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RAGE - Familienbande

Rage zeigten sich mit ihrem letzten Album mit jeder Menge frischer Energie, die manch ein Fan in den letzten Jahren möglicherweise etwas vermisst hat. Whiskey-Soda traf die drei bodenständigen, sympathischen Musiker in Kaiserslautern, um mit ihnen über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft von Rage zu sprechen. Dabei fielen viele unerwartet offene Worte, und generell war der Band anzumerken, wie wohl sie sich miteinander fühlt - und wie wichtig das auch während des Gesprächs immer wieder auftauchende Thema "Familie" für Rage ist.

Das aktuelle Line-Up ist nun seit nem Jahr auf Achse, das letzte Album ist auch schon ein halbes Jahr draußen - fühlt ihr euch noch wohl zusammen?

Marcos: Großartig!
Peavy: Gut!
Marcos: Es fühlt sich fantastisch an! Für mich ist es irgendwie immer noch wie am ersten Tag, als ich der Band beigetreten bin, ich bin immer noch ganz aufgeregt - spiele ich wirklich bei Rage? Das war gestern noch so, und am Tag davor auch. Ja, es fühlt sich großartig an, jeder steht auf diese neue Energie in der Band.
Lucky: Bei mir genau dasselbe. Der Punkt ist, es gibt auch uns eine Bestätigung, wenn uns die Leute gut aufnehmen und sehr positiv auf uns reagieren. Das weißt du eben im Vorfeld nie. Aber es ist cool, daß die Leute bemerken, daß das, was wir machen, ehrlich und aufrichtig ist und wir das Ganze machen, weil wir es einfach lieben. Wenn jemand diese Band sieht... die Leute sind nicht dumm, die fühlen einfach, ob du eine Businessgeschichte abziehst oder etwas tust, weil du drauf stehst. In unserem Fall ist das fast schon eine Dauerparty...
Peavy: Ich möchte auch noch kurz hinzufügen, daß ich superglücklich bin, jetzt mit meinen Freunden arbeiten zu können - und es geht wirklich viel familiärer zu. Und auch das alte Line-Up mit Manni und Chris, mit denen wir ja Refuge machen, ist auch Teil der Familie.



Lucky spielt ja auch mit Chris noch bei Tri-State Corner...

Peavy: Ja, ein weiterer Zweig der Familie...

Nun, die "The Devil Tours Again"-Tour ist ja in vollem Gange. Wie läuft's?

Lucky: Super! Wir sind völlig überwältigt, wie viele Leute die Songs vom letzten Album kennen und auswendig mitsingen. Ich meine, jeder weiß, daß sehr viele Bands unterwegs sind. Und wir haben nicht mehr die späten Achtziger, sondern 2016. Du spielst halt nicht mehr vor tausenden von Leuten. Aber wir haben eine Fanbase, ich meine, richtige Fans, supernette Leute, denen die Musik gefällt, die uns auch wirklich hören wollen, sowohl die Songs von früher als auch die neuen Sachen. Du spielst also nicht vor hyperkritischem, distanziertem Publikum, du baust eine Verbindung mit ihnen auf. Das ist der Job einer Band, dem Publikum 90 Minuten lang positive Gefühle zu vermitteln, ihm Spaß zu bereiten - und dadurch haben wir selbst wieder Spaß. Wenn du also fragst, wie die Tour läuft - echt großartig, absolut großartig.

Es ist mir aufgefallen, daß es auf dieser Tour wirklich egal ist, ob ihr einen wirklichen Oldie wie 'Down By Law' spielt oder einen Hit wie 'Higher Than The Sky' oder auch einen aktuellen Song wie 'My Way', das Publikum steht vollkommen hinter euch und feiert jeden Song ab. Das war in den letzten Jahren aber nicht immer so einfach, oder?

Peavy: Och...
Lucky: Da kann jetzt nur Peavy was dazu sagen - für mich macht es keinen großen Unterschied, welchen Song wir spielen, ich mag sie alle!
Peavy: Es ist jetzt ein wenig anders. Ich denke, das viele Leute, die sich von der Band abgewandt haben, jetzt wieder zurückkommen - wir haben jetzt auch nicht mehr die ganzen Gitarrenschüler, die die erste Reihe blockieren... (lacht)

Und keine Drum- und Gitarrensoli mehr...

Peavy: Und keine grünen Linien mehr auf der Bühne...
Marcos: Keine Absperrungen!
Peavy: "You are forbidden to walk over zis line, zis is my side of ze stage!" (alles lacht)

Klingt ja furchtbar!

Peavy: Das war auch furchtbar...
Lucky: Wir haben schon, bevor wir das Album aufgenommen haben, gemeinsam beschlossen, mit Rage wieder in eine bestimmte Richtung zu gehen. Marcos und ich sind alte Fans von Rage und stehen ganz besonders auf die Sachen aus den frühen Neunzigern, und so verstanden wir sofort, wo Peavy wieder mit dieser Band hinwollte. Wir wollten die Band klar definieren, das, wofür Rage steht, und für uns ist eben dieser Neunziger-Sound das, womit Rage in der Metalszene auch ihre Spuren hinterlassen haben. Als wir die Scheibe zum ersten Mal fertig gemixt und gemastert hörten, hat Marcos gesagt, dies sei das Album, das er nach "Ghosts" erwartet hätte.
Marcos: Es hat eben diese Energie, und, das will ich ganz ausdrücklich betonen, Peavys ureigenen Stempel.
Lucky: Das bedeutet natürlich nicht, das die nachfolgenden Alben schlecht waren. Das waren alles gute Songs, und wir wollen nichts davon schlechtreden. Aber wir haben schon die andere Richtung gewählt, weniger progressiv, weniger Fokus auf instrumentale Höchstleistungen, sondern mehr auf die Songs.
Marcos: Melodien eben.
Peavy: Du kannst zum Beispiel jeden einzelnen Song auf dem neuen Album mitsingen, die Melodien bleiben hängen.
Marcos: Als Fan - und wie Lucky schon sagte, wir sind harte Fans - versuche ich nicht nur, den Sichtpunkt eines Bandmitglieds zu haben, sondern auch mal in meinen Helikopter zu steigen und mir die Sache von oben anzuschauen(Alles lacht wieder). Und aus dieser Fan-Perspektive fühle ich es ganz genauso. Ich kümmere mich auch um Facebook und die ganze Social Media-Geschichten, und ich bekomme jede Menge Mails, die alle das Gleiche sagen: "Whoa, das ist genau das Album, auf das wir gewartet haben!"

Ich habe auch buchstäblich noch keinen Rage-Fan gehört, der das Album nicht gemocht hätte.

Lucky: Wir haben auch ganz bewußt wieder eine klare Richtung eingeschlagen. Wir denken als Band, wir präsentieren uns als Band. Natürlich ist Peavy Wagner Rage, das ist ganz klar, aber wir sind eine Band, und wir denken wie eine Band. Wenn gefordert ist, daß mal für ein Stück das absolute Minimum gespielt wird, ist das eben so. Wenn du durch alle bisherigen Rage-Line-Ups gehst, wirst du merken, daß die Qualität der Musiker und des Spielens garantiert in keiner Besetzung irgendwie besser oder schlechter als bei anderen war. Aber das Publikum nimmt es eben so wahr, wie du es präsentierst. Und da wird vielleicht ein Gitarrist, der ständig im Vordergrund steht, als der Gitarrenheld abgefeiert, während ein gleichwertiger, aber songorientierter Gitarrist als "ganz okay" abgetan wird. Ich kann dir versichern, was immer wir in der Vergangenheit gemacht haben, dieser Typ (zeigt auf Marcos) kriegt das zweimal hin. Wir müssen alle ein bestimmtes musikalisches Level haben, um das hier machen zu können. Aber wir müssen es nicht andauernd raushängen lassen - der Song wird präsentiert, wie er es verlangt.

Also, diesmal wirklich "Unity" (Titel eines älteren Rage-Albums)... Mir ist aufgefallen, daß ihr für diese Tour die Setlist ein wenig durchgeschüttelt habt und viele der "üblichen Verdächtigen", die in den letzten Jahren Standard waren und auch viele der Sachen, die in den Setlists von Refuge Standard sind, diesmal durch seltener gespielte Stücke ersetzt habt. Ist das auch ein bewußtes Statement oder hingen Peavy einfach nur gewisse Songs nach all den Jahren zum Hals raus?

 



Peavy: Wir haben schon versucht, ein paar Songs auszugraben, die wir seit langem nicht mehr gespielt haben. Sachen wie 'The Pit And The Pendulum' oder eben auch 'Down By Law' - ich weiß gar nicht, wann wir das zum letzten Mal gespielt haben... Wir dachten uns, das die Leute sich bestimmt darüber freuen würden. Es passt auch gut, weil die "Execution Guaranteed" jetzt auch bald wiederveröffentlicht wird - im Januar, meine ich? Da werden die ersten drei Alben wiederveröffentlicht, mit einem ganzen Haufen Bonusmaterial. Unveröffentlichte Songs, Demos, den originalen Mix von "Execution Gauranteed"... was ja damals veröffentlicht wurde, war ja nicht der ursprüngliche Mix. Tommy Hansen hat das ja remixt und diese ganzen Emulator-Synthies und sowas hinzugefügt. Wir hatten eigentlich ne viel rauere Version, die Noise (Rage-Label von 1985 bis 1994) aber nicht gefallen hat und bislang noch nicht veröffentlicht wurde.
Lucky: Wir schließen kein Album oder eine bestimmte Ära aus. Unglücklicherweise - oder eher glücklicherweise - hat dieser Herr Wagner bislang 23 Alben veröffentlicht. Ich meine, wie viele Musiker können das schon von sich sagen? Frank Zappa hat wohl noch mehr...
Marcos: Und das Set ist nur rund neunzig Minuten lang...
Lucky: Genau. Und natürlich berücksichtigen wir zum Beispiel auch die Refuge-Ära obwohl es die Band Refuge ja gibt. Aber das Material gehört eben auch zu Rage, also werden wir immer drei, vier Songs aus der Zeit im Set haben. Eine Refuge-Show kann da natürlich tiefer graben, da werden eben auch Songs gespielt, die bei Rage nicht statfinden - nicht, weil sie nicht gut sind, sondern weil wir bei Rage eben alle Facetten, alle 23 Alben der Band repräsentieren wollen.
Zu Beginn haben wir darüber gesprochen, was jeder gerne spielen würde, und jeder hat seine Favoriten auf den Tisch gelegt. So hat sich das dann ergeben, es war nicht unbedingt entscheidend, welche Ära oder welches Album, sondern einfach, was gefällt uns am Besten? Und natürlich kam Peavy auch mit einigen Songs, von denen er einfach weiß, daß die live funktionieren, da kann er einfach seine Erfahrung in die Waagschale werfen. Aber da steckt kein Kalkül dahinter. Es war eine eher gefühlsmäßige Entscheidung. Es gab soviele Songs, die wir spielen wollten...
Marcos: Wenn ich mal was einwerfen darf: 'Down By Law' wurde, wenn ich mich nicht irre, vor dieser Tour zum letzten Mal am 17.September 1993 in Osaka gespielt... (nach einem kurzen Überraschungsmoment beginnt alles zu lachen)
Lucky: "Wenn ich mich nicht irre"... du weißt das doch ganz genau und auswendig!
Marcos: Es war der vorletzte Gig in der damaligen Besetzung...
Peavy: Wenn du das sagst, glaube ich das sofort...

Also, wie wär's beim nächsten Mal mit was richtig Obskurem wie 'Before The Storm'?

Alle: Oh! Hmmm, ja, warum nicht...
Marcos: Als wir über die Setlist gesprochen haben, sagten sie "Marcos, schlag doch mal nen Song vor!" - darauf haben sie ne Email bekommen mit knapp vierzig Songs! Ich würde zum Beispiel sofort die komplette "Ten Years In Rage" spielen, inklusive dem Cover von 'Prayers Of Steel'!

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SaschaG
© 01/2017 whiskey-soda.de
 


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