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Sound Storm - Hymnen mit Hindernissen

Mit ihrem dritten Album "Vertigo" haben sich die Italiener Sound Storm neu erfunden. Während die ersten beiden Alben bereits hymnischen Power Metal mit extravagantem Gesang zelebrierten, überraschte das Konzeptalbum auf Grundlage von Dantes "Inferno" mit cineastischem Metal, neuem Sänger mit anderer Klangfarbe sowie passend zum Inhalt dunklerer Gesamtausrichtung. Whiskey-Soda war beim denkwürdigen Tourauftakt dabei.

Die Turiner haben bereits nach Veröffentlichung des aktuellen Albums im Dezember 2016 einige Shows mit dem neuen Material absolviert, die nun folgende Europatour lässt genügend Raum, die durchweg starken Songs zu präsentieren. Als Auftakt wurde das "Rattenloch" in Herdorf gewählt, das, soweit vorab, nicht dem opulenten Soundspektakel gerecht werden konnte.

Dies fing mit der Zentralität an, Herdorf liegt gefühlt von allen zentralen Städten aus gesehen im Nirgendwo. So folgte nach Autobahnabfahrt nochmal eine Ochsentour über 60 km Landstraße. Ebenso beschwerlich emfanden Sound Storm die Anreise "Erst gab es in Deutschland einen Unfall, dass wir gleich mal zwei Stunden im Stau standen. Und danach folgten die 60 längsten Kilometer meines Lebens", scherzte Gitarrist Valerio Sbriglione zur Begrüßung bei Ankunft im "Rattenloch", einem etwas in die Jahre gekommenen Club, bei dem aber wenigstens die Ratten in der Decke und an der Wand künstlich waren. Nach der längsten Anfahrt erfolgte dann der längste Soundcheck, nach unzähligen technischen Problemen (kein Monitorsound, Übertragungsausfällen, etc.) und Musikern, die vor der Bühne (!!!) alles einpegeln mussten, konnten dann Mirrormaze nach 23 Uhr ran, um ihren vertrakten und symphatisch verdrehten Power Metal vor acht (!!!) handgezählten Fans zu präsentieren. Was macht man als Band in so einer Situation? Richtig, lächeln und Vollgas geben, dazu dann aber trotzdem auf der Bühne gute Laune zu haben und das Beste aus der Situation machen. Die Stücke wie "The Poet" überzeugten mit schweren Riffs, tollem Gesang und schrägen, fast schon jazzigen Keyboardpassagen. Zu Beginn präsentierten Mirrormaze zwei neue Songs von der nächsten EP, die Lust auf mehr machen.

 

Sound Storm warteten nicht lange nach Abgang ihrer Landsleute und legten kurz nach Mitternacht gleich mit dem Intro "Vertigo" los. Keyboarderin Elena Crolle und Schlagzeuger Alessandro Bissa stoßen erst im Laufe der Tour zur Band, dass alle Chöre und Orchestrierungen vom Band kamen, Drummer Mattia Rubino übernahm für den Tourstart den Takt und trieb mit seinem kraftvollen Spiel die Bandkollegen wuchtig nach vorn, die trotz aller Widrigkeiten einen äußert spaßigen, launigen und guten Gig hinlegten. Der Tourmanager und zeitgleich Soundmann der Band gab am Mischpult hinter der Bar (!!!) irgendwann genervt auf und versuchte im zweiten Teil des Sets nicht mehr, die Keyboards, Streicher, Chöre und alle Epik aus dem Boxen nach vorn zu holen, weshalb spannenderweise die letzten Songs sehr roh und gitarrenlastig ausfielen, diese aber trotzdem funktionierten und einen immer noch bedeutenden Hymnenfaktor aufwiesen.

Die Band poste und legte sich vorbildlich ins Zeug, spielten mit Leidenschaft und Inbrunst und nutze auch den leider sich bietenden Raum, um auch mal ins Publikum zu gehen (extrem lässig von Valerio), die großen Rock’n’Roll-Gesten wie Gitarrist Sascha Blackice rauszuholen oder um vor der Bühne zu spielen wie Bassist Massimiliano, der sich vor der Band und vor der Bühne aufbaut, um breitbeinig den Tieftöner zu bearbeiten. Neusänger Fabio Privitera klingt deutlich klassischer und wärmer als sein spitzer singenderer Vorgänger Philippe, der extravaganter aussah, die Rockoper-Gesten sitzen aber bei diesem begnadeten Sänger nicht minder perfekt. Natürlich standen die Songs von "Vertigo" im Mittelpunkt, die live tadellos funktionieren und einen spannenden Kontrast zur Vampirsaga "Immortalia", die klassisch Power Metal-lastig ausfallen, bieten. So gab es kurzweilige Abwechslung mit "The Dragonfly", "Forsaken" oder "Original Sin" und älteren Stücken wie dem mächtigen "Back To Life" oder "The Portrait".

Extrem nervig war nur der Rattenlochbesitzer, der immer wieder zur Band rannte und gestikulierte, sie sollten leiser spielen. Positiv gesehen muss man aber sagen, dass alle Anwesenden nun wissen, wie es sich anfühlt, als Millionär ein Privatkonzert erhalten zu haben und jedem Anwesenden quasi ein Song exklusiv gespielt wurde. So gab es für Whiskey-Soda "Back To Life" mit Klingeltongeste von der Bühne aus (der anwesende Redakteur hatte der Band verraten, dass der Chorus auf dem Handy der Rufton ist) und die Widmung von "The Portrait" für die Fotografin. Solche Erlebnisse hat man auch nur selten im Leben.

 

Beiden Bands muss dicker Respekt gezollt werden, derart professionell mit dieser suboptimalen Situation umgegangen zu sein, direktes Feedback gab es von den Anwesenden, die nach den letzten Tönen sich mit CDs und Shirts eindeckten, soviel können die Italiener also nicht falsch gemacht haben. "Das war der schwierigste Gig in unserer Karriere", stöhnte Valerio auf dem Weg von der Bühne und wurde gleich vom Besitzer abgefangen, um alle Songs für die GEMA aufzuschreiben.

Hoffen wir, dass der Rest der Tour besser läuft, aber chaotischer kann es nicht laufen, zudem alle anderen Veranstaltungsorte sicherlich mehr Werbung machen. Immerhin haben sich Sound Storm warmgespielt und unglaublich viele Sympathiepunkte gesammelt mit einem denkwürdigen Abend fernab aller normaler Konzerterlebnisse. Welche Band kann sowas schon von sich behaupten?



 

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Ingo
© 10/2017 whiskey-soda.de
 


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