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Skyclad - Im Wald und bei den Heiden

Die Wiederveröffentlichungskampagnen des Noise-Labels haben bislang hauptsächlich die Traditionsmetaller und -Thrasher bedient. Mit den in der Spätphase des Labels veröffentlichten Alben der Folkmetal-Erfinder Skyclad gibt es jetzt aber auch eine Reihe von entschieden unkonventionellen Alben aus dem Noise-Roster wieder im Handel.





Das dritte Album "Jonah's Ark" machte schon mit dem Coverartwork klar, daß sich hier etwas geändert hatte. Alles in freundlichem Grün, wo die Vorgänger noch in düsteren Farben gehalten waren - ja, die Band segelte vordergründig weg von den Untergangsszenarien und em Thrash-Einfluss. Schon der Opener 'Thinking Allowed' (wieder eines von Walkyiers Wortspielen) klang deutlich weniger düster, das Riff war eher an Saxon als an Onslaught angelehnt - und der Refrain hatte diesmal gar echte Ohrwurmqualitäten. Generell hatte die Band auch eine Entschlackung ihrer Musik angeordnet. Wo die ersten beiden Alben noch diverse Songs über der Sechs-Minuten-Grenze enthielten, kamen Songs wie 'Cry Of The Land' diesmal allesamt ziemlich fix auf den Punkt, nur das epische, zwischen Black Sabbath und einmal mehr Hawkwind angesiedelte 'A Word To The Wise' überschritt noch knapp die Sechs-Minuten-Grenze. Dafür experimentierten Skyclad in 'A Near Life Experience' mit Elementen aus dem gerade angesagten Funk- und Rap-Metal, 'Earth Mother, The Sun And The Furious Host' erinnerte mit seinem rollenden Tom-Groove hingegen an Jethro Tull - auf Speed. Selbst die Klargesänge klangen nicht mehr ganz so kultig-schief wie noch auf dem Vorgänger, und mit dem gänsehautmäßigen 'It Wasn't Meant To End This Way' gab's noch einen rein akustischen, tieftraurigen Abgesang auf die Welt in bester halbgesprochener Roger Waters-Manier. Die Neuauflage enthält übrigens noch eine Bonus Disc, auf der die EP "Tracks From The Wilderness" verewigt ist. Die ist vor allem wegen des genialen Cover von Thin Lizzys 'Emerald' empfehlenswert, der pure Thrasher 'When All Else Fails' und die drei derben Livetracks zeigen die Band aber noch einmal von ihrer heaviesten Seite und runden somit das Album perfekt ab.



"Prince Of The Poverty Line", das vierte Werk in ebensovielen Jahren, zeigte die Band dann wieder deutlich härter. Nicht nur waren die Brat-Riffs wieder zurück, nein, Skyclad orientierten sich auch zum Beispiel auf 'A Bellyfull Of Emptiness' an damals modernen Metal-Sounds, und in 'Sins Of Emission' gab's gar einen tanzbaren Groove zu hören. Am Auffälligsten war aber, daß die akustischen Folk-Instrumente fast durchweg in den Hintergrund gerückt wurden und stattdessen recht viel mit Synthesizern experimentiert wurde. Nicht wenige Fans der Folk-Seite der Band waren nach den beiden Vorgängern ein wenig enttäuscht (der Verfasser dieser Zeilen eingeschlossen), aber dennoch hat sich "Prince Of The Poverty Line" über die Jahre ganz gut gehalten. Songs wie 'Civil War Dance' oder das harte 'Gammadion Seed' sind nämlich trotzdem ziemlich geil, auch wenn dem Album ein echter Überflieger fehlt. Nur die typische flache Mittneunziger-Produktion klingt heute gar noch uncooler als damals. Mit 'Brothers Beneath The Skin' und zwei Livetakes sind auch wieder drei Bonustracks vertreten, so daß auch "Prince Of The Poverty Line" durchaus eine Empfehlung bekommt.



Am fünften Album der Band "The Silent Whales Of Lunar Sea" scheiden sich bis heute die Geister. Im Vergleich zum Vorgänger gab's hier eine weit melancholischere Grundstimmung, die modernen Element des Vorgängers waren ausnahmslos verschrottet worden und Walkyier zeigte sich - ungehindert von der Tatsache, daß er nach wie vor kein Stück "richtig" singen konnte - so melodieverliebt wie nie zu vor. Selbst wenn es einmal härter wurde, wie beispielsweise im knurrigen 'Art Nazi' und dem an Raven (!) erinnernden Speed-Metal-Brett 'Desperanto', war das Songwriting so stark an klassische Folktradition angelehnt wie nie zuvor. Das war nicht mehr Metal mit Folkinstrumentierung, sondern pure Folksongs mit Metal-Gitarren und -Drums, oder auch mal, wie im abschließenden Instrumental 'Dance Of The Dandy Hound', im Hillbilly-Gewand. Das sahen die Metaller höchst kritisch, doch in etwa zur Zeit der Veröffentlichung dieses Albums krochen auch Bands wie Subway To Sally und In Extremo aus ihren Löchern - und deren Fans nahmen Skyclad begeistert auf. In den Texten teilte Walkyier einmal mehr höchst lesenswert gegen alle Formen von sozialer Ungerechtigkeit, Umweltzerstörung und Krieg aus - aber selten hat selbst er sein Anliegen so gnadenlos ins Ziel treffend formuliert wie im Antikriegssong 'Jeopardy', der noch über zwanzig Jahre später wie ein Tiefschlag in die Magengrube trifft.

Leider endet hiermit schon die Reissue-Kampagne - "The Silent Whales Of Lunar Sea" war das letzte Skyclad -Album für Noise Records. Zwar gibt es hier im Gegensatz zu den Reissues von Celtic Frost, Voivod und Running Wild nur wenig Bonusmaterial, doch die Reissues sind ebenfalls mit Linernotes und vielen Fotos als schicke Digipacks designt. Nur Eines ist vollkommen unverzeihlich: bei Skyclad keine Texte abzudrucken, geht gar nicht. Martin Walkyier ist ohne Frage einer der cleversten, originellsten und schlicht besten Texter des oft im Klischee erstickenden Metal-Genres. Ohne die eben nicht immer allzu verständlich gesungenen Lyrics mit ihren humorigen Wortspielen und der intelligent formulierten Gesellschaftskritik nimmt man Skyclad einen beträchtlichen Teil ihrer Wirkung. Dennoch, schön, daß die Alben endlich wieder alle zu vernünftigen Preisen erhältlich sind.

Benotung:

Wayward Sons Of Mother Earth: 2
A Burnt Offering For The Bone Idol: 1-
Jonah's Ark: 2+
Prince Of The Poverty Line: 3
The Silent Whales Of Lunar Sea: 2

Fotos: CMM Marketing


Fortsetzung Skyclad - Im Wald und bei den Heiden Seiten 1 2

 

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SaschaG
© 10/2017 whiskey-soda.de
 


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