whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin
Musikmagazin - Home whiskey-soda Musikmagazin
whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin
whiskey-soda Musikmagazin zur Startseite whiskey-soda Musikmagazin zur Story Seite whiskey-soda Musikmagazin zur Rezensionen Seite whiskey-soda Musikmagazin Livekonzerte und -Interviews whiskey-soda Musikmagazin Community und Forum whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin einfach mal suchen whiskey-soda Musikmagazin
News   
Reviews   
Stories   
Live (WS-TV)   
WS Präsentiert   
Forum   
Facebook   
Story-Archiv   
 

      registrieren  

III
Makthaverskan
III
(Post-Rock)

Get Ready For The Getdown
Sweetkiss Momma
Get Ready For The Getdown
(Rock)

To The Gallows
Desecrator
To The Gallows
(Thrashmetal)

Emotional Tattoos
Premiata Forneria Marconi
Emotional Tattoos
(Pop)

Californisoul
Supersonic Blues Machine
Californisoul
(Rock)

Grau
Illegale Farben
Grau
(Punk)

In This Moment We Are Free
Vuur
In This Moment We Are Free
(Progressive Metal)

Live At The Hollywood Bowl
Jeff Beck
Live At The Hollywood Bowl
(Rock)

Walk The Earth
Europe
Walk The Earth
(Hardrock)

Winners And Losers
Gypsy Soul
Winners And Losers
(Hardrock)



Metaldays 2017 - Headbanger-Ferien im grünen Slowenien (1)

Vor einigen Tagen machte im Netz eine Newsmeldung die Runde, dass sich ein Wacken-Besucher bei der Polizei über den Lautstärkepegel auf dem Festival beschwert hatte. Sicher ist, dass es auf einem Metalfestival nicht leise zugeht. Es gibt laute Musik und jede Menge Menschen, die feiern. Aber man kann sicher behaupten, dass es solche und solche Metal-Festivals gibt. Die Metaldays im slowenischen Tolmin gehören nach diversen Metal-Kreuzfahrten in der Karibik sicherlich zu den Festivals, die einem Ferienaufenthalt im Grünen am nächsten kommen. Weil Tolmin im Grünen liegt. Wir waren dieses Jahr wieder für euch auf dem einwöchigen Festival dabei.

Der Dienstag stand im Zeichen von nostalgieträchtigen Combos, die in den letzten Jahren ein Band-Comeback feierten. Dead End waren Ende der 80er eine der ersten Death-Metal-Bands aus den Niederlanden, lösten sich aber bereits 1992 auf. 2015 erfolgte die Reunion mit einem Teil der Gründungsmitglieder und dem deutlich jüngeren Sänger Bryan. Die Holländer eröffneten am zweiten Tag Nachmittags die Mainstage, eine undankbare Aufgabe. Viele Metalheads wollten wohl die Natur und das Baden in der Soca geniessen, was am Vortag nicht möglich gewesen war. So spielte der Fünfer vor einer Gruppe von maximal hundert Metalfreunden und sorgte für anerkennende Bewegungen der Nackenmuskulatur, aber auch den einen oder anderen Schmunzler. Frontmann Bryan warf T-Shirts ins Publikum, die jedoch aufgrund des breiten Fotograbens allesamt dort landeten und von den Ordnern mit einem Grinsen ins Publikum weiter transportiert wurden. Auch die aufblasbaren (!!) Kreuze als Bühnendekoration wirkten etwas deplatziert.

Visions of Atlantis stammen aus dem Umfeld von Serenity aus Österreich, die im letzten Jahr auf den Metaldays auftraten, damals mit der attraktiven, französischen Sängerin Clementine Delauney. Inzwischen ist die Französin neben ihrer Mitwirkung bei Melted Space gemeinsam mit Siegfried Samer für den Gesang bei Visions of Atlantis verantwortlich. Freunde von Symphonic-Metal à la Nightwish, Xandria oder Within Temptation hatten vor allem an dieser Besonderheit Spass. Delauney warb beim Publikum auf dem Hintergrund des nur wenige Tage zuvor erfolgten Suizids von Linkin-Park-Sänger Chester Bennington für Offenheit gegenüber an psychischen Erkrankungen leidenden Menschen, was ihr respektvollen Applaus einbrachte. Im wieder einsetzenden Regen war die zweite Pionierband des Tages, Sanctuary, leider noch weniger besucht und so kamen nur wenige Festivalbesucher in den Genuss einer Metal-Legende. Frontmann Warell Dane, ganz amerikanisch mit Cowboyhut auf der Bühne, gründete nach der Auflösung Nevermore, die ihrerseits seit der Reaktivierung von Sanctuary 2010 pausieren. Im Februar erschien "Inception", eine Veröffentlichung von Material aus dem Jahr 1986, ein neues Studioalbum ist ebenfalls geplant. Obwohl Sanctuary im Besten Sinne klassisch klingenden Metal spielen, begeistern damals wie heute die Einflüsse aus Thrash- und Progressive-Metal.

 

Den Mittwoch startete die Whiskey-Soda-Delegation auf der inzwischen wieder reparierten "New Forces Stage" mit der Luxemburger Band Sleeper's Guilt. Die hatte geschickterweise gleich die heimatliche Fangemeinde mitgebracht, die zum melodischen Death Metal begeistert vor der Bühne mit Fähnchen des Landeswappens winkten. Der halbstündige Auftritt machte Laune, bereitete aber nur unzulänglich auf eines der absoluten Gute-Laune-Highlights des ganzen Festivals vor. Nach dem Auftritt der Luxemburger strömten nämlich auf dem Hauptweg vom Campingplatz zur Hauptbühne Scharen von Metalheads mit ausgefallenen Utensilien: Tyranosaurus- und Fat-Lady-Kostüme sowie Einweg-Reinigungs-Overalls, Indianer-Federschmuck, bunte Luftballons und Unmengen von Klobürsten und Toilettenpapier wurden da vor die Mainstage transportiert. Des Rätsels Lösung: Die tschechischen Grindcore-Kultband Gutalax mit einem schwarzhumorigen Faible für menschliche Ausscheidungen traten auf. Songtitel wie 'Asshole Rollercoaster', 'Fart, Fart Away' oder 'Shit of it All' sprechen eine klare Sprache. Die Gaudi im Publikum ist grenzenlos, die Klopapierrollen werden zu Luftschlangen umfunktioniert, es wird getanzt, gehüpft und viel, viel gelacht. Auf der Bühne rumpeln und rülpsen die vier Tschechen, als gäbe es kein Morgen. Eines war sicher: Die nachfolgenden Bands würden es schwer haben, dieses Feuerwerk zu toppen, auch wenn etliche davon sich in der Vergangenheit durchaus auch das Prädikat "extrem" verdient hatten.

Beispielsweise der ehemalige Sänger und Bassist der Norwegischen Kult-Band Immortal, Olve Eikemo, besser unter seinem Künstlernamen Abbath bekannt. Nach einem Rechtsstreit mit seinen ehemaligen Bandkollegen hat Eikemo inzwischen unter seinem Künstlernamen Abbath eine eigene Band gegründet und inzwischen auch ein erstes Album veröffentlicht hat. Stilistisch ist das astreiner Black Metal, der Sound auf der Bühne in Tolmin trug neben den berühmten Posen des auffällig geschminkten Frontmanns durchaus zu einem gelungenen Konzert vor einer beeindruckenden Besuchermenge bei. Abbath sollte am nächsten Tag auch noch mit seinem Nebenprojekt, der Motörhead-Tribute-Band Bömbers einen ähnlich erfolgreichen Auftritt auf der baumumrandeten Second Stage haben. Der idyllische Platz im Zentrum des Festivals war beim Tribut an Lemmy proppevoll.

Auf die Death-Metal-Supergroup Bloodbath hatten sich ebenfalls viele Anwesende gefreut - nicht zu unrecht. Denn erstens tritt die Band wegen dem Engagement ihrer Mitglieder in deren Hauptbands Katatonia, Opeth und Paradise Lost nur selten auf und zweitens steht die Band für stilsicher doomigen Death-Metal der alten Schule. Das strobo-flimmernde Scheinwerferlicht der Mainstage kam zwar nicht ganz so gut zur Geltung, weil die Sonne erst am untergehen war. Dafür rumpelten die Herren mit ihren blutüberströmten Gesichtern eine Stunde genüsslich im Tiefgeschoss der Tonleiter herum. Sänger Nick "Old Nick" Holmes mit Soutane und Sonnenbrille hatte offenbar beste Laune und auch seine Mitstreiter waren mit Bluteifer bei der Sache. Definitiv eines der Highlights der diesjährigen Metaldays!

Mit einer Überschneidung begann dann auf der Nebenbühne der deutsch geprägte Endspurt des dritten Festivaltages mit einer weiteren Metal-Institution: Grave Digger. Die Classic-Metal-Combo aus dem Ruhrgebiet mit Frontmann Chris Boltendahl macht einen erstklassigen Job zur großen Begeisterung der Fans. Die sind mit einer großen Zahl genau wie der Sänger mit 80er-Jahre-Frisur als echte Metal-Nostalgiker zu erkennen. Bei kaum einem Auftritt waren im Publikum so viele Kutten und graue Haare anzutreffen. Kein Wunder, die Band hat beinahe 37 Jahre auf dem Buckel!

 

Die perfekte Vorbereitung für den Auftritt von Headlinerin Doro Pesch auf der Hauptbühne um 22 Uhr. Die deutsche Metal-Königin braucht keine Vorstellung mehr und ist weltweit als bodenständige Headbangerin bekannt und beliebt. Entsprechend war der Platz vor der Mainstage gefüllt. Am Abend war auch wieder die Sonne herausgekommen und so ging der dritte Festivaltag mit milder Temperatur und einer besten gelaunten Entertainerin erfolgreich dem Ende entgegen. Wer das nicht ohnehin schon getan hatte, ließ den Tag bei Cocktails oder ein paar kühlen Budweisers an der romantisch-metallischen Strandbar ausklingen oder feierte bis spät in die Nacht hinein weiter.

Hier geht's zur Fortsetzung des Festivalberichts.

Fortsetzung Metaldays 2017 - Headbanger-Ferien im grünen Slowenien (1) Seiten 1 2

 

auf Facebook empfehlen/teilen       Artikel drucken

DanielF
© 08/2017 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Metaldays

Homepage:
- Metaldays - Offizielle Webseite

Artikel:
- Metaldays 2016 - Regen und Donnergrollen im Paradies (1)
- Metaldays 2016 - Regen und Donnergrollen im Paradies (2)
- Metaldays 2017 - Headbanger-Ferien im grünen Slowenien (1)
- Metaldays 2017 - Headbanger-Ferien im grünen Slowenien (2)

Kurzinfos: Xandria

Homepage:
- Xandria

Rezensionen:
- Kill The Sun
- Ravenheart
- India

Kurzinfos: Within Temptation

Homepage:
- Within Temptation

Artikel:
- Darkstorm Festival - Düstere Töne am Fest der Liebe
- Within Temptation – Intime Bekenntnisse der Sharon den A. / Das A-Team des Gothic Metal live in Berlin
- Within Temptation – Zwischen Experimenten, Bier und Baby-Zubehör
- Within Temptation - Nackte Tatsachen
- Within Temptation - Comics, die 80er und Der Dunkle Turm
- Delain und Within Temptation - Ja wo sind sie denn, die Gothic-Fans?
- Ingos Alben des Jahres 2014 - Ein bunter Strauß an Melodien: And The Winner is?

Rezensionen:
- Mother Earth
- Mother Earth Tour
- The Silent Force
- The Silent Force Tour
- The Heart Of Everything
- Black Symphony
- An Acoustic Night At The Theatre
- The Unforgiving
- Paradise (What About Us?)
- Hydra
- Let Us Burn

Kurzinfos: Visions of Atlantis

Homepage:
- Offizielle Website

Rezensionen:
- Trinity

Kurzinfos: Serenity

Rezensionen:
- Words Untold & Dreams Unlived
- Fallen Sanctuary


whiskey-soda RSS Feed

FACEBOOK

YOUTUBE

CD des Monats 09/17
Walter Trout - We're All In This Together

Walter Trout - We're All In This Together


alle Reviews hier



   
Seite/ Inhalt gefällt mir
whiskey-soda als Bookmark bei: Mr. Wong whiskey-soda als Bookmark bei: Webnews whiskey-soda als Bookmark bei: Facebook whiskey-soda als Bookmark bei: Icio whiskey-soda als Bookmark bei: Linkarena whiskey-soda als Bookmark bei: Favoriten whiskey-soda als Bookmark bei: BoniTrust whiskey-soda als Bookmark bei: Favit whiskey-soda als Bookmark bei: Linksilo whiskey-soda als Bookmark bei: Readster whiskey-soda als Bookmark bei: Folkd whiskey-soda als Bookmark bei: Yigg whiskey-soda als Bookmark bei: Digg whiskey-soda als Bookmark bei: Del.icio.us whiskey-soda als Bookmark bei: Reddit whiskey-soda als Bookmark bei: StumbleUpon whiskey-soda als Bookmark bei: Blinklist whiskey-soda als Bookmark bei: Technorati whiskey-soda als Bookmark bei: Newsvine Information

Home | News | Stories | Reviews | Live | Forum | Community | Impressum | B2B | Newsarchiv | Storyarchiv | Reviewarchiv | 1995-2016 © whiskey-soda.de