- Baden in Blut - Island und Brasilien als Headliner
- Baden in Blut 2015 - Metalparty mit Volksfeststimmung
- Baden in Blut Festival 2017 - Klein aber fein.

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