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Die Schweden von Blackshine hatten jedoch das traurige Los der Supportband gezogen und mußten sich somit bei ihrer gelungenen Mischung aus Death Metal und straighten Rock mit ein paar weniger Hanseln vor der Bühne begnügen. Eigentlich schade! Doch das tat ihrer Show keinen Abbruch. “Outcast“, “Love Our Hell“ oder “Sacrifice“ vom aktuellen Album “Soulless & Proud“ kamen beim Publikum ziemlich gut an und auch ältere Songs wie “My Pain Is Your Pleasure“ und “The Dead Is The Winner“ fanden berechtigten Beifall. Eine Vorband, die man definitiv nicht aus den Augen verlieren und im Ohr behalten sollte!
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Als nächstes hieß es Vorhang auf für die italienischen Vorzeige-Goth-Rocker von Lacuna Coil. Cristina Scabbia und ihre Mannen stellten einmal mehr unter Beweis, daß sie eine Live-Band der Güteklasse A sind und in Sachen Performance im Laufe der Jahre einen mächtigen Sprung nach vorn gemacht haben. Hauptsächlich standen die Songs vom neuen Album “Comalies“ auf dem Programm, aber neben der Single “Heaven’s A Lie“, dem energiegeladenen Kracher “Self Deception“ oder dem rockigen “Swamped“ wurden auch die Hits “When A Dead Man Walks“ und das in der Muttersprache gesungene “Senzafine“ von der Vorgängerscheibe “Unleashed Memories“ berücksichtigt. Absoluter Höhepunkt war aber ganz sicher Christinas Solostück “Falling Again“ vom Album “In A Reverie“, bei dem sie innerlich förmlich zu zerreißen schien, um beim Refrain dann regelrecht zu explodieren. Wahnsinnig gefühlvoll! Im großen und ganzen gab es jedoch keine Überraschungen in der Setlist, was aber nicht weiter schlimm war, denn schließlich ist jeder Song der Italiener qualitativ hochwertig.
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Zum letzten Schlag an diesem Abend holten dann die finnischen Suicide-Metaller (was für ein bescheuertes Genre!) von Sentenced aus. Die Jungs um Sänger Ville Laihiala sind ja bekannt für ihre mitreißende Live-Show, bei der kaum jemand wie angewurzelt stehen bleiben kann. Bei der Songauswahl auch kein Wunder. Natürlich wurden diverse Titel vom letzen Silberling “The Cold White Light“, aber auch von den vergangenen Alben gespielt. Mit “Noose“, “Bleed“ und “Sun Won’t Shine“ wurden sogar gleich drei Songs der unangefochtenen “Down“ Scheibe präsentiert. Wohingegen vom viel kritisierten 2000er Album “Crimson“ gerade mal “Broken“ zum Besten gegeben wurde. Und natürlich darf bei einem Konzert der nordischen Trauerklöße das ironische “The Suicider“ und die Lobeshymne auf den Alk, “Nepethe“, nicht fehlen. Zwischendurch immer wieder die treffenden Aussagen vom charismatischen Frontmann, der schon mal zu “Fuck You, Ville“-Chören animierte, als er nach dem zweiten Song den letzten ankündigte. Absoluter Knüller war aber die zweite Zugabe, das Iron Maiden-Cover “The Trooper“, was zum Bedauern Villes von vielen Fans leider nicht mal erkannt wurde. Für einen Metaller eigentlich ganz schön peinlich, oder?
Alles in allem aber ein gelungener Abend, der jedoch viel zu früh zu Ende war! Nächtes Mal darf ruhig der ein oder andere Song mehr auf der Playlist stehen!
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