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Die Formation Revolver lässt allein schon durch Vita der Beteiligten aufhorchen, Schlagzeuger Antek steht bei den deutschen Crossover-Rittern Such A Surge in Lohn und Brot und nahm den bandeigenen Gitarrenroadie Lutz Buch gleich in seine neue Band auf. Als Sänger rekrutierte man den Schweden und früheren Slapdash-Frontmann Jens Mortensen, der durch seine langen Rasta-Zöpfe schon optisch auffiel. Musikalisch orientieren sich Revolver aber eher an der schwedischen Band Entombed, deren Logo auf dem T-Shirt des Schlagwerkers prangte. Der raue Rock´n´Roll mit Death Metal- und Hardcore-Schlagseite war kraftvoll und heftig, schien jedoch den Großteil der Beatsteaks-Anhänger zu überfordern.
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Der raue, gebellte Gesang des hünenhaften Schweden, der schrammelnde Bass und die schroffen Gitarren mit klassischen Rock-Soli vereinten sich zu einer Masse, die erahnen ließ, warum sich die Braunschweiger Revolver tauften: Die Songs wiesen die Schnelligkeit und Durchschlagskraft eines Projektils auf, was sicherlich auch an den recht griffigen Refrains lag. Mit dem Iggy Pop-Cover ´I wanna be a dog´ beendete der Vierer seinen rasanten Auftritt.
Die Beatsteaks warteten mit einer Gitarrenbreitseite auf, denn inklusive Sänger Arnim stand der dritte mit einem sechssaitigen Instrument bewaffnete Musiker auf der Bühne. Die Berliner bereiteten dem Auditorium durch ihre brachial-melodiösen Songs und eingängigen, stellenweise dreistimmigen Refrains einen unterhaltsamen Abend. Aus einem Fundus von drei Alben und einer Maxi brachte die agile Band neue Stücke wie ´Let me in´ und ´Disconnected´ sowie unverzichtbare Klassiker zu Gehör. Einige Coverversionen von The Clash oder Nirvana und das intonierte ´Back in black´ von AC/DC zeigten die Punk- und Rock´n´Roll-Wurzeln der Beatsteaks.
Publikumsnähe wurde an diesem Abend groß geschrieben, Sänger Arnim ermunterte die Fans, sich von der Bühne in die Massen zu stürzen, er selbst sang oftmals seine Parts inmitten der Anhänger. Der Versuch, vom Mischpult am anderen Ende der Halle weiter die Stimmbänder schwingen zu lassen, scheiterte letztendlich am zu kurzen Mikrofonkabel. Die Beatsteaks, an diesem Sonntagabend erstmals in Cottbus spielend, gewannen mit diesem deftigen Auftritt viele neue Freunde in der Lausitzmetropole. Das suggerierten die zufriedenen Gesichter, als die Massen in das Dunkel der Nacht strömten.
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