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Grobschnitt auf Schwarz und Weiß

Im Falle der Hagener Prog-Rocker Grobschnitt streiten sich die Gelehrten: waren sie nun eine für Stadien prädestinierte Band, die nie den ihnen zustehenden Erfolg hatte oder einfach eine hart arbeitende Grassroots-Band, die zufällig viel erfolgreicher wurde, als sie das je geplant hatte? Mit der Vinyl-Reissue-Serie unter dem Motto "Black & White" kann sich nun jeder sozusagen schwarz auf weiß eine eigene Meinung bilden und dabei sogar noch einige der schönsten Cover-Artworks der 1970er in voller Pracht genießen.



1974 - Ballermann



Das zweite Grobschnitt-Album "Ballermann" (nach einem Roadie der Band benannt) brachte im Vergleich zum Vorgänger deutliche Veränderungen. Schon die eröffnende "Ansage" 'Hello My Dear Friends' in köstlichem Denglisch ("let's sing sätt se camels are breaking togässer") sorgt mit Sicherheit bei seriöseren Zeitgenossen für hochgezogene Augenbrauen. Das mystisch klingende 'Sahara' mit orentalischen Gitarrenharmonien wird von Erocs heruntergepitchtem, schrägen "Gesang" kräftig durch den Kakao gezogen. Die üblichen Scherze können aber nicht darüber wegtäuschen, daß die Musiker sich in den zwei Jahren seit "Grobschnitt" musikalisch kräftig gesteigert haben. Fast komplett verschwunden waren die "krautigen" Jazzelemente. Stattdessen orientiert sich "Ballermann" eher am klassischen Prog britischer Prägung, speziell Yes, Genesis und Pink Floyd, das Ganze gemischt mit einer psychedelischen Spacerock-Kante und zu einem wohlschmeckenden und durchaus eigenständigen Cocktail vermischt - auch wenn 'Nickelodeon' und 'Drummer's Dream' sich jeweils unterschiedliche Elemente von 'Yours Is No Disgrace' (Yes) "ausborgten". Wo Gitarrist Lupo auf dem Vorgänger noch gelegentlich die üblichen Jazzrock-Klischees bedient hatte, dominierte er nun den Sound der Band mit einem weitaus melodischeren und gefühlvollen Spiel, das bisweilen an Steve Howe (Yes), Carlos Santana und Steve Hackett (Genesis) erinnerte. Den größten Unterschied machte aber wohl der Beitrag von Neuzugang Mist an den Keyboards, der mit seinem höchst originellen und virtuosen Spiel die klassischen Elemente der Band ebenso gekonnt herausstellte wie die spacig-floydigen, psychedelischen Reiseerfahrungen.

Ja, und das bringt uns natürlich zum Kernstück der Platte: 'Solar Music', das sich hier wie im Original über die Seiten 3 und 4 des Albums erstreckt (weshalb "Ballermann" auch keine Bonus-LP erhalten hat). Ein grober Seelenverwandter von frühen Tangerine Dream oder Pink Floyds 'A Saucerful Of Secrets' und 'Careful With That Axe, Eugene' in ihren "Ummagumma"-Versionen, aber ansonsten eigentlich mit wenig Anderem vergleichbar. Hier wird nach Belieben improvisiert - aber eben in einem puren Rock-Kontext, ohne jemals ins Jazz-Vokabular abzugleiten. Das bedeutet unterm Strich natürlich, daß der Eine die zugegeben recht simplen harmonischen Strukturen des Stücks langweilig findet, der Andere sich einfach an der atmosphärischen Dichte, der Trance-artigen Repetition, den kochenden Soli von Lupo und den melodischen Wendungen von Mist nicht satt hören kann. Die 33 Minuten der Studioversion werden zwar von harten Fans eher belächelt - live konnte das Stück durchaus mal an der 60 Minuten-Grenze kratzen. Doch die Studiofassung hat, gerade dank der clever integrierten "Analogsamples" aus dem Hause Eroc eine ganz eigene Atmosphäre. Die Gitarren braten bisweilen außerordentlich heavy - Engineer war Dieter Dierks, der bekanntlich auch den Scorpions ihren frühen Brettsound verpasste - und die Hammondorgel steht so klar im Raum, daß jeder Schlenker dreidimensional zu hören ist. Die relative Kürze dieser Version gereicht ihr dabei zum Vorteil, denn wo in mancher Liveversion gelegentlich die Inspiration mal für ein paar Minuten zum Kaffeekochen backstage ging, sitzt hier jeder Ton exakt am richtigen Platz, alles ist auf maximale Wirkung eingestellt. Wie man's dreht und wendet: 'Solar Music' überschattet den Rest des -beileibe nicht schlechten! - Albums und wäre alleine schon den Kaufpreis von "Ballermann" wert.

Benotung: 2+

Fortsetzung Grobschnitt auf Schwarz und Weiß Seiten 1 2 3

 

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SaschaG
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