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Celtic Frost - Experimente, Klassiker und Fallstricke

Celtic Frost sind ohne Frage eine der einflussreichsten Bands der Metal-History. Besonders dem Black Metal, aber auch Gothic-, Death- und Thrash-Metal haben von den Schweizern um Bandboss Tom Gabriel Warrior in den Achtzigern dank deren Experimentierfreudigkeit viele heute noch relevante Impulse bekommen. Gleichzeitig stand sich die Band auch immer ein wenig selbst im Weg mit ihrer Kompromisslosigkeit - und dem stetigen Versuch, jenseits der Metal-Szene als Teil der intellektuellen Kultur-Elite und ernstzunehmende Avantgarde-Künsler ernstgenommen zu werden, der nicht selten in Selbstüberschätzung, Arroganz und Egoclashs gipfelte. Eins war die Band aber in den Achtzigern mit Sicherheit nie: langweilig und berechenbar.

Mit dem Drittwerk "Into The Pandemonium" spalteten Celtic Frost ihre Zielgruppe zum ersten Mal. Selbst heute muss man sich fragen, was die Band geritten hat, das Album mit dem Wall Of Voodoo-Cover 'Mexican Radio' zu eröffnen - eine simple, absolut nicht-evile Gute Laune-Nummer, die mit nichts, was auf den Vorgängern enthalten war, irgendetwas zu tun hat. Wer das krisenfrei überstand, musste mit 'Mesmerized' ein mit Ausnahme der zumindest annähernd metallischen Rhythmusgitarre fast pures Gothic-Stück schlucken - und Warriors erste Versuche mit Klargesang. Tom nannte das Ganze damals "tragic vocals", die Tragödie klingt aber tragischerweise eher nach tränenersticktem "ich-trink-nie-wieder"-Schwur nachts um vier über der Kloschüssel zwischen zwei Speiereien. Mit 'Inner Sanctum' folgt dann schließlich der erste Song im klassischen Frostie-Stil - und dieser Zickzackkurs zieht sich durch den Rest des Albums. Den coolen Metal-Nummern 'Babylon Fell' und 'Inner Sanctum' stehen Klassikexperimente wie 'Rex Irae (Requiem I)', wieder mit Operngesang und "tragic vocals" und die camp-as-a-row-of-tents Spoken Word-Nummer 'Tristesses De La Lune' gegenüber - dazu gibt's mit 'I Won't Dance' einen kommerziellen Funk Metal-Song und mit 'One In Their Pride' eine Mischung aus Old School-HipHop-Beats und Industrial-Samples. Bis heute streiten sich die Gelehrten (und hält nicht jeder Celtic Frost-Verehrer sich selbst für einen Gelehrten?), ob das nun ein wegweisender Geniestreich war oder der Weg in den Abgrund. Nun, Respekt in jedem Fall für all die Experimente, aber vieles davon fällt eben leider über die Kitschgrenze und sorgt bisweilen für unfreiwillige Komik - allen voran die "tragic vocals" des Mainman.



Das folgende Album "Cold Lake" ist leider nicht Teil der Reissue-Serie, da Tom Warrior in einem weiteren Versuch, die Geschichte umzuschreiben, das Album am liebsten vergessen machen würde. Als "Glamrock"-Album wird "Cold Lake" gerne beschrieben, was natürlich völliger Quark ist - wenn man von den unglaublich bescheuerten Bandfotos der damaligen Zeit absieht, die aber auch mehr nach "Erna auf'm Tuntenball" aussahen als nach teurem L.A.-Glam. Das Album selbst folgte ziemlich genau dem, was auf "Into The Pandemonium" mit 'I Won't Dance' und 'Mexican Radio' begonnen hat. Midtempo-Thrash-Riffs (die allerdings in der Produktion brutal nach hinten gemischt wurden), funkige Basslinien, die gequälten Vocals - meilenweit weg von dem, was auf "To Mega Therion" zu hören war und im Songwriting zugegeben größtenteils eher mittelmäßig, aber eben klar der nächste und logische Schritt nach "Into The Pandemonium" und somit unumstößlich Part der Geschichte. Mit 'Downtown Hanoi', 'Cherry Orchards' und 'Roses Without Thorns' gibt es übrigens trotzdem drei echte Highlights auf der Scheibe, die man durchaus kennen sollte.

 

Dafür ist mit "Vanity/Nemesis" das letzte offizielle Frost-Album der ursprünglichen Bandhistory in der Kampagne enhalten - und das hätte es nun auch nicht mehr gebraucht als "Cold Lake". Nicht, daß das Album so richtig schlecht wäre - das Enttäuschende an "Vanity/Nemesis" ist seine erschreckende Gesichtslosigkeit. Ein Standard-Thrash Metal-Album, mit Standard-Bay Area-Thrash-Riffs (hauptsächlich an Megadeth angelehnt) und Gangshouts, das noch weniger bemerkenswert und sich noch deutlicher an den damaligen Massengeschmack anbiedert als "Cold Lake". Wo der Vorgänger noch das Biest unter der glatten Oberfläche erahnen ließ, ist man hier bei langweiliger Spätachtziger-Standardware angekommen. Ziemlich mißlungen auch die Coverversionen von Bryan Ferrys 'This Island Earth' und David Bowies 'Heroes' - das schräg-unterkühlte 'This Island Earth' wird hier zu steifem Radio-Metal umgedeutet, und 'Heroes' hat eigentlich mit Bowies Version überhaupt nichts zu tun - weder melodisch noch musikalisch, stattdessen gibt's 'nen platten Midtempo-Thrasher, über den Bowies Lyrics gesungen werden. Den besten - und typischsten Song - der Albumsessions, 'A Descent To Babylon', hatte die Band seinerzeit als B-Seite verbraten - hier sorgt er als Abschluß der Scheibe dann doch noch für einen versöhnlichen Abschluss.

Mit Ausnahme des erneuten Auslassens von "Cold Lake" wurde also eigentlich bei dieser Re-Release-Serie alles richtig gemacht. Die Bonustracks sind allesamt wertig, mit Ausnahme der vier Proberaummitschnitte auf "Morbid Tales", die soundtechnisch roh, aber genießbar sind und die einzig bekannte Celtic Frost-Performance eines Hellhammer-Songs ('Maniac') enthalten, handelt es sich um qualitativ exzellente Studio-Outtakes und B-Seiten oder EP-Tracks, also keinerlei Ausschussware.

Abschließend noch die Benotungen:

Morbid Tales: 2+
To Mega Therion: 1
Into The Pandemonium: 3+
Cold Lake (nicht wiederveröffentlicht): 3
Vanity/Nemesis: 3-



Fortsetzung Celtic Frost - Experimente, Klassiker und Fallstricke Seiten 1 2

 

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SaschaG
© 06/2017 whiskey-soda.de
 


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