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Motörhead - Die hässlichste Band der Welt in Berlin

Noch Fragen? Nee, lieber nich. Ian Fraser Kilmister, genannt Lemmy und damit berühmt-berüchtigte Krächzröhre der legendären Rockband Motörhead, weiß eben, wie man sein Publikum auf’s Herzlichste begrüßt. Doch bevor sich der wohl hässlichste Rocker der Welt aufmachte, in einer proppevollen Columbiahalle wie ein alter, unverwüstlicher D-Zug ordentlich Dampf zu machen, mussten sich die Fans noch zwei Stunden gedulden: Erst gab’s ein bißchen Punk von V-Punk, einer glücklicherweise eher unbekannten Band aus Kiel - und Anthrax, die nach langer Bühnenabstinenz wieder auf Tour sind, um schon mal ihr neues Album zu promoten, das nächstes Jahr erscheinen soll. Aber nun zum Wesentlichen...

Das dunkle Hemd bis zum Bauchnabel aufgeknöpft, die langen Haare schwarz gefärbt, Patronengurt und weiße Schlangenlederstiefel sorgsam gepflegt. Als Lemmy auf die Bühne schreitet und sich über ihm die klassische Motörhead-Beleuchtungsaufhängung in Form des Flugzeuges vom 82er Cover der Live-Scheibe "No Sleep Till Hammersmith" erhebt, scheint die Zeit zurückgedreht zu sein. Ja, selbst die populären Warzen des mittlerweile 56jährigen, die er schon auf einer Auktion für seine Fans versteigern wollte, strahlen wie eh und je im grellen Scheinwerferlicht - und das nun schon seit mehr als 25 Jahren.In gleicher bewährter Tradition begann die Band dann auch ihren Gig mit dem Opener "We Are Motörhead": nämlich ganz schön laut. Und als ob einem die Ohren nicht schon genug klingeln würden, erkundigt sich ein besorgter Lemmy schließlich noch bei seinen Fans: " Is it loud enough or do you want it louder?" Danke, Lemmy! Wie gut zu wissen, dass es Dinge gibt, die sich nie ändern: Motörhead ist nicht nur die hässlichste, sondern auch nach wie vor - zumindest für die Fans - die lauteste Band der Welt.

 

Über 25 Jahre dreckige Rock’n’Roll - Geschichte haut Motörhead seinem Publikum an diesem Abend um die Ohren - natürlich in gewohnter Dreier-Lineup mit Phil Campbell an der Gitarre und Mikkey Dee (Drums). Klassiker wie "No Class", "Dead Man tells no tales" oder "Metropolis" dürfen dabei genauso wenig fehlen, wie Songs aus dem aktuellen Album "Hammered". "Shut Your Mouth", "Dr. Rock" oder auch die Singleauskopplung "Brave New World" beweisen, dass Motörhead ihr Handwerk noch längst nicht verlernt haben. Sie rocken in guter, alter Manier, und die hat Lemmy einmal folgendermaßen beschrieben: "Ein Gitarrenriff sollte nie länger sein, als es dauert, eine Bierflasche zu köpfen." So einfach kann Rock’n’Roll sein.Als dann auch noch Frontman und, ja, das ist er wirklich, Pfarrersohn (!) Lemmy bei "Orgasmatron" im diabolisch-grünen Rampenlicht seinen brachialen Bass spielt, gibt es in der Halle kein Halten mehr. Der nächste Höhepunkt: bei "Sacrificed" aus dem gleichnamigen Album ist Drummer Mikkey Dee kaum noch zu stoppen. Der Mann, der 1993 zur Band stieß, legt ein mitreißendes Schlagzeugsolo hin. Und dass auch Kollege und langjähriges Bandmitglied Phil Campbell ihm an der Gitarre in nichts nachsteht, ist schließlich bei "Killed by death" nicht zu überhören. Einfach klasse!

So virtuos seine Jungs ihre Instrumente im Griff haben, so rotzig-cool gibt sich Lemmy als Rock-Entertainer. Der Mann kennt keine Schamgrenze, und das ist auch gut so. "I will sing my balls off for you tonight!" feuert er seine Fans mit drohendem Unterton an. Eine Äußerung übrigens, der man ungetrübt Glauben schenken darf. Dass der Motörhead-Chef noch lange nicht auf Sex, Drugs & Rock’n’Roll verzichten will, um dem Frührentnerdasein zu frönen, stellte er erst kürzlich in einem Interview klar: "Weil ich keinen Bock habe, im Park spazieren zu gehen oder in der Sonne zu sitzen. Ich will meine Zeit weiter damit verbringen, flachgelegt zu werden und zu bumsen, was das Zeug hält. Das ist großartig. Das ist doch eine tolle Art alt zu werden. Ich würde niemals etwas anderes machen." Stimmt - und was anderes will der Fan auch gar nicht, wenn er dafür auf den Konzerten mit Evergreens wie "Ace Of Spades", "Bomber", bei dem sich zeitweise leider die linke PA verabschiedet hat, und natürlich mit "Overkill" als ultimativer Zugabe zugedröhnt wird.
Fazit: Lemmy ist einer der letzten "echten" Rocker, den wir - wenn Sex, Drugs and Rock’n’Roll ihn nicht vorher niederstrecken sollten, noch in 25 Jahren auf der Bühne erleben werden, ganz nach dem Motto "We are Rock’n’Roll and we're gonna kick your ass!" - und wir, lieber Lemmy, kiss your ass...


 

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Kurzinfos: Motörhead

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