whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin
Musikmagazin - Home whiskey-soda Musikmagazin
whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin
whiskey-soda Musikmagazin zur Startseite whiskey-soda Musikmagazin zur Story Seite whiskey-soda Musikmagazin zur Rezensionen Seite whiskey-soda Musikmagazin Livekonzerte und -Interviews whiskey-soda Musikmagazin Community und Forum whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin einfach mal suchen whiskey-soda Musikmagazin
News   
Reviews   
Stories   
Live (WS-TV)   
WS Präsentiert   
Forum   
Facebook   
Story-Archiv   
 

      registrieren  

Live Via Satellite
The Band Of Heathens
Live Via Satellite
(Rock)

Live Power
The Blue Poets
Live Power
(Rock)

Hugsja
Ivar Björnson & Einar Selvik
Hugsja
(Neoklassik)

The Deconstruction
Eels
The Deconstruction
(Indie-Rock)

De Doden Hebben Het Goed III
Wiegedood
De Doden Hebben Het Goed III
(Blackmetal)

Godspeed
Crone
Godspeed
(Rock)

Who Came First (Deluxe Edition)
Pete Townshend
Who Came First (Deluxe Edition)
(Rock)

Live At Fillmore East 1968
The Who
Live At Fillmore East 1968
(Rock)

Come Out And Play
Jetbone
Come Out And Play
(Rock)

Evil Spirits
The Damned
Evil Spirits
(Garage-Rock)



Helloween - Eine Bandhistory: Episode 2 - The Pumpkin Strikes Back

Das Ende der 1990er war für die Jungs von Helloween eine schwere Zeit. Nach den frühen Erfolgen mit Kai Hansen und Michael Kiske und dem Split von Selbigen hatte zwar Neuzugang Andi Deris mit den Gründungsmitgliedern Michael Weikath und Markus Grosskopf das Schiff auf Kurs gehalten, doch Uneinigkeit über die stilistische Ausrichtung und zwischenmenschliche Konflikte brachten das Boot Ende der 1990er fast zum Kentern.


Im selben Jahr konnte man auch Michael Kiske erstmals seit seinem Helloween-Ausstieg wieder live bewundern. Alles hatte damit begonnen, daß das italienische Frontiers-Label, "berühmt" für seine im Zweiwochentakt herausgehauenen Allstar-Projekte, an Kiske herangetreten war mit der Idee, seine Stimme einem Hardrock-Projekt zu leihen. Kiskes Vorbehalte der Metal-Szene gegenüber hatten sich zwar ein wenig gelockert, so hatte er neben Avantasia unter anderem auch auf Alben von Timo Tolkki, Tribuzy und Edguy seine Stimme erklingen lassen. Doch so richtig als eigenständiger Künstler in den harten Rock zurückzukehren war immer noch eine Sache, die Kiske nicht sonderlich sympathisch war. Labelboss Serafino Perugino nahm sich aber die Zeit, Kiske zu umgarnen und schließlich stimmte er zu - unter der Bedingung, die Songs notfalls mit Veto ablehnen zu dürfen. So entstand das Projekt Place Vendome, dessen Debüt 2005 erschien. Pikanterweise bestanden Place Vendome außer Kiske und Vanden Plas-Keyboarder Günter Werno aus drei ehemaligen Pink Cream 69-Musikern - der Band, der Jahre zuvor ja Andi Deris als Sänger "vorgestanden" hatte. Doch alles halb so wild - Pink Cream 69- und Place Vendome-Drummer Kosta Zafirou war ja bekanntlich seit Jahren im Helloween-Management involviert. Das Place Vendome-Debüt öffnete den Weg für weitere Alben. Das schlicht "Kiske" betitelte Werk zeigte Michael als vornehmlich im Akiustik-Bereich agierenden Singer/Songwriter, auch hatte er sich seiner Helloween-Vergangenheit mit dem Album "Past In Different Ways" gestellt, welches ebenfalls akustikgitarrenlastige Arrangements seiner für Helloween geschrieben Songs enthielt. Unter der Regie von Mat Sinner war ein Projekt mit Amanda Sommerville in Planung, und 2009 erschien auch ein zweites Place Vendome-Album. Ein echter Gamechanger kündigte sich aber in Form einer kleinen Textbox in der Juni-Ausgabe 2010 des Rock Hard an. Frank Albrecht schrieb: "Nach fast zwei Dekaden zieht es Ex-Helloween-Frontmann Michael Kiske wieder mit einer festen Band auf die Bühne. Mit seiner neuen Formation Unisonic wird der Ausnahmesänger aus Hamburg drei von uns präsentierte Warm-Up-Shows spielen, bevor es auf die großen Festivals geht."(Rock Hard, Ausgabe 277, 2010) Unisonic bestanden aus Michael, ex- Krokus und -Asia-Gitarrist Armand "Mandy" Meyer und der Pink Cream 69-Rhythumsgruppe Dennis Ward und Kosta Zafirou, und nach drei sehr intimen Clubshows spielte die Band in dieser Besetzung auf dem Masters Of Rock- und dem Sweden Rock-Festival. Da Unisonic bislang erst einen einzigen gemeinsamen Song namens 'Souls Alive' fertig hatten, bestand die Setlist in dieser Frühphase vornehmlich aus den in ähnlicher Besetzung eingespielten Place Vendome-Songs - und, in den Zugaben, den Helloween-Songs 'A Little Time' und 'Kids Of The Century'. Kiske bewies bei den Shows nicht nur, daß er auch ein ganz ordentlicher Rhythmusgitarrist war, sondern auch vor allem, daß seine Stimme zur Überraschung aller in den vergangenen 17 Jahren nichts an Kraft, Ausstrahlung oder Reichweite eingebüßt hatte.

Nach den Unisonic-Gigs zog es Kiske noch im selben Jahr gleich wieder auf die Bühne: als Gast von Tobias Sammets zweiter großer Avantasia-Tour. Neben Michael standen dabei unter anderem Magnum-Stimme Bob Catley, Jorn Lande und, nun ja, Kai Hansen auf der Bühne. Die beiden hatten das Kriegsbeil ja schon Mitte der 1990er begraben, doch auf der Avantasia-Tour erneuerten sie ihre Freundschaft. Ganz offensichtlich stimmte nach wie vor die Chemie zwischen den beiden - und Kai bot Michael an, als Sänger bei Gamma Ray einzusteigen. Als der das Angebot dankend ablehnte - Gamma Ray waren ihm dann insgesamt doch entschieden zu heavy - beschloß Kai, daß er dann eben bei Unisonic einsteigen müsse. Der Rest der Band war natürlich damit einverstanden - und so erschien 2012 nach der EP 'Ignition' (inklusive einer Liveversion von 'I Want Out') das selbstbetitelt, erste Unisonic-Album. Das schaffte es aus dem Stand in deutschen LP-Verkaufscharts - und schlug mit der Peak-Position 24 sogar Helloweens "7 Sinners", das lediglich bis auf Platz 25 gekommen war.



Die nahmen die Konkurrenz wohl zur Kenntnis - sonderlich unter Druck gesetzt fühlten sie sich aber mit Sicherheit nicht. Die Reihe an exzellenten Alben, die mit "Gambling With The Devil" begonnen hatte, setzte sich mit dem Folgealbum "Straight Out Of Hell" direkt fort. Das Anfang 2013 erschienene Album baute musikalisch freilich ebenfalls auf den beiden zeitgemäß produzierten Vorgängern auf, zeigte sich aber deutlich launiger als die eher düster-seriösen letzten Alben. Mit 'Waiting For The Thunder' und der Queen-Hommage 'I Just Wanna Be God' gab's sogar zwei waschechte Hardrock-Hymnen, die erste Single 'Nabatea' war ein progressiv angehauchtes Epos mit Ohrwurmmelodie, und einmal mehr fiel auf, daß das Songwriting mittlerweile sehr demokratisch verteilt war. Sascha und Andi hatten je fünf Songs beigesteuert (einen davon gemeinsam), Markus und Michael jeweils zwei - wobei Markus noch die beiden exzellenten B-Seiten 'No Eternity' und 'Another Shot Of Life' geschrieben hatte. Die Tatsache, daß Unisonic in jedem Interview unweigerlich auch über Helloween befragt worden waren, hatte sicher geholfen, den Bandnamen in den zwei Jahren nach "7 Sinners" nicht in Vergessenheit geraten zu lassen - doch dürften Helloween trotzdem nicht wenig überrascht gewesen sein, als "Straight Out Of Hell" sozusagen straight auf Platz 4 in den deutschen LP-Verkaufscharts einstieg - und sogar, wenn auch nur auf Platz 97, wieder den Sprung in die US-Billboard Charts schaffte. In der Folge begab sich die Band erneut auf eine "Hellish Rock"-Tour mit Gamma Ray, bei der die beiden Bands sich wieder ausgiebig gegenseitig auf der Bühne besuchten - die Hoffnung, daß auch Michael Kiske einer dieser Jams beiwohnen könnte, blieb allerdings vergeblich.



Der meldete sich im Folgejahr mit dem zweiten Unisonic-Album "Light Of Dawn" zurück. Aufgrund der zur selben Zeit stattfinden Sessions fürs nächste Gamma Ray-Album enthielt "Light Of Dawn" diesmal zwar keine Songwriting-Beiträge von Kai, doch dafür machte schon die Vorab-EP "For The Kingdom" deutlich, daß Kiskes Vorbehalte gegen Metal-Sounds sich eventuell doch in Wohlgefalen aufgelöst haben könnten. Denn statt des traditionellen Hardrocks, den die Band auf dem Debüt gespielt hatte, gab's mit dem Titelstück 'For The Kingdom' ein ganz und gar nach Kürbis schmeckendes, knackiges Stück melodischen Speed Metal, mit Double Bass-Drums und allem, was das Herz begehrte. Der Rest des Albums bot noch mehr Stoff der selben Klasse, aber auch die mittlerweile gewohnten Kiske-Pop-Rocksongs, melodischen Hardrock und Singer-Songwriter-Balladen. Auf der Tour zum Album gab's sogar den Speedie 'March Of Time' vom zweiten "Keeper"-Album - ganz generell schienen sich Unisonic gefunden und Michael Kiske sich "seinem Schicksal ergeben" zu haben, einfach am Besten im melodischen Metal zu funktionieren.



Doch erst einmal konterten Helloween mit einem neuen Studioalbum. "My God-Given Right" war so großartig ausgefallen, wie man das von Helloween in den letzten Jahren wieder erwarten konnte, und obwohl die Band vom Branchenriesen Sony wieder zu Nuclear Blast gewechselt war, tat das den Verkaufszahlen kaum einen Abbruch. Die Kritiken waren begeistert, die Fans auch - und noch begeisterter waren die Fans von der folgenden Tour. Aufgrund der Tatsache, daß nun auch Kiske und Hansen Songs der "Keeper"-Jahre live spielten, hatten Helloween sich nämlich entschieden, ein Großreinemachen im Set zu veranstalten und eine ganze Menge Songs der Prä-Deris-Ära ausgemistet. Dafür wurden eine Menge lange nicht mehr gehörter Highlights der Neunziger ausgegraben. So durfte man sich endlich wieder über den 'Steel Tormentor' freuen, auch 'Before The War' wurde sehr zur Freude der Doublebass-Fanfraktion wieder ausgegraben. Mit einem aufwändigen Stageset, der ans Cover des Albums angelehnt war, präsentierten sich Helloween in bester Form und hinterließen überall nur zufriedene Gesichter. Nach elf Jahren im unveränderten Lineup waren Helloween endlich unabhängig von irgendwelchen Keepern oder Exmitgliedern eine perfekte, sich ideal ergänzende Einheit.



Nach einer ausgiebigen zweiten Tour in 2016 schien es sicher, daß sich Michael, Markus, Andi, Sascha und Dani erst einmal eine kurze Pause gönnen würden, um dann irgendwann 2017 mit einem neuen Studioalbum zuzuschlagen. Doch es sollte ganz anders kommen. Vier Wochen nach dem letzten Gig der "My God-Given Right"-Tour in Tokyo wurde zunächst ein ominöser silhouettenhafter, ans Artwork des "Live In The UK"-Album erinnernder Cartoon auf Helloweens Social Media-Plattformen geteilt, und am 14. November schließlich ließen Helloween die Katze aus dem Sack: unter dem Motto "Pumpkins United" würde die komplette aktuelle Besezung der Band, erweitert um Michael Kiske und Kai Hansen, 2017 und 2018 eine großangelegte Reuniontour fahren.

Dies kam aufgrund der perfekt laufenden Karrieren von Helloween und Unisonic durchaus überraschend - wenn auch vielleicht nicht ganz so abwegig wie die Idee noch zehn Jahre zuvor gewirkt hatte. Doch dazu wird Euch im dritten Teil unserer großen Helloween-History Gitarrist Michael Weikath im Interview den kompletten Hintergrund der Reunion erläutern - eine Geschichte, die genauso unkonventionell verlaufen ist wie die restliche Karriere der Kürbisse und ihrer Ex-Mitglieder...

Falls Ihr Teil 1 der History verpasst habt, findet Ihr sie HIER, und das Interview mit Weiki gibt es HIER zu lesen (Follow the sign...oder so)!




Foto: Franz Schepers


Fortsetzung Helloween - Eine Bandhistory: Episode 2 - The Pumpkin Strikes Back Seiten 1 2 3

 

auf Facebook empfehlen/teilen       Artikel drucken

SaschaG
© 10/2017 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Helloween

Homepage:
- Helloween
- Helloween

Artikel:
- Helloween - The Gods Of Powermetal
- Helloween - Von markigen Worten und Kunststücken
- Helloween - Sympathisch krank
- Helloween - Topfit in Berlin
- Helloween - Beim ersten Mal da tut es noch weh...
- Helloween - 'Er dachte schon, dass ich nicht Gitarre spielen kann...'
- Helloween - ''Unarmed' hat '7 Sinners' erst möglich gemacht'
- Helloween - 'Geil, aber Scheiße!'
- Helloween - Eine Bandhistory: Episode 1
- Helloween - Eine Bandhistory: Episode 2 - The Pumpkin Strikes Back
- Helloween - Eine Bandhistory: Episode 3 - Michael Weikath über die Reunion
- Helloween - Live In The U.K. Again!

Rezensionen:
- The Dark Ride
- Better than Raw
- Rabbit Don´t Come Easy
- Mrs. God
- Keeper Of The Seven Keys - The Legacy
- The Legacy World Tour 2005/2006
- Gambling With The Devil
- Unarmed: Best of 25th Anniversary
- 7 Sinners
- Straight Out Of Hell
- My God-Given Right
- Ride The Sky - The Very Best Of The Noise Years 1985-1998

Kurzinfos: Virgin Steele

Homepage:
- Virgin Steele

Artikel:
- Virgin Steele - Happy Birthday, David!
- Virgin Steele – Big Trouble in Little Paradise

Rezensionen:
- The Book Of Burning
- Virgin Steele I / Guardians Of The Flame
- Visions Of Eden (The Lilith Project – A Barbaric Romantic Movie Of The Mind)
- The Black Light Bacchanalia

Kurzinfos: Vanden Plas

Homepage:
- Vanden Plas

Rezensionen:
- The God Thing
- Spirit Of Life
- Christ 0
- The Seraphic Live Works

Kurzinfos: Unisonic

Homepage:
- Offizielle Homepage

Rezensionen:
- Unisonic
- Light Of Dawn
- Live In Wacken

Kurzinfos: Timo Tolkki


whiskey-soda RSS Feed

FACEBOOK

YOUTUBE

CD des Monats 02/18
Painted Doll - Painted Doll

Painted Doll - Painted Doll


alle Reviews hier



   
Seite/ Inhalt gefällt mir
whiskey-soda als Bookmark bei: Mr. Wong whiskey-soda als Bookmark bei: Webnews whiskey-soda als Bookmark bei: Facebook whiskey-soda als Bookmark bei: Icio whiskey-soda als Bookmark bei: Linkarena whiskey-soda als Bookmark bei: Favoriten whiskey-soda als Bookmark bei: BoniTrust whiskey-soda als Bookmark bei: Favit whiskey-soda als Bookmark bei: Linksilo whiskey-soda als Bookmark bei: Readster whiskey-soda als Bookmark bei: Folkd whiskey-soda als Bookmark bei: Yigg whiskey-soda als Bookmark bei: Digg whiskey-soda als Bookmark bei: Del.icio.us whiskey-soda als Bookmark bei: Reddit whiskey-soda als Bookmark bei: StumbleUpon whiskey-soda als Bookmark bei: Blinklist whiskey-soda als Bookmark bei: Technorati whiskey-soda als Bookmark bei: Newsvine Information

Home | News | Stories | Reviews | Live | Forum | Community | Impressum | B2B | Newsarchiv | Storyarchiv | Reviewarchiv | 1995-2016 © whiskey-soda.de