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The Tangent - Prog trifft auf Politik

The Tangents Andy Tillison ist bekanntlich ein Mann, der sein Herz auf der Zunge trägt, auch wenn er gelegentlich damit aneckt. Mit dem neuen Opus "The Slow Rust Of Forgotten Machinery" hat er sich statt des launigen Retroprogs des Vorgängers "A Spark In The Aether" für eine düstere Bestandsaufnahme seines Heimatlandes Großbritannien im Jahre 1 nach dem Brexit-Referendum entschieden - mit markigen Worten und ausladender, aber deutlich düsterer musikalischer Ausrichtung. Für Whiskey-Soda hat Andy sich Zeit genommen, seinen Standpunkt ausführlich und ohne Boxhandschuhe zu erörtern...


WS: Nur ein paar Monate nach der Veröffentlichung von "A Spark In The Aether" kam die schockierende Nachricht, daß Du einen Herzinfarkt erlitten hast. Erst einmal hoffe ich, es geht Dir wieder gut, und dann ist natürlich die Frage, ob diese Erfahrung die Ausrichtung des neuen Albums mitbeeinflusst hat?

Andy: Vielen Dank, ich erhole mich natürlich immer noch davon - ja, es war ein Schock, und es war dieser Moment im Leben, in dem Du bemerkst, daß Du nicht unsterblich bist. Dieser Moment verändert natürlich die Weise, wie Du die Welt betrachtest und natürlich muss sich das somit auch in der Musik bemerkbar gemacht haben. Ich kann Dir selbst nicht einmal sagen, ob diese Gefühl im ganzen Album präsent sind, ich weiß aber, daß das Instrumentalstück 'Doctor Livingstone, I Presume' der Moment war, in dem ich mich musikalisch wiederentdeckte und begann, mit meinem Leben weiter nach vorne zu gehen.

WS: Musikalisch finde ich persönlich, daß das Album ein großer Schritt nach vorne ist und teilweise ziemlich anders klingt als sein unmittelbarer Vorgänger "A Spark In The Aether". Ohne zu weit vom wiedererkennbaren The Tangent-Sound wegzugehen, war ich zum Beispiel sehr beeindruckt, wie natürlich und unangestrengt sich das DJing von Matt Farrow, die Spoken Word-Passagen und die Punk-Riffs auf 'A Few Steps Down The Wrong Road' einpassen. Habt Ihr bewusst die experimentelle Seite wieder mehr betont und Euch aus der Komfortzone von "A Spark In The Aether" herausbewegt?

Andy: Wenn ich schlechte Reviews unserer Arbeit lese, dann kommt oft die Stelle, an der es heißt "gute Musiker, Andy Tillison ist ein armseliger Sänger, die Musik ist zwar gut, aber nichts, was man nicht schon millionenfach gehört hätte". Es heißt oft, es sei "normale Prog Rock-Kost". Ich komme gut klar damit, wenn Leute The Tangent nicht mögen, ich komme klar mit schlechten Reviews, aber jeder, der behauptet, daß wir immer nur der "Prog-Blaupause" folgen, hat ganz einfach unsere Musik nur sehr oberflächlich gehört.

Unsere Musik hat eine ganz offene Verbindung zum Progressive Rock, einem Namen und einem Genre, daß ich über die Jahre immer wieder verkündet habe und nie versucht habe zu verstecken oder zu verleugnen. Vielleicht hat unser selbstbewusstes Benutzen des Begriffes dazu geführt, das Leute uns "nicht weiter verfolgt" haben - was bedeutet, daß es einfach eine ziemlich schlechte Marketingstrategie von mir war! Mag sein. Für mich bedeuten die Worte Progressive Rock etwas Tieferes und einen Auftrag. Ich wollte nie eine bestimmte Band ins Detail kopieren. Wir haben wichtige Einflüsse aus dem Genre, ganz sicher sogar, und ich würde das nie verstecken wollen. Aber wir hatten schon oft Einflüsse verarbeitet, die generell als "außerhalb des Progressive Rock" betrachtet werden. Die sind aber nicht da, weil wir besonders schlau sein wollen. Die sind da, weil es eben Einflüsse von uns sind!

 

Ich denke, es gibt in der Tat einige Bands, speziell in Großbritannien derzeit, deren einziges Ziel es ist, Siebziger-Prog zu machen für die, die in den Siebzigern Prog mochten! Deren Arbeit ist erstaunlich gut, wunderschön aufgebaut und liebevoll rekreiert und, weil ich Prog Rock in den Siebzigern mochte, macht mich das richtig an. Ich habe einmal für ein solche Band ein paar Dinge gemacht und mir fiel auf, daß eines der Stücke fast identisch zu einem Genesis-Stück war. Ich habe es deshalb also geändert, und natürlich haben sie es dann wieder in die Ursprungsform gebracht. Ich liebe das Stück immer noch, es ist wunderbar! Aber das von Genesis mocht ich eben schon früher. Sie übrigens auch!

Tangent-Musik hat über die Jahre schon Metal, Funk, Dance, Pop, Funk, DJ Dance, japanische Spielkonsolenmusik, Jazz, Jazz Fusion und klassiche Einflüsse integriert. Für manche Hörer ist das so, wie eine moderne Telefonzelle in einem Film über die Fünziger Jahre zu sehen. Manche mögen das nicht und sehen es als inkonsistent. Wir sehen es als Teil der erfreulichen Regelfreiheit die in progressiver Musik existieren kann. The Tangent ist ein Hybrid. Wir können alles machen, auf was wir Lust haben. Und das werden wir auch.


WS: Und natürlich muss auch erwähnt werden, daß du einige recht beeindruckende Schlagzeugparts zu dem Album beigesteuert hast, inklusive eines ziemlich coolen Solos. Hast Du die Drumparts alle gespielt oder auch Teile programmiert? Und, wirst Du auf der kommenden Tour auch Schlagzeug spielen - ein umgekehrter Phil Collins, sozusagen?

Andy: Ich benutze eine ziemliche Palette an Techniken fürs Trommeln - aber alles ist gespielt und nichts "programmiert". Live-Performance ist die Essenz des The Tangent-Sounds, und so machen wir nicht dieses Steven Wilson-Ding mit Backing Tapes - ich liebe die Band, das ist keine Kritik, nur eine komplett andere Herangehensweise - oder einem Clicktrack, der uns an eine Slideshow auf einer Leinwand bindet. Das gilt für's Studio genauso wie auf der Bühne. Ich spiele die Drums mit Sticks, aber auch auf einem Keyboard, das in der Lage ist, so nahe an den Klang des Originals zu kommen, daß man es gar nicht mehr bemerkt. Ich denke nicht, daß es, weil die Performance auf ein Keyboard übertragen wurde, deshalb keine echte Performance mehr ist. Wenn Du das anders siehst und denkst, das sei "fake", musst Du auch die Wertigkeit aller Synthesizer- und Mellotronparts, die je aufgenommen wurden infrage stellen und Dir überlegen, ob die auch "fake" sind. Musik hat schon immer die modernen Mittel der Technologie ausgenutzt. Nein, ich werde auf der Tour nicht Schlagzeug spielen, damit habe ich keine Erfahrung, und unsere Drums werden von Steve Roberts von Magenta und Godsticks gespielt. Aber hey, vielleicht machen wir ja ein Drum-Duett!

WS: Wo wir beim Thema Touren sind: für die kommenden Shows habt Ihr Euch wieder mit den Musiker von Karmakanic zusammengetan. Kannst Du schon ein Line-Up für die Hybrid-Band verraten oder ist das noch ein Spoiler?

Andy: Das Lineup besteht natürlich aus mir und Jonas Reingold, dann noch Luke Machin an der Gitarre und Marie Eve De Gaultier an Keyboards und Gesang (beide Maschine, Anm. d. Red.), Steve Roberts am Schlagzeug und Göran Edman am Gesang. Theo Travis wird uns noch auf zwei Festivals in Europa begleiten, und natürlich spielen alle sechs Musiker für beide Bands.

WS: Nun, eine letzte Sache noch, die ich einfach fragen muss (vermutlich nicht als Erster): wie stehen die Chancen, ein Livealbum dieses Tangent/Karmakanic-Hybriden zu bekommen?

Andy: Wir machen sicher Aufnahmen, und natürlich wird die Veröffentlichung davon abhängen, wie diese Aufnahmen ausfallen. Als wir das letzte Mal den Versuch starteten, hat der Soundmann vegessen, "Aufnahme" zu drücken, und wir bekamen ein wunderschönes Video - aber komplett ohne Ton...

Fotos: Miles Skarin
Vielen Dank an Andy Tillison für die Beantwortung der Fragen und an Peter Klapproth und Inside Out für das Organisieren des Interviews!


Fortsetzung The Tangent - Prog trifft auf Politik Seiten 1 2

 

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SaschaG
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