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Alter Bridge - Den Glauben verloren und den Spaß gefunden

Mit über 30 Millionene verkauften Alben zählten Creed zu den erfolgreichsten Bands ihres Genres und konnte über auf zehn Jahre erfolgreiche Bandgeschichte zurückblicken. Doch nachdem sie sich aufgelöst haben lastet auf der neugegründeten Alternative-Rock-Band Alter Bridge ein großer Erwartungsdruck.

Als die amerikanische Alternative-Rock-Band Creed gegen Mitte des Jahres 2004 bekannt gab, dass sie sich wegen angeblicher musikalischer Differenzen schon seit einigen Monaten von ihrem Sänger Scott Stapp getrennt hatten, bestätigte sich nur dass, was viele schon längst seit ihrem letzten Album und der gescheiterten Tour befürchtet hatten. Zwar erreichte auch "Weathered" die ersten Plätze der Charts, war jedoch bei weitem nicht so gelungen, wie die bisherigen Alben. Bei der anschließenden Tournee merkte man, dass die Chemie innerhalb der Band nicht mehr richtig stimmte und die Situation eskalierte dann bei der Show in Chicago, wo Sänger Scott Stapp angeblich unter Drogeneinfluss stand und sich auf der Bühne kaum mehr auf den Beinen halten konnte und mehrmals seinen Text vergaß.
Danach verklagte vier Zuschauer die Band tatsächlich auf vier Millionen Doller Schadenersatz, wegen nicht dargebrachter musikalischer Leistungen. Allerdings war selbst im Land der unbegrenzten Möglichkeiten solch eine Klage unmöglich und wurde vom Richter abgewiesen.

Heute behauptet Scott Stapp der Autounfall im April 2002 wäre Schuld an der Misere, da er im Anschluss zur Behandlung seiner Verletzungen mit schweren Entzündungshemmern und anderen Medikamenten behandelt werden musste. Angeblich wollte er nicht der Sündenbock spielen und tourte trotzdem weiter, auch wenn er laut ärztlichen Rat seine Gesundheit riskierte und ruinierte: "Ich nahm das Medikament PREDNISONE während der letzten sechs Monate der Wheatered-Tour und ich wurde dadurch aufgedunsen wie ein gestrandeter Wal. Ich sah aus wie ein fetter Elvis. Und zusätzlich hatte ich ein Knötchen auf den Stimmbändern."

 

Nach der Tournee war eine Auszeit also dringend nötig und als sich die Mitglieder nach dieser Kreativpause wieder im Studio versammelten, kam Gitarrist Mark Tremonti schnell zu der Erkenntis, dass es mit Creed vorbei war: "Wir stöpselten unsere Instrumente ein und spielten, aber keiner von uns nahm die Sache ernst. Wir drehten uns im Kreis, die Vibes der letzten Platten fehlten. Für uns war es nur noch ein Job, und wir wussten, dass wir so Jahre brauchen würden, um ein neues Album zu veröffentlichen."

Es gab keinen großen Streit beteuern heute beide Seiten, wie auch Mark Tremonti in einem Interview erklärte: "Wir standen uns schon eine ganze Weile nicht mehr nahe. Es gab keinen wirklichen Streit, aber Scott war immer derjenige, dem etwas gegen den Strich ging." Laut Scott Stapp hätte sogar nie die Rede von einer Trennung sein müssen: "Wir hätten auch beide gehen und unsere Soloprojekte machen können ohne jemals von der Trennung Creeds zu sprechen!".

Doch die neugegründete Band Alter Bridge ist eben mehr als nur ein Soloprojekt. Neben Gitarrist Mark Tremonti blieb auch Scott Phillips weiterhin am Schlagzeug sitzen und als Bassisten holte man sich das ehemaligen Bandmitglied Brian Marshall wieder hinzu, der in der Zwischenzeit an seinen Solo-Alben gearbeitet hatte und sich darüber freute, endlich wieder in der Band zu sein: "Ich wusste sofort, dass ich Teil davon sein wollte. Er sagte zu mir: `Dein Bass-Spiel passt perfekt zum Alter-Bridge-Sound. Du bist unser Mann. Du musst es einfach machen.` Ich finde es großartig, wieder mit den Jungs zu arbeiten".
Als neuen Sänger suchte man sich Myles Kennedy, der sogar schon früher mit seiner Band Mayfield Four im Vorprogramm von Creed aufgetreten war und die Band traff eine schnelle Entscheidung: "Uns war sofort klar, dass er genau der Richtige war. Dann kam er zu den Proben nach Orlando und war einer der nettesten und bescheidensten Menschen, die wir je getroffen hatten. Es passte einfach alles. Als wir die Songs durchspielten, hatten wir plötzlich alle eine ziemlich deutliche Vision von unserer Zukunft."

Mit "One Day Remains" veröffentlichen sie nun ihr erstes Album mit neuem Sänger und unter neuen Namen. Die Presse stimmt Lobeshymnen an und dank der kauffreudigen Fans startet die CD sofort von Platz Null auf die Nummer Fünf der Billboard-Charts. Nachdem man in Amerika schon die ersten Bühnenerfahrungen gesammelt hatten, flog die Band auch nach Europa und präsentierte sich am 14. September bei ihrem vorerst einzigen Deutschland-Gig im Berliner Columbia-Club dem hiesigen Publikum.
Das Konzert war bei weitem nicht ausverkauft, was aber hauptsächlich daran liegen dürfte, dass hierzulange noch kaum jemand das Album und den Bandnamen kennt. Nach der engagierten Vorband Switchfood, die in Europa ebenfalls unter mangelnder Bekanntheit leiden, dauerte es noch eine knappe Stunde, bis Alter Bridge endlich die Bühne betraten. Alle Befürchtungen, dass der neue Sänger eventuell keine gescheite Bühnenpräsenz und charismatische Ausstrahlung besitzen könnte, bewiesen sich zum Glück als völlig fehl am Platz. Myles Kennedy gab sich selbstsicher und gutgelaunt, umarmte immer mal wieder seine Bandmitglieder beim Singen und tendierte auch sonst zum ungenierten Posen! Wenn er mal eine Gitarre in der Hand hatte, dann streckte er diese auch hoch in die Luft oder warf sie gleich in die Luft hoch. Auch die minutenlange Pose mit dem gesenkten Haupt und den verschränkten Armen fällt unter die Kategorie Selbstverherrlichung.
Mal von so kleinen Spielereien abgesehen, war der Auftritt ein voller Erfolg: Alter Bridge spielten fast das komplette Album und bewiesen ihr Können und Talent, indem sie die Songs nahezu identisch wie auf der CD abspielten. Manch einer hätte sich vielleicht über das eine oder andere Extra-Solo gefreut, aber trotzdem hatten die Band genug Spielfreude und Spaß an der Sache, um das Ganze nicht langweilig werden zu lassen. Nur wer auf ein paar alte Klassiker gewartet hat wurde enttäuscht, dabei hatte Tremoti schon vorher angedeutet: "Von Anfang an hatten wir beschlossen, dass es unfair gegenüber unseren Fans und unaufrichtig uns selbst gegenüber wäre, wenn irgendjemand anderes als Creed die alten Creed-Songs spielen würde. Es geht nicht mehr um die Vergangenheit. Es geht um die Zukunft. Dies ist eine neue Band und ein neuer Anfang". Nach einer knappen Stunde Spielzeit war das Konzert dann leider auch schon wieder vorbei, doch neben den schönen Erinnerungen bleibt auch die Gewissheit, dass man eine aufstrebende Band noch einmal in einer gemütlichen Athmosphäre erleben konnte. Denn das nächste Mal werden sie nicht mehr vor so einem kleinen Publikum spielen - dafür sind Alter Bridge einfach viel zu gut.


 

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© 09/2004 whiskey-soda.de
 


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- Alter Bridge - Den Glauben verloren und den Spaß gefunden

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